Mapping Diese Funktion verwenden Sie, um eine Quelldatenstruktur in eine Zieldatenstruktur zu transformieren. Sie verwenden das Mapping bei folgenden Datenübernahmemethoden:
flexibler Upload (die Verwendung des Mapping ist hier optional; Voraussetzung für das Mapping ist ein InfoObjectCatalog, der in der Datenbasis angegeben ist),
Laden aus Datenstrom und
Kopieren (die Verwendung ist hier optional)
Falls Sie in einem BAdI zur Datenübernahme ein Mapping definiert haben, das dieses Mapping ergänzt, und Sie in den Einstellungen zur Methode den entsprechenden BAdI-Filterwert angegeben haben, so wird bei der Ausführung der Maßnahme zunächst das in der Methode definierte Mapping durchgeführt und dann dasjenige der BAdI-Implementierung.
Im Customizing der Methode haben Sie die Einstellungen auf der Registerkarte
Einstellungen
vorgenommen (z. B. Updatemodus, Erfassungsart).
Das Mapping hat folgende Teilfunktionen:
Sie können eine Konstante für einen Ziel-Merkmalswert setzen.
Sie können einen Ziel-Merkmalswert aus dem Wert eines oder mehrerer Quellmerkmale zusammensetzen.
Sie können einen Quellmerkmalswert in mehrere Bestandteile aufteilen (splitten) und die Bestandteile einzeln auf je einem Zielmerkmalswert abbilden.
Sie können eine Zielkennzahl aus einer Quellkennzahl versorgen.
Sie können Merkmalswerte umschlüsseln.
Sie können ein Zielmerkmal aus den Attributwerten eines Quellmerkmals ableiten.
Alle o. g. Funktionen können Sie bedingt ausführen. D. h. die Funktion wird nur ausgeführt, wenn die Werte der Quellmerkmale einer von Ihnen definierten Bedingung genügen. Für ein Zielmerkmal können Sie auch mehrere bedingte Mappingregeln anlegen.
Sie können die Mappingregel für ein Merkmal benennen und danach für ein stammdatengleiches Merkmal (d. h. für ein Merkmal mit demselben Basismerkmal) in demselben oder einem anderen Mapping wieder verwenden.
Die Oberfläche ist (bei Einblendung der Details zu den Mappingregeln) folgendermaßen aufgebaut:

Das System blendet in einer Liste diejenigen Zielfelder (Merkmale und Kennzahlen) ein, die in der Ziel-Datenbasis vorhanden sind.
Die Symbole vor den Zielfeldern haben dabei folgende Bedeutung:
Symbol |
Bedeutung |
|---|---|
|
Merkmal |
|
Kennzahl |
|
Keine Mappingregel definiert |
|
Mappingregel vorhanden |
|
In Bearbeitung |
|
Operator (Bedingung, Zuweisung, Umschlüsselung, …) |
Sie können mithilfe von Operatoren Mappingregeln erzeugen, die die Abbildung von Quelldaten im Zielbereich steuern. Die Mappingregeln einer Methode sind lediglich vom Konsolidierungsgebiet abhängig.
Es gibt folgende Operatoren:
Bedingung
Zuweisung
Umschlüsselung
Wiederverwendung einer existierenden Mappingregel
Sie können eine Mappingregel mit oder ohne Bedingung formulieren. Auf eine Bedingung muss immer ein weiterer Operator folgen, z. B. eine Zuweisung oder eine Umschlüsselung.
In den Details zu einer Bedingung geben Sie diejenigen Merkmalswerte an, für die die Bedingung gelten soll. Sie können dabei auch Einzelselektionen verwenden. Eine Bedingung wirkt somit wie ein Filter für die Quelldatensätze.
Pro Zielmerkmal können Sie mehrere Bedingungen anlegen.
Mit einer Zuweisung ordnen Sie ein oder mehrere Quellfelder einem einzelnen Zielfeld zu.
Wenn Quell- und Zielstruktur einige identische Feldnamen aufweisen, können Sie die Drucktaste
Vorschlag erzeugen
wählen. Dann erzeugt das System automatisch für die entsprechenden Felder die Zuweisungen und zeigt sie in der Liste der Zielfelder unterhalb der jeweiligen Felder an. (Dies gilt auch für die permanenten Parameter.)
Wenn Sie ein einzelnes Quellfeld einem einzelnen Zielfeld zuweisen, geben Sie in den Details der Zuweisung das Quellfeld an.
Ferner können Sie in den Details Offset und Länge zum technischen Schlüssel des Quellfelds angeben.

Im Quellsystem haben Sie für das Merkmal
Position
ein Quellfeld mit der Länge von 18 Zeichen; die ersten acht Zeichen sind zur Beschreibung der Position in der Hierarchie.
Im Konsolidierungsgebiet von SEM-BCS hat das Zielfeld eine Länge von zehn Zeichen.
In den Details für die Zuweisung geben Sie also Folgendes an:
Länge = 10
Offset = 8
Bei der Ausführung des Mapping kopiert das System folglich die letzten zehn Zeichen des Quellmerkmals in das Zielmerkmal.
Um bei Quellfeldern Teile eines Werts herauszuschneiden, können Sie Trennzeichen und Indizes verwenden.

Das Quellfeld hat eine Länge von 18 Zeichen. Es ist folgendermaßen zusammengesetzt: <Profitcenter>-<Gesellschaft>.
In der Ziel-Datenbasis haben Sie eine Matrix-Organisation definiert mit Gesellschaften und Profitcentern.
Als Trennzeichen wählen Sie „-“. Als Index 1 wählen Sie <Profitcenter>; und als Index 2 wählen Sie <Gesellschaft>.
Somit verwenden Sie das Quellfeld zweifach.
Wenn Sie mehrere Quellfelder einem einzelnen Zielfeld zuweisen, geben Sie in den Details (Tabelle) eine Verkettungsvorschrift an. Das System verkettet dann die Inhalte der angegebenen Quellfelder.
Auch hier können Sie Offset und Länge verwenden bzw. Trennzeichen und Indizes.

In der Quelle haben Sie die Felder
Gesellschaft
und
Profitcenter
.
Im Ziel haben ein für das Merkmal
Konsolidierungseinheit
ein Zielfeld mit der Länge von 18 Zeichen. Das Zielfeld wird folgendermaßen aufgebaut:
Zeichen 1 = „C“
Zeichen 2–7 = Inhalt des Feldes „Gesellschaft“
Zeichen 8 = „P“
Zeichen 9–18 = Inhalt des Feldes „Profitcenter“
In den Details für die Zuweisung geben Sie in der Tabelle Folgendes an:
erste Zeile: Konstante = C
zweite Zeile: Zuweisung für Feld „Gesellschaft“
dritte Zeile: Konstante = P
vierte Zeile: Zuweisung für Feld „Profitcenter“
Um überflüssige Leerzeichen im Zielfeld zu vermeiden, können Sie die Option
Leerstellen entfernen
wählen.
In beiden Fällen (ein Quellfeld oder mehrere Quellfelder) können Sie eine oder mehrere Konstanten für den Ziel-Merkmalswert setzen. Gleichgültig wie der Quell-Merkmalswert aussieht, das System setzt stets die eingetragene Konstante. Beispielsweise können Sie bestimmen, dass die Geschäftsjahresvariante immer „K4“ sein soll.
Sie können den Ziel-Merkmalswert auch aus einem oder mehreren
Attributwerten des Quellmerkmals ableiten (z. B. Attribut
Land
zum Merkmal
Profitcenter
). Die Attribute geben Sie in den Details (Tabelle) zur Zuweisung an.
Wenn Sie mehrere Quellfelder einem einzelnen Zielfeld zuordnen wollen, können Sie auch eine Umschlüsselung vornehmen. Der Wert des Zielfelds wird dabei durch die Werte der Quellfelder bestimmt.

Die Werte der Quellfelder sind PC1000 (für das Profitcenter) und G1000 (für die Gesellschaft). Der Wert des Zielfelds
Konsolidierungseinheit
ist in diesem Fall dann CU0001.
Auch bei der Umschlüsselung können Sie Einzelselektionen verwenden.
Um eine Mappingregel wieder verwendbar zu machen, benennen Sie diese. (Doppelklicken Sie dazu auf dem Zielfeld, und geben Sie im Dialogfenster den Namen der Mappingregel an.)
Anschließend können Sie diese Mappingregel für ein stammdatengleiches Merkmal in demselben oder einem anderen Mapping wieder verwenden. Stammdatengleiche Merkmale sind beispielsweise Konsolidierungseinheit und Beteiligungseinheit.
Um ein Mapping zu definieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
Sie können zunächst einen Vorschlag für eine Zuweisung von Quell- zu Zielfeldern erzeugen, indem Sie
Vorschlag erzeugen
wählen (siehe oben).
Überprüfen Sie die Vorschläge.
Für alle Zielfelder, für die das System keinen Vorschlag erzeugt hat, können Sie selbst eine Mappingregel anlegen:
Markieren Sie das Zielfeld in der Liste, und wählen Sie aus dem Kontextmenü
Bedingung anlegen
Zuweisung anlegen
Umschlüsselung anlegen
oder
Existierende Regel anwenden
Bedingung anlegen
Geben Sie in den Details zur Bedingung diejenigen Merkmalswerte an, für die die Bedingung gelten soll.
Legen Sie anschließend zur Bedingung eine Zuweisung oder Umschlüsselung an, oder wenden Sie eine bereits existierende Regel an.
Zuweisung anlegen
Wenn Sie ein einzelnes Quellfeld einem einzelnen Zielfeld zuweisen, geben Sie in den Details zur Zuweisung ggf. Offset und Länge des Quellfeldes sowie ggf. Konstante und Attribut an.
Wenn Sie mehrere Quellfelder einem einzelnen Zielfeld zuweisen, geben Sie in den Details zur Zuweisung die Verkettungsvorschrift an (ggf. mit Offset und Länge bzw. Trennzeichen und Index, ggf. auch mit Konstanten und Attributen).
Umschlüsselung anlegen
Um in der entsprechenden Tabellenspalte Quellmerkmale einzublenden, wählen Sie das entsprechende Symbol aus der Symbolleiste oberhalb der Tabelle und wählen aus der Liste das entsprechende Quellmerkmal aus.
Existierende Regel anwenden
Um eine existierende Regel zu verwenden, wählen Sie in den Details im Feld (Zuweisungs-) Regel über die Wertehilfe eine Regel aus.
Geben Sie das Ersetzungsfeld an.
Fahren Sie mit dem weiteren Customizing der Datenübernahmemethode fort.