Konsolidierung in mehreren Kreiswährungen Sie können in mehr als einer Kreiswährung konsolidieren.
Folgende Beweggründe sind hierfür denkbar:
Sie benötigen eine zweite Berichtswährung.
Sie möchten in einer zweiten Kreiswährung planen.
Sie möchten auf Teilkonzernebene in zwei Währungen berichten: Das Teilkonzernergebnis möchten Sie in der ersten Kreiswährung ausweisen; an die Konzernmutter möchten Sie das Teilkonzernergebnis außerdem in deren Kreiswährung melden.
Beispiel
Ein Teilkonzern berichtet in schwedischen Kronen; die Konzernmutter konsolidiert in Euro.
Sie brauchen die Datenerfassung nur in Hauswährung durchzuführen. Diese Meldedaten müssen Sie dann anpassen, in Kreiswährung umrechnen und die Meldedaten, Belege und Zusatzmeldedaten regelmäßig mithilfe einer Kopiermaßnahme in die zweite Kreiswährung umrechnen.
Die Kreiswährung ist keine Eigenschaft des Konsolidierungskreises.
Der Kreiswährungsschlüssel ist ein Merkmal in der Datenbasis .
Sie können mehrere Kreiswährungen pro Version führen.
Wenn Sie nur eine Kreiswährung im Konsolidierungsgebiet führen wollen, geben Sie den Wert für den Kreiswährungsschlüssel im Konsolidierungsgebiet explizit an.
Wenn sie dagegen mehrere Kreiswährungen führen, müssen Sie die jeweils zu betrachtende Kreiswährung in den Parametern der Workbench angeben.
Um die Meldedaten, Belege und Zusatzmeldedaten in eine weitere Kreiswährung umzurechnen, verwenden Sie eine Kopiermaßnahme mit einer Kopiermethode; die Kopiermethode enthält die Währungsumrechnungsmethode. Die Währungsumrechnungsmethode wiederum sollte eine Rundungsmethode beinhalten.
Wenn in der Kopiermethode Quellkreiswährung und Zielkreiswährung voneinander abweichen, dann führt das System bei der Ausführung der Kopiermaßnahme eine Währungsumrechnung durch.
Die Kopiermaßnahme arbeitet in folgenden Schritten:
Lesen der Quelldaten
Sofern definiert: Ausführen des Mapping
Sofern definiert: Ausführen des BAdI
Währungsumrechnung und Rundung laut Währungsumrechnungsmethode
Schreiben der Zieldaten in die Zielversion
Beim Kopieren von Summendaten können aufgrund von Rundungsdifferenzen zusätzliche Datenzeilen entstehen; beim Kopieren von Belegen können zusätzliche Belegzeilen entstehen.
Wenn Sie Daten periodisch (und nicht kumuliert) kopieren, können Sie die Datenanfangsbestände erzeugen, indem Sie die entsprechenden Summensätze einmalig mit der aperiodischen Kopierfunktion kopieren.
Wenn Sie Summensätze kumuliert kopieren und gleichzeitig Belege kopieren, geht das System folgendermaßen vor:
Summensätze und Belege werden separat umgerechnet, wobei die Umrechnung von Belegen immer periodisch erfolgt.
Das System vergleicht die umgerechneten Summensätze mit den umgerechneten und aufsummierten Belegen. Maßgebend ist dabei die Umrechnung der Summensätze.
Falls das System beim Vergleichen einen Unterschiedsbetrag ermittelt, erzeugt es einen Korrekturbeleg. Dieser Korrekturbeleg ist erkennbar am Belegtext. Er ist auch im Protokoll der Kopiermaßnahme enthalten.
Sofern eine Umrechnung in eine andere Kreiswährung stattfindet, zeigt das Protokoll der Kopiermaßnahme zusätzlich zu den üblichen Informationen Folgendes an:
im Abschnitt zu den Quelldaten: Kreiswährungsschlüssel der Quellversion
Fehlermeldungen, die bei der Währungsumrechnung generiert wurden
im Abschnitt zu den Zieldaten: Rundungsdifferenzen
falls vorhanden: Korrekturbelege
Siehe auch die allgemeine Darstellung unter Kopiermethode definieren .
Wählen Sie unter
Datentyp
die Option
Alle Datentypen
.
Geben Sie den
Updatemodus
an. Wir empfehlen die Option
Alle löschen
.
Geben Sie die Erfassungsart an: Wir empfehlen die kumulierte Erfassung, weil dabei die Datenanfangsbestände – anders als bei der periodischen Erfassung – nicht separat aufgebaut werden müssen (siehe oben).
Geben Sie ggf. einen BAdI-Filter an.
(Näheres hierzu finden Sie in der Feldhilfe sowie in der Systemdokumentation des BAdI
UC_DATATRANSFER
und in der Dokumentation seiner Methoden.)
Geben Sie die Quell- und die Zielkreiswährung an sowie eine Währungsumrechnungsmethode (siehe unten).
Geben Sie Quell- und Zielversion an.
Quellversion = Zielversion: Wenn Sie alle Daten kopieren wollen (insbesondere unter Beibehaltung der Konsolidierungseinheitenhierarchie), so können Sie in dieselbe Version kopieren.
Quellversion ≠ Zielversion: Wenn Sie dagegen nicht alle Daten kopieren möchten und in Quell- und Zielversion verschiedene Teilhierarchien sichtbar sein sollen (z.B. für das oben beschriebene Teilkonzernszenario), wählen Sie eine von der Quellversion abweichende Zielversion.
Definieren Sie ggf. ein Mapping .
Definieren Sie ggf. eine Quell- und/oder Zielselektion .
Die Zielselektion können Sie beispielsweise folgendermaßen einschränken:
nach Kontierungsebenen
beim Kopieren von Belegen: nach Belegarten
jedoch nicht nach Konsolidierungseinheiten oder -kreisen
Stattdessen empfehlen wir, die Zuordnung der Kopiermethode zu den Konsolidierungseinheiten oder -kreisen in der Kopiermaßnahme vorzunehmen. Zum Beispiel wählen Sie für das Kopieren von Meldedaten und angepassten Meldedaten in der Verarbeitungsart
Pro Konsolidierungseinheit
die Option
Abhängig von Konsolidierungseinheit
und setzen für die betreffenden Konsolidierungseinheiten das Kennzeichen
Relevant
.
Legen Sie eine Währungsumrechnungsmethode an, die ausschließlich der Umrechnung der Daten in die zweite Kreiswährung dient. Diese sollte lediglich eine Referenzumrechnung enthalten, da bei einer spezifischen Umrechnung ohnehin nicht alle Funktionen verfügbar sind (so ist z.B. kein Verhältnis von Quell- und Zielkreiswährung gemäß Zusatzmeldedaten ermittelbar, da noch keine Daten in Zielkreiswährung vorliegen). Die Referenzumrechnung sollte folgende Einstellungen haben:
Quellkennzahl: Wert in Kreiswährung
Kursfindung: Kursart/Kurstyp; Stichtagskurs
Rundungsmethode: Ordnen Sie möglichst eine Rundungsmethode zu. Diese muss in Kreiswährung runden und sollte mindestens die Gleichheit von Aktiva und Passiva sicherstellen.
Hinweis
Die Referenzumrechnung erfolgt immer mit der Umrechnungsart
kumuliert
.
Siehe auch die allgemeine Darstellung unter Kopiermaßnahme und Kopiermaßnahme definieren .
Geben Sie an, welche Datenströme Sie mit dieser Maßnahme kopieren möchten (Summendaten sowie ggf. Belege und/oder Zusatzmeldedaten).
Wir empfehlen, eine Quellmaßnahme zu hinterlegen, damit sich nachträgliche Änderungen an den Quelldaten (z.B. Erfassung von zusätzlichen Belegen) im Status der Zielmaßnahme auswirken.
Um Meldedaten und angepasste Meldedaten zu kopieren, verwenden Sie die Verarbeitungsart
Pro Konsolidierungseinheit
. Wenn Sie zudem die Option
Abhängig von Konsolidierungseinheit
wählen, können Sie z.B. die Daten verschiedener Konsolidierungseinheiten aus verschiedenen Versionen in eine Zielversion kopieren, indem Sie mehrere Kopiermethoden zuordnen.
Um Belege der Kontierungsebenen 02, 12, 20, 22, 30 zu kopieren, verwenden Sie die Verarbeitungsart
Pro Konsolidierungskreis
und wählen die Konsolidierungskreise, für welche die Kopiermaßnahme ausgeführt werden soll.
Nehmen Sie die Kopiermaßnahme in die Zielhierarchie für die Zielversion auf.
In der Zielversion ist die Kopiermaßnahme – nach dem Saldovortrag und der Periodeninitialisierung – die erste relevante Maßnahme; auf die Kopiermaßnahme folgen dann die Maßnahmen höherer Kontierungsebenen.
Ordnen Sie die Zielmaßnahmen in der Zielversion folgendermaßen an:
Saldovortrag
Periodeninitialisierung
Falls nicht alle Konsolidierungseinheiten kopiert werden: Datenübernahmemaßnahme
Kopiermaßnahme
Ggf. Anpassungsbuchungen
Maßnahmen höherer Kontierungsebenen
Sie führen die Kopiermaßnahme im Konsolidierungsmonitor in der Zielversion und -kreiswährung aus.
Siehe das Beispiel unter Beispiel: Konsolidierung in zwei Kreiswährungen .