Zusatzmeldedaten Informationen, die zusätzlich oder alternativ zu den Daten in der Summendatenbank benötigt werden (also zusätzlich bzw. alternativ zur Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung usw.).
Bei der
Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen
handelt es sich bei den Zusatzmeldedaten um Daten zu den konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen:
Bestandsdaten
Lieferdaten
Lieferantenanteil
Hinweis
Bestandsdaten können Sie alternativ auch aus der Summendatenbank lesen lassen. Siehe dazu den Abschnitt Datenherkunft von Bestandsdaten .
Bei der
Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen
werden anhand der Zusatzmeldedaten
der Buchwert und
die Konzernherstellkosten
eines Vermögensgegenstands ermittelt. Basis dieser Berechnung sind die angepassten Meldedaten, die die aktivierungspflichtigen Anschaffungsnebenkosten berücksichtigen.
Zu den Bestandsdaten gehören:
Versionen
Geschäftsjahr und Periode
Konsolidierungseinheit (hier: bestandsführende Konsolidierungseinheit)
Partnereinheit (hier: liefernde Konsolidierungseinheit; optional bei Buchungen auf Kontierungsebene 30; falls dann keine Partnereinheit in den Zusatzmeldedaten angegeben ist, ermittelt das System diese aus dem Lieferantenanteil)
Produktgruppe
Bilanzposition
Buchwert in der Meldeperiode
Wertberichtigungen (normal)
Hierunter fallen nicht dauerhafte Wertberichtigungen (z.B. nicht dauerhafte Pauschalwertberichtigungen auf Ersatzteile).
Wertberichtigungen (verlustfrei)
Eine verlustfreie Wertberichtigung ist eine dauerhafte Wertberichtigung, die ein positives Zwischenergebnis brutto (Zwischenergebnis brutto = Buchwert in Meldeperiode - Konzernherstellkosten) nicht in einen Zwischenverlust umwandeln darf, um ein im Einzelabschluss angewandtes Vorsichts- und Niederstwertprinzip nicht zu verletzen. Das zu eliminierende Zwischenergebnis wird nicht negativ.
Bestandsmenge
Anschaffungsnebenkosten
Bei den Anschaffungsnebenkosten handelt es sich um aus Konzernsicht aktivierungspflichtige Anschaffungsnebenkosten, die die Konzernherstellkosten erhöhen bzw. mindern. Aus Sicht der Konsolidierungseinheiten würden diese Nebenkosten bei ihrer Entstehung sofort erfolgswirksam verbucht.
ggf. Nebenkostenprozentsatz
Zu den Lieferdaten gehören:
Versionen
Abjahr und Abperiode
Konsolidierungseinheit (hier: liefernde Konsolidierungseinheit)
Partnereinheit (hier: bestandsführende Konsolidierungseinheit; Angabe immer optional)
Produktgruppe
Gewinnaufschlag (als Im-Hundert-Satz oder als Vom-Hundert-Satz)
Vertriebskostensatz vom Umsatz
Herstellkostensatz pro Mengeneinheit oder vom Umsatz
Die Lieferdaten gelten in allen Folgeperioden nach der Abperiode, so dass Sie diese bei unveränderten Lieferdaten nicht erneut zu erfassen brauchen. Ihr Erfassungsaufwand ist also minimiert.
Gewinnaufschlags-Varianten
Gewinnaufschlagsprozentsatz |
20 |
Umsatz beim Lieferanten |
300 |
Gewinn, wenn "im Hundert" gerechnet wird
300 * 20/120 = 50
Gewinn, wenn "vom Hundert" gerechnet wird
300 * 20/100 = 60
Den Lieferantenanteil benötigt das System, wenn Sie Lieferketten abbilden wollen. Zum Lieferantenanteil gehören :
Versionen
Abjahr und Abperiode
Konsolidierungseinheit (hier: bestandsführende Konsolidierungseinheit)
Partnereinheit (hier: liefernde Konsolidierungseinheit)
Produktgruppe
Lieferantenanteil in Prozent
Der Lieferantenanteil definiert den Prozentsatz des Bestands, der von der betreffenden Konsolidierungseinheit geliefert wird.
Wenn Sie den Lieferantenanteil angeben, berechnet das System Lieferketten.
Der Lieferantenanteil wird allerdings nur dann berücksichtigt, wenn die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen kreisabhängig (d.h. auf Kontierungsebene 30) ausgeführt wird.
Beispiel
Bestandsdaten: Konsolidierungseinheit A, Partnereinheit initial, Buchwert 1000 USD, d.h. Konsolidierungseinheit A weist einen Bestand von 1000 USD auf
Daten für Lieferantenanteil: Konsolidierungseinheit A, Partnereinheit B, Lieferantenanteil 50%, d.h. 50% des Bestands von Konsolidierungseinheit A wurde von B geliefert.
Nebenkostenprozentsatz