Datenbasis
Legt das Datenmodell der Konsolidierung fest, d. h. die Merkmale und Kennzahlen sowie deren Rolle für die Konsolidierung.
Eine Datenbasis besitzt eine Vielzahl von Eigenschaften und Einstellungsmöglichkeiten, die Sie auf den nachfolgend beschriebenen Registerkarten finden:
Das Konsolidierungssystem (SEM-BCS) verwendet genau eine RFC-Destination in das BI-System ( SAPNetWeaver Business Intelligence)
, über die die Bewegungsdaten der Konsolidierung übertragen werden. Wenn Sie keine RFC-Destination angeben, dann
wird das BI-System verwendet, das sich im SEM-System befindet.
Nach der Entscheidung über die zu verwendende RFC-Destination legen Sie hier - als eine der zentralen Einstellungen - den InfoCube fest, der die Summensätze für die Konsolidierung enthält. Sie können dafür einen der InfoCubes 0BCS_C10, 0BCS_C11 oder 0BCS_C50 als Kopiervorlage verwenden. Diese Objekte sind Teil des ausgelieferten Business Content.
Außerdem nehmen Sie hier folgende Einstellungen vor:
Sie können je einen InfoObjectCatalog für Merkmale und für Kennzahlen zuordnen, um Zugriff auf weitere Felder zu erhalten, die im BI-System zwar vorhanden, aber keinem der bereits verwendeten Datenziele zugeordnet sind (siehe Zusatzmeldedaten). Sie verwenden diese Option, um zusätzliche Felder für Attribute oder die Darstellung von Vermögen und Verbindlichkeiten einzubinden. Außerdem können Sie hiermit einen externen Feldkatalog für eine Quelldatenbasis definieren.
Sie können dafür die InfoObjectCatalogs 0BCS_CHA01 (Merkmale) und 0BCS_KYF01 (Kennzahlen) aus dem ausgelieferten SAP Business Content verwenden.
Sie können einer Datenbasis eine oder mehrere Quelldatenbasen zuordnen.
Die Einstellungen auf dieser Registerkarte betreffen folgende Bereiche:
Rollenzuordnung für Summensatzfelder
Merkmale der Rolle Konsolidierungseinheit
Vermögen/Verbindlichkeiten
Im Datenmodell muss jeder der folgenden Rollen mindestens jeweils ein Feld zugeordnet sein:
Version
Kreiswährungsschlüssel
Konsolidierungseinheit
Konsolidierungskreis
Partnereinheit
Position
Belegart
Kontierungsebene
Zeitmerkmale (Geschäftsjahr und Periode)
Wert in Kreiswährung
Für jedes Merkmal mit der Rolle Konsolidierungseinheit
benötigen Sie zusätzlich mindestens ein weiteres Merkmal mit einer der folgenden Rollen:
Partnereinheit
Konsolidierungskreis
Je nachdem, welche Konsolidierungsfunktionen Sie nutzen wollen, benötigen Sie weitere Merkmale und Kennzahlen:
Konsolidierungsfunktion |
Benötigte Merkmale und Kennzahlen |
|---|---|
Währungsumrechnung |
|
Konzernaufrechnungen und Abstimmungen |
|
Allokation |
|
Kapitalkonsolidierung |
|
Bei einem Datenmodell, das mehr als ein Merkmal mit der Rolle Konsolidierungseinheit
enthält, müssen Sie aus diesen Merkmalen dasjenige bestimmen, das als währungstragende Konsolidierungseinheit verwendet werden soll.
Ferner können Sie im Datenmodell ein DataStore-Objekt (DS-Objekt) für kundendefinierte Attribute der Konsolidierungseinheitenkombinationen hinterlegen,
wenn Sie zwei Merkmale mit der Rolle Konsolidierungseinheit
verwenden.
Hier nehmen Sie verschiedene Einstellungen vor, die für die Aktivierung und Wertfortschreibung und die Zwischenergebniseliminierung im Anlage- sowie im Umlaufvermögen relevant sind:
Weitere detaillierte Informationen finden Sie in der F1-Hilfe zu den verschiedenen Feldern unter Vermögen/Verbindlichkeiten
.
Im Bereich Goodwill
können Sie für die Merkmale der Rolle Goodwill-erzeugende Beteiligungseinheit
diejenigen Felder im Datenstrom Goodwill
angeben, in denen das System die jeweilige Beteiligungseinheit
des goodwill-erzeugenden Vorgangs persistieren soll. Weitere Informationen finden Sie unter Trennung von Goodwill und Beteiligung.
Die Datenströme bezeichnen den Ablageort für die Bewegungsdaten in der Konsolidierung. Aus allen Datenströmen können Daten gelesen werden, und in alle Datenströme können Daten geschrieben werden.
Auf der Registerkarte Datenströme
weisen Sie jedem Datenstrom, den Sie verwenden wollen, ein Datenziel zu. Sie können die Datenziele auch vom System generieren lassen.
Optional können Sie für jeden Datenstrom auch einen virtuellen Provider für das Reporting zuweisen oder generieren lassen. Speziell für den Datenstrom Summensätze
können Sie weitere Einstellungen für das Reporting mit einem MultiProvider vornehmen.
Weitere Informationen finden Sie unter Definition der Datenströme.
Hier wählen Sie für die Datenströme der Zusatzmeldedaten und Belege zusätzliche Unterkontierungen und weitere kundendefinierte Felder (ohne Rolle) aus. Die Zuordnungsmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Datenstrom:
Beteiligung, Kapital: Sie können optionale Felder auswählen. Das System bietet alle Felder mit der Rolle Unterkontierung
an sowie die Felder, die in den zusätzlich eingebundenen InfoObjectCatalogs enthalten sind. Das System fügt diese Felder beim Generieren
der Datenströme den jeweils zugeordneten DS-Objekten hinzu.
Goodwill: Im Customizing eines Konsolidierungsgebiets, das zur Datenbasis gehört, können Sie auf der Registerkarte Einstellungen
das Kennzeichen Goodwill
in Hauswährung
setzen. Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen und danach das Goodwill-DS-Objekt generieren, fügt das System dem DS-Objekt automatisch weitere Felder hinzu, die für die Funktion Goodwill in Hauswährung
erforderlich sind.
Außerdem können Sie hier zusätzliche Felder wählen, unter anderem für die DS-Objekte für Belege, Anlagevermögen sowie für Vermögen und Verbindlichkeiten. Diese wählen Sie zusätzlich zu den Feldern aus, die standardmäßig angeboten und auch hier angezeigt werden.
Hier listet das System die in der Datenbasis vorhandenen Feldattribute auf, sortiert nach Feldern. Für jedes Attribut können Sie festlegen, ob es als Selektionsattribut für Einzelselektionen angeboten
werden soll. Außerdem können Sie bei Feldern mit mehreren Attributen mit den Pfeiltasten die Reihenfolge der Attribute vorgeben. Folgende Faktoren wirken sich darauf aus, ob Sie die Einstellung des Kennzeichens Selektionsattribut
verändern können oder ob das System eine
bestimmte Voreinstellung durchführt:
Ursache |
Wirkung |
Beispiel |
Attribut ist ein Merkmal, das im BI-System mit Referenz auf ein anderes Merkmal angelegt wurde. |
a) Attribut mit Bezug auf Referenzmerkmal ist als Selektionsattribut gesetzt: Attribut mit Bezug auf das abgeleitete Merkmal kann als Selektionsattribut verwendet werden. b) Attribut mit Bezug auf Referenzmerkmal ist nicht als Selektionsattribut gesetzt: Attribut mit Bezug auf das abgeleitete Merkmal kann nicht als Selektionsattribut verwendet werden. |
Das Feld |
Attribut ist ein Merkmal, das im InfoCube als Navigationsattribut verwendet wird. |
Attribut mit Bezug auf das abgeleitete Merkmal ist fest als Selektionsattribut voreingestellt. Diese Einstellung kann nicht geändert werden. |
Hier führt das System zu den Merkmalen der Rollen Konsolidierungseinheit
, Position
, Bewegungsart
, Belegart
und Restatement (sowie
ggf. für die Kombination von Konsolidierungseinheiten) diejenigen BI-Attribute auf, die Sie auf ein lokales Attribut der Konsolidierung abbilden können (in der Regel sind dies diejenigen BI-Attribute, die Sie auf der Registerkarte Attribute
nicht als
Selektionsattribut festgelegt haben). Das System bietet Ihnen alle lokalen Attribute an, die hierfür technisch in Frage kommen. Sie müssen selbst entscheiden, ob eine solche Abbildung betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.
Wenn das lokale Attribut vom Konsolidierungsgebiet abhängig ist, so müssen Sie in der Spalte KG ein Konsolidierungsgebiet angeben, für das das Mapping durchgeführt werden soll.
Wenn das lokale Attribut von der speziellen Version abhängig ist, so müssen Sie in der Spalte Spezielle Version eine spezielle Version zum vorgegebenen speziellen Versionstyp angeben, für die das Mapping durchgeführt werden soll.
Weitere Informationen finden Sie unter Verknüpfung von lokalen Attributen mit BI-Attributen.
Auf dieser Registerkarte können Sie für die Merkmale Ihrer Datenbasis festlegen, wie das System beim Zugriff auf das Merkmal und bei der Eingabe von Werten vorgehen soll:
Berechtigungsprüfung für Merkmalswerte
: Setzen Sie dieses Kennzeichen, um eine Berechtigungsprüfung für das Merkmal auf der Ebene von Merkmalswerten durchführen zu lassen. Sie können z. B. festlegen, dass ein Benutzer Daten nur für eine bestimmte Konsolidierungseinheit
sehen oder erfassen darf. Wenn Sie das Kennzeichen nicht setzen, können Sie Berechtigungen lediglich für das Merkmal insgesamt erteilen oder einschränken. Die Berechtigungsprüfung auf Merkmalsebene können Sie für alle in der Datenbasis enthaltenen Merkmale setzen. Die konkreten Werte, die beim Zugriff
überprüft werden, legen Sie mit den Mitteln der SAP-Berechtigungsverwaltung fest (siehe Benutzer und Rollen). Weitere Informationen finden Sie unter Berechtigungen
für Stammdaten.
Gültigkeitsprüfung
: Hiermit legen Sie fest, ob für die Werte, die Sie für ein Merkmal erfassen, eine Gültigkeitsprüfung erfolgen soll oder nicht. Sie können die Prüfung versionsabhängig, zeitabhängig oder für Kombinationen aus Version und Zeit anfordern.
Wenn Sie eine Gültigkeitsprüfung anfordern, so werden die zu dem entsprechenden Merkmal in der Datenbasis enthaltenen Datensätze nur dann angezeigt und ausgewertet, wenn sie unter den eingestellten permanenten Parametern der Konsolidierungsworkbench gültig sind. Weitere Informationen finden Sie unter Gültigkeit von Stammdaten.
Hier legen Sie Texte für die Felder der Datenbasis fest, die als Spaltenüberschriften für Protokolle und Ausgabelisten verwendet werden sollen. Sie können diese Funktion nutzen, um die Bezeichnung einzelner Felder an die in Ihrem Unternehmen übliche Terminologie anzugleichen oder um Probleme mit zu langen oder zu kurzen Bezeichnungen zu lösen.
Bei der Wahl der Bezeichnungen haben Sie weitgehende Gestaltungsfreiheit. Insbesondere sind Sie nicht an die Längenbeschränkungen der entsprechenden Felder gebunden. Allerdings ist es sinnvoll, die Ausgabelänge des zugrunde liegenden Felds nicht allzu sehr zu überschreiten. Diese Länge weist das System hier zusätzlich aus, um Ihnen eine Orientierungshilfe zu bieten.
Wenn Sie hier keine Eintragungen vornehmen, verwendet das System stattdessen die ausgelieferten Feldbezeichnungen.
Sie können SEM-BCS unter verschiedenen Anmeldesprachen einsetzen. Beachten Sie in diesem Fall, dass Sie die Spaltenüberschriften in alle von Ihnen gewünschten Sprachen übersetzen müssen. Anderenfalls verwendet das System eine interne Logik, um die Spaltenüberschriften in einer Sprache anzuzeigen, die der Anmeldesprache möglichst nahe kommt. Diese Logik führt jedoch nicht immer zu akzeptablen Ergebnissen.
Je nach Funktionsbereich und Verwendungszusammenhang entscheidet das System, ob es für die Bezeichnung eines Felds die von Ihnen hinterlegte Spaltenüberschrift verwendet oder direkt auf den Namen des jeweiligen InfoObjects zugreift. Für den mehrsprachigen Betrieb ist es daher erforderlich, nicht nur die Spaltenüberschriften, sondern auch die Namen der zugrundeliegenden InfoObjects zu übersetzen. Hierfür verwenden Sie nicht die Übersetzungsfunktion von SEM-BCS, sondern die allgemeine Übersetzungsfunktion des BI-Systems, in dem sich die InfoObjects befinden. Die Übersetzungsfunktion finden Sie im SAP-Menü unter . Weitere Informationen zur Übersetzung von Systemtexten finden Sie unter Werkzeuge für Übersetzer.