Materialwirtschaft Der Bereich
Materialwirtschaft
der Komponente
Defense Forces & Public Security
unterstützt Sie bei der Versorgung von Streitkräften, Polizei- und Hilfsorganisationen mit Nichtverbrauchs-, Einzelverbrauchs- und Mengenverbrauchsgütern.
Materialplaner und Disponenten können die Erstversorgung und die Versorgung im Grundbetrieb sowie bei Einsätzen und Übungen planen und durchführen.
Sämtliche Versorgungsaufgaben lassen sich in einer verteilten Systemlandschaft durchführen.
Sie haben sich mit Hilfe der SAP-Bibliothek unter
mit der Funktionsweise der Komponente
Materialwirtschaft
vertraut gemacht und haben die notwendigen Einstellungen im Einführungsleitfaden (IMG) vorgenommen.
Die Funktionen des Bereichs
Materialwirtschaft
sind integriert mit Funktionen der Komponente
Materialwirtschaft
(
MM – Materials Management
).
Mit der separat ausgelieferten
Mobile Defense Solution
stehen mobile Anwendungen für den Bereich Materialwirtschaft zur Verfügung, die eine systemgestützte Durchführung von Materialwirtschaftsaufgaben auf mobilen Endgeräten ermöglichen (auch dann, wenn vorübergehend keine feste Kommunikationsverbindung zu einem SAP-System besteht).
Die Versorgungsgüter werden in Nichtverbrauchs-, Einzelverbrauchs- und Mengenverbrauchsgüter unterteilt:
Nichtverbrauchsgüter (NVG) sind zum Beispiel Investitionsgüter wie Kraftfahrzeuge oder Flugzeuge, über deren Verwendung ein entsprechender Nachweis geführt werden muss.
Mengenverbrauchsgüter sind zum Beispiel Munition oder Treibstoff.
Einzelverbrauchsgüter sind zum Beispiel Ersatzteile.
Folgende Funktionen stehen Ihnen im Bereich
Materialwirtschaft
zur Verfügung:
Versorgung mit Nichtverbrauchsgütern
Der Soll-Ist-Vergleich ist das Instrument für die Beschaffung von Nichtverbrauchsmaterial. Auf Grundlage des Soll-Ist-Vergleichs kann für die einzelnen Strukturelemente festgelegt werden, welches konkrete Material zugeführt werden soll.
Der Sollbestand von Material wird über das Materialplanungsobjekt definiert. Das zugehörige Ist wird auf speziellen Bestandslagerorten zum Strukturelement geführt.
Mit der Anwendung
Planung der materiellen Anteile
versorgen Sie Strukturelemente bei Unterdeckung mit Nichtverbrauchsgütern. Mit der Funktion
Planung
führen Sie die Erstversorgung durch, mit der Funktion
Anfordern
die laufende Bewirtschaftung mit Nichtverbrauchsgütern.
Der Versorger wird beim Anlegen einer Bestellanforderung automatisch ermittelt und kann dann überschrieben werden.
Mit der Anwendung
Zentraler Pflegedialog zur Lagerstruktur
können Sie alle Objekte bearbeiten, die notwendig sind, um
für eine neue Lagernummer eine Lagerstruktur aufzubauen
, ohne direkt in das Customizing der Komponente
Warehouse-Management
verzweigen zu müssen.
Sie können über eine Leihe Bestände temporär zwischen Truppenteilen austauschen.
Sie können Infrastrukturmaterial gesondert von anderem Material bewirtschaften.
Über die Disponenten-Workbench bearbeitet der Disponent seinen Arbeitsvorrat an Bestellanforderungen und löst die Umlagerungsbestellungen aus.
Er prüft die Anforderungen, ändert sie bei Bedarf und entscheidet über die Freigabe, die er gegebenenfalls auch verweigern kann.
Nach einer beendeten Übung oder einem Einsatz kann der Disponent alle Bestände eines aufzulösenden Strukturelements (über einen Rücklieferungsreport) einem empfangenden Strukturelement zuordnen.
Der Disponent kann Bestellanforderungen bei Bedarf an einen anderen Versorger weiterleiten, wenn er weiß, dass dort das Material verfügbar ist. Das System legt dann zur ursprünglichen Bestellanforderung automatisch eine Folgebestellanforderung an.
Erstversorgung mit Einzel- und Mengenverbrauchsgütern
Die Erstversorgungsmenge für Einzel- und Mengenverbrauchsgüter wird über Vorratspakete definiert, die den Strukturelementen zugeordnet werden.
Im Grundbetrieb bestimmt der Erstversorger Material den Versorger, im Falle eines Einsatzes bzw. einer Übung wird der Versorger über den Leitverband des zu versorgenden Strukturelementes ermittelt.
Sie können eine Person mit Material ausstatten.
Sie können Bestands- oder Vorratsmaterial für einen definierten Einsatz oder eine Übung in das Einsatzgebiet verlegen. Die zu verlegenden Strukturelemente mit ihren materiellen Anteilen werden einzelnen Verlegeschritten zugeordnet.
Dezentrale Systeme bauen Sie auf der Grundlage der im zentralen System definierten Strukturen und Stammdaten auf und transportieren sie dann ins Einsatzgebiet.
Wenn ein Strukturelement neu angelegt oder die materielle Ausstattung eines Strukturelements geändert wird, müssen Sie entsprechende Materialstammdaten anlegen, damit die logistischen Prozesse (Beschaffung, Bestandsführung, Disposition etc.) für dieses Strukturelement unterstützt werden können.
Anpassung von Meldebeständen bei Organisationsänderungen
Wenn sich Versorgungsbeziehungen eines Strukturelements ändern, das seine Vorratsbestände beim Versorger führt, müssen Sie die Meldebestände der betroffenen Materialien anpassen.
Dies bedeutet, dass beim Auslaufen einer Versorgungsbeziehung der Meldebestand reduziert, beim Anlaufen einer neuen Versorgungsbeziehung der Meldebestand erhöht wird.
Bearbeitung offener Belege bei Änderung von Versorgungsbeziehungen
Wenn Versorgungsbeziehungen verändert werden, müssen die zu diesem Zeitpunkt noch offenen Belege bearbeitet werden. Der zuständige Sachbearbeiter wird über einen Workflow benachrichtigt und muss dann entscheiden, welche Belege noch ausgeführt werden sollen und welche nicht.
Unterstützung werksübergreifender Umgliederungen
Wenn ein Strukturelement selbst oder sein übergeordnetes Strukturelement einem neuen Werk zugeordnet wird, kann das organisatorisch veränderte Strukturelement sein altes Werk behalten oder ins neue Werk wechseln. Der Wechsel kann für Bestand und Vorrat unterschiedlich vorgenommen werden. Findet ein Werkswechsel statt, wird der Vorgang systemintern unterstützt.
Es stehen zusätzliche Funktionen zur Bedarfspriorisierung zur Verfügung.
Unterstützung des Rücklieferungsprozesses von Material
Im Rahmen der Belieferung von Strukturelementen können vom System automatisch Bestellanforderungen zur Durchführung von Rücklieferungen erzeugt werden.
Kodes zur Unterstützung und Steuerung von Vorgängen
Der Zustandskode dient der Untergliederung der Materialbestände zum Zweck der Verfügbarkeits- und Verwendbarkeitssteuerung. Der Hinweiskode wird in der Umlagerungsbestellanforderung, der Umlagerungsbestellung und der Reservierung verwendet, um dem Anwender zusätzliche Informationen zu einem logistischen Vorgang zu geben. Der Statuskode wird verwendet, um dem Anwender zusätzliche Informationen zu einem logistischen Vorgang (z.B. bei Anforderungen und Rücklieferungen) zu geben.
Mit Hilfe der externen Chargenverwaltung können Sie Materialien in Hinsicht auf Zusammensetzung und Herkunft überwachen und verfolgen.
Sie können
SAP Supply Chain Management (SAP SCM)
für materialwirtschaftliche Planungsprozesse nutzen. Das System unterstützt Sie bei der dafür notwendigen
Übertragung DFPS-spezifischer Stammdaten an SAP SCM
.
Die Prozesse der Materialwirtschaft müssen auch über Systemgrenzen hinweg zur Verfügung stehen. Dies gilt gleichermaßen für die verteilte EVG/MVG- als auch für die verteilte NVG-Bewirtschaftung .