Einzelselektion Mit der Einzelselektion definieren Sie Selektionsbedingungen für ein Merkmal.
Die Einzelselektion bezieht auch die übergeordneten Merkmale ein, z. B. für das Merkmal
Profitcenter
das übergeordnete Merkmal
Kostenrechnungskreis
.
Die Selektionslogik der Einzelselektion ermöglicht Ihnen die Erstellung komplexer Selektionen.
Sie können eine Einzelselektion so definieren, dass sie für das Customizing von Selektionen in den Konsolidierungsfunktionen wiederverwendbar ist.
Sie können eine Einzelselektion beispielsweise in folgenden Konsolidierungsfunktionen verwenden:
Konsolidierungsfunktion |
Verwendung |
|---|---|
Manuelle Datenerfassung |
Erfassungslayouts |
Datenübernahme |
Quellselektion Zielselektion |
Validierung |
Selektionsbedingung in Prüfaussage |
Währungsumrechnung |
Spezifische Umrechnung |
Rundung |
Selektion 1 Selektion 2 |
Konzernaufrechnungen und Abstimmungen |
Selektion |
Zwischenergebniseliminierung im UV |
Buchungspositionen |
Kapitalkonsolidierung |
Datenherkunft |
Umgliederung |
Auslöser Prozentsatz Bedingung |
Allokation |
Sender Empfänger Auslöser Verteilungsschlüssel |
Workflow zum Genehmigen von manuell erfassten Belegen Workflow zum Genehmigen von Statusänderungen |
Workflow-Variante: Genehmigende Personen |
Innerhalb einer Einzelselektion können Sie die Selektionsbedingungen folgendermaßen verwenden:
zur Auswahl von Einzelwerten und Intervallen
zur Auswahl von Hierarchien und Hierarchieknoten
für merkmalsübergreifende Selektionen
für Selektionen über die Attribute des Merkmals
Alle genannten Selektionsbedingungen können zugleich und mehrfach innerhalb einer Einzelselektion verwendet werden.
Mit der Auswahl von Einzelwerten und Intervallen, Hierarchien und Hierarchieknoten legen Sie einen Bereich fest, der in die Selektion eingeschlossen werden soll (grüne Symbole), und einen Bereich, der ausgeschlossen werden soll (rote Symbole). Bei der Ausführung der Einzelselektion verknüpft das System diese Bereiche durch das logische UND NICHT. D.h., die Selektion berücksichtigt den einzuschließenden Bereich abzüglich der Merkmalswerte, die in dem auszuschließenden Bereich definiert sind. Den dadurch selektierten Bereich können Sie durch merkmalsübergreifende Selektionen weiter einschränken.
Die vollständige Selektionslogik ist weiter unten im Abschnitt „Selektionslogik“ dargestellt.
Mit den Selektionsbedingungen zur Auswahl von Einzelwerten und Intervallen definieren Sie Merkmalswerte, die entweder in die Selektion eingeschlossen oder ausgeschlossen werden. Sie können Einzelwerte, Intervalle oder Muster auswählen:
Für Einzelwerte können Sie u.a. folgende Operatoren verwenden: =,≥
Sie können abgeschlossene Intervalle [ ] und offene Intervalle ] [ wählen.
Außerdem können Sie Muster
[x] verwenden (z.B.
CU 1*
für alle Konsolidierungseinheiten, die mit „CU 1“ beginnen).
Sie können mehrere Selektionsbedingungen sowohl für den einzuschließenden als auch für den auszuschließenden Bereich definieren. Bei der Ausführung der Einzelselektion verknüpft das System
die Selektionsbedingungen für den einzuschließenden Bereich durch logisch ODER
und getrennt davon die Selektionsbedingungen für den auszuschließenden Bereich durch logisch ODER
Mit den Selektionsbedingungen zur Auswahl von Hierarchien und Hierarchieknoten definieren Sie Hierarchiebereiche, die entweder in die Selektion eingeschlossen oder ausgeschlossen werden. Sie können ganze Hierarchien oder Hierarchieknoten auswählen.
Sie können mehrere Selektionsbedingungen sowohl für die einzuschließenden als auch für die auszuschließenden Hierarchiebereiche definieren. Bei der Ausführung der Einzelselektion verknüpft das System
die Selektionsbedingungen für den einzuschließenden Bereich durch logisch ODER
und getrennt davon die Selektionsbedingungen für den auszuschließenden Bereich durch logisch ODER
Wenn Sie mehrere Merkmale haben, die auf demselben Basismerkmal basieren, können Sie merkmalsübergreifende Selektionen definieren.

Basismerkmal:Gesellschaft
Merkmale:KonsolidierungseinheitPartnereinheitBeteiligungseinheit
Selektionsbeispiel 1:Gesellschaft = Beteiligungseinheit
Selektionsbeispiel 2:Gesellschaft→
Land
= Partnereinheit→
Land
Sie können mehrere merkmalsübergreifende Selektionen definieren. Bei der Ausführung der Einzelselektion verknüpft das System die merkmalsübergreifenden Selektionen durch logisch UND.
Zu einem Attribut können Sie alle oben genannten Selektionsbedingungen verwenden.
Hier können Sie alle diejenigen Attribute verwenden, die Sie in der Datenbasis als
Selektionsattribute
gekennzeichnet haben.
Die ein- und auszuschließenden Bereiche werden für jedes Attribut gesondert betrachtet (siehe auch den Abschnitt „Selektionslogik“).
Sie können mehrere Attribute in die Einzelselektion einbeziehen. Bei der Ausführung der Einzelselektion verknüpft das System die Attributselektionen durch logisch UND.
Bei der Ausführung einer Einzelselektion wendet das System die folgende Selektionslogik an:
{ Selektionsbedingungen für das Merkmal UND Selektionsbedingungen für die Attribute }
Die Selektionsbedingungen für das Merkmal werden folgendermaßen aufgelöst:
( einzuschließende Werte ODER einzuschließende Hierarchiebereiche )
UND NICHT ( auszuschließende Werte ODER auszuschließende Hierarchiebereiche )
UND ( merkmalsübergreifende Selektion 1 UND … UND merkmalsübergreifende Selektion x)
Die Selektionsbedingungen für die Attribute werden folgendermaßen aufgelöst:
( Selektionsbedingungen für Attribut 1 UND … UND Selektionsbedingungen für Attribut y )
Die Selektionsbedingungen für ein Attribut werden folgendermaßen aufgelöst:
( einzuschließende Werte ODER einzuschließende Hierarchiebereiche )
UND NICHT ( auszuschließende Werte ODER auszuschließende Hierarchiebereiche )
UND ( merkmalsübergreifende Selektion 1 UND … UND merkmalsübergreifende Selektion z )
In den Konsolidierungsfunktionen können Sie mehrere Merkmale in die Selektion einbeziehen und für jedes Merkmal eine Einzelselektion vornehmen. Bei der Ausführung einer Selektion über mehrere Merkmale verknüpft das System die Merkmalsselektionen durch logisch UND.
Beachten Sie die Beispiele unter Beispiel: Einzelselektion für Stammdaten und Beispiel: Einzelselektion für Bewegungsdaten .
Sie können die Einzelselektion folgendermaßen aufrufen:
in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench unter
Stammdaten
®Einzelselektion
im Customizing einer der oben aufgeführten Konsolidierungsfunktionen:
Sie fügen im Selektionsfenster der Konsolidierungsfunktion zunächst das Merkmal hinzu, für das sie eine Einzelselektion vornehmen wollen. Für das Merkmal wählen Sie die Selektionsoption
Komplexe Selektion
. Dann öffnet das System im unteren Bildschirmbereich die Einzelselektion.
beim Customizing für einen Kontierungstyp:
Sie wählen in der Prozess-Sicht der Workbench
Stammdaten
®Unterkontierungen
®Kontierungstyp
und rufen einen Kontierungstyp zur Änderung auf. Auf der Registerkarte
Vorschlags- und Maximalselektion
können Sie für die Vorschlagsselektion und/oder die Maximalselektion eine komplexe Selektion anlegen, indem Sie die Selektionsoption
Komplexe Selektion
wählen.
Die Oberfläche für die Einzelselektion ist folgendermaßen aufgebaut:

In diesem Eingabefenster definieren Sie Ihre Selektionsbedingung.
Hier sehen Sie die Werte des Merkmals und zwar entweder als einfache Liste oder – falls Hierarchien dazu existieren – als Liste der Hierarchien.
Falls es Attribute zum Merkmal gibt, können Sie mit der Drop-Down-Liste
xxx die Attribut-Auswahl zum Merkmal einblenden.
Im merkmalsübergreifenden Modus
können Sie hier die verfügbaren Merkmale zum Basismerkmal auswählen.
Werte aus der Liste können Sie per Drag & Drop in die Wertspalten des Eingabefensters ziehen.
Hier können Sie die technische Bezeichnung sehen (kann hier nicht geändert werden) sowie die Beschreibung für die Einzelselektion angeben. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Wiederverwendbarkeit der Einzelselektion“.
Symbol |
Bedeutung |
Erläuterung der Benutzer- und der Systemaktivitäten |
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Fügt eine neue Zeile in die Tabelle ein, die mit „=“ beginnt; alle anderen Zellen sind leer und nicht eingabebereit. Der Initialwert wird selektiert. Es kann nur eine solche Zeile geben für ein Merkmal. Für Attribute gilt das Entsprechende. |
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Sortiert nach Blöcken Reihenfolge: übergeordnete Merkmale, Merkmal, Attribute des Merkmals; nachgeordnet Blöcke für ein einzelnes Merkmal mit der Reihenfolge: einschließende Intervalle/Hierarchieknoten, ausschließende Intervalle/Hierarchieknoten, merkmalsübergreifende Merkmale |
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Prüft die Konsistenz der Selektionsbedingungen in der Einzelselektion |
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Zeigt eine Liste aller Werte, die gemäß Selektionsbedingung ausgewählt wurden |
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Zeigt die Selektionsbedingung als Zeichenfolge, die angibt, wie die Zeilen mit UND und ODER verknüpft sind |
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Blendet die Bezeichnungen für die Werte in der Von-Spalte und der Bis-Spalte ein bzw. aus |
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Blendet eine zusätzliche Spalte ein. Dort können Sie den Namen eines Attributs eingeben oder mit der Wertehilfe auswählen. Die Spalte kann nur ausgeblendet werden, falls keine Attribute eingetragen sind. |
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Wechselt den Modus: Sie können nur Merkmale zum selben Basismerkmal angeben. |
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Öffnet/schließt den Auswahlbildschirm, von dem aus Sie Einzelmerkmale, einzelne Attribute, Hierarchien oder Hierarchieknoten per Drag & Drop in die Wertspalten ziehen können |
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Zeigt eine Liste der Merkmalswerte bzw. die Merkmalshierarchien zum führenden Merkmal an oder eine Liste aller Attribute bzw. die Attribut-Hierarchien |
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In dieser Spalte können Sie über das Kontextmenü die Operatoren für Ihre Selektionsbedingung auswählen (z.B.
für merkmalsübergreifende Selektion,
für einzuschließende Intervalle,
für auszuschließende Hierarchien oder Hierarchieknoten).
Hier geben Sie die Werte zum Merkmal bzw. zum Attribut ein.
Hier wählen Sie, ob im Auswahlbereich die Hierarchien und Werte zum führenden Merkmal oder zu einem Attribut angezeigt werden.
Hier zeigt das System die Hierarchien und Werte zum führenden Merkmal oder zu einem Attribut an.
Um eine Einzelselektion wiederverwenden zu können, müssen Sie ihr eine technische Bezeichnung geben. Diese darf maximal 10 Stellen lang sein. Die technische Bezeichnung vergeben Sie beim Anlegen einer Einzelselektion unter
Stammdaten
→
Einzelselektion
.
Eine wiederverwendbare Einzelselektion können Sie auch im Customizing für eine Konsolidierungsfunktion erzeugen, indem Sie für die komplexe Selektion einen Wert angeben. Der Wert wird als technische Bezeichnung verwendet und auch in dem Einzelselektionsfenster angezeigt. Die wiederverwendbare Einzelselektion steht anschließend in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench unter
Stammdaten
®Einzelselektion
zur Verfügung. Eine wiederverwendbare Einzelselektion wird immer zum Basismerkmal angelegt. Sie können die wiederverwendbare Einzelselektion aber auch für jedes abgeleitete Merkmal verwenden.
Bei der Benutzung einer wiederverwendbaren Einzelselektion müssen mögliche Einschränkungen der übergeordneten Merkmale zur Selektionsbedingung passen.
Wenn Sie eine Selektionsbedingung nur einmal verwenden, benötigen Sie keine wiederverwendbare Einzelselektion. Sie können im Customizing einer Konsolidierungsfunktion bei der Definition von Selektionsbedingungen eine nicht wiederverwendbare Einzelselektion anlegen, indem Sie keine technische Bezeichnung angeben.
Sie möchten mit einer Selektionsbedingung alle Konsolidierungseinheiten auswählen, die europäischen Produktionsbetriebe haben, aber nicht in Italien ansässig sind.
Basismerkmal ist das Merkmal
Gesellschaft
.
Attribute |
Von |
Bis |
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|
Region |
Europa |
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|
Region |
Italien |
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Betriebsart |
Produktion |