Zusatzmeldedaten

Definition

Informationen, die zusätzlich oder alternativ zu den Daten in der Summendatenbank benötigt werden (also zusätzlich bzw. alternativ zur Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung usw.).

Bei der Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen handelt es sich bei den Zusatzmeldedaten um Daten zu den konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen:

  • Bestandsdaten

  • Lieferdaten

  • Lieferantenanteil

    Hinweis Hinweis

    Bestandsdaten können Sie alternativ auch aus der Summendatenbank lesen lassen. Siehe dazu den Abschnitt Datenherkunft von Bestandsdaten .

    Ende des Hinweises

Verwendung

Bei der Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen werden anhand der Zusatzmeldedaten

  • der Buchwert und

  • die Konzernherstellkosten

eines Vermögensgegenstands ermittelt. Basis dieser Berechnung sind die angepassten Meldedaten, die die aktivierungspflichtigen Anschaffungsnebenkosten berücksichtigen.

Struktur

Bestandsdaten

Zu den Bestandsdaten gehören:

  • Versionen

  • Geschäftsjahr und Periode

  • Konsolidierungseinheit (hier: bestandsführende Konsolidierungseinheit)

  • Partnereinheit (hier: liefernde Konsolidierungseinheit; optional bei Buchungen auf Kontierungsebene 30; falls dann keine Partnereinheit in den Zusatzmeldedaten angegeben ist, ermittelt das System diese aus dem Lieferantenanteil)

  • Produktgruppe

  • Bilanzposition

  • Buchwert in der Meldeperiode

  • Wertberichtigungen (normal)

    Hierunter fallen nicht dauerhafte Wertberichtigungen (z.B. nicht dauerhafte Pauschalwertberichtigungen auf Ersatzteile).

  • Wertberichtigungen (verlustfrei)

    Eine verlustfreie Wertberichtigung ist eine dauerhafte Wertberichtigung, die ein positives Zwischenergebnis brutto (Zwischenergebnis brutto = Buchwert in Meldeperiode - Konzernherstellkosten) nicht in einen Zwischenverlust umwandeln darf, um ein im Einzelabschluss angewandtes Vorsichts- und Niederstwertprinzip nicht zu verletzen. Das zu eliminierende Zwischenergebnis wird nicht negativ.

  • Bestandsmenge

  • Anschaffungsnebenkosten

    Bei den Anschaffungsnebenkosten handelt es sich um aus Konzernsicht aktivierungspflichtige Anschaffungsnebenkosten, die die Konzernherstellkosten erhöhen bzw. mindern. Aus Sicht der Konsolidierungseinheiten würden diese Nebenkosten bei ihrer Entstehung sofort erfolgswirksam verbucht.

  • ggf. Nebenkostenprozentsatz

Lieferdaten

Zu den Lieferdaten gehören:

  • Versionen

  • Abjahr und Abperiode

  • Konsolidierungseinheit (hier: liefernde Konsolidierungseinheit)

  • Partnereinheit (hier: bestandsführende Konsolidierungseinheit; Angabe immer optional)

  • Produktgruppe

  • Gewinnaufschlag (als Im-Hundert-Satz oder als Vom-Hundert-Satz)

  • Vertriebskostensatz vom Umsatz

  • Herstellkostensatz pro Mengeneinheit oder vom Umsatz

Die Lieferdaten gelten in allen Folgeperioden nach der Abperiode, so dass Sie diese bei unveränderten Lieferdaten nicht erneut zu erfassen brauchen. Ihr Erfassungsaufwand ist also minimiert.

Gewinnaufschlags-Varianten

Gewinnaufschlagsprozentsatz

20

Umsatz beim Lieferanten

300

  • Gewinn, wenn "im Hundert" gerechnet wird

    300 * 20/120 = 50

  • Gewinn, wenn "vom Hundert" gerechnet wird

    300 * 20/100 = 60

Lieferantenanteil

Den Lieferantenanteil benötigt das System, wenn Sie Lieferketten abbilden wollen. Zum Lieferantenanteil gehören :

  • Versionen

  • Abjahr und Abperiode

  • Konsolidierungseinheit (hier: bestandsführende Konsolidierungseinheit)

  • Partnereinheit (hier: liefernde Konsolidierungseinheit)

  • Produktgruppe

  • Lieferantenanteil in Prozent

    Der Lieferantenanteil definiert den Prozentsatz des Bestands, der von der betreffenden Konsolidierungseinheit geliefert wird.

    Wenn Sie den Lieferantenanteil angeben, berechnet das System Lieferketten.

    Der Lieferantenanteil wird allerdings nur dann berücksichtigt, wenn die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen kreisabhängig (d.h. auf Kontierungsebene 30) ausgeführt wird.

    Beispiel Beispiel

    Bestandsdaten: Konsolidierungseinheit A, Partnereinheit initial, Buchwert 1000 USD, d.h. Konsolidierungseinheit A weist einen Bestand von 1000 USD auf

    Daten für Lieferantenanteil: Konsolidierungseinheit A, Partnereinheit B, Lieferantenanteil 50%, d.h. 50% des Bestands von Konsolidierungseinheit A wurde von B geliefert.

    Ende des Beispiels.
  • Nebenkostenprozentsatz