Hinweiskode Ein Hinweiskode wird verwendet, um dem Anwender (z.B. dem Disponenten) zusätzliche Informationen zu einem logistischen Vorgang zu geben.
Sie definieren den Hinweiskode auf Positionsebene.
Die Anwendung
Automatische Bestellerzeugung aus Bestellanforderungen
(Transaktionscode ME59) wurde wie folgt erweitert:
Umlagerungsbestellanforderungen mit oder ohne Hinweiskode, die zur maschinellen Weiterbearbeitung gekennzeichnet sind, können automatisch in eine Umlagerungsbestellung umgewandelt werden.
Umlagerungsbestellanforderungen mit Hinweiskode, die zur manuellen Weiterbearbeitung gekennzeichnet sind, müssen von der automatischen Bestellerzeugung ausgeschlossen werden.
Umlagerungsbestellanforderungen mit Hinweiskode, bei denen das Erledigungskennzeichen gesetzt ist, werden auf erledigt gesetzt, wenn sie aufgrund der Verfügbarkeitsprüfung nicht in eine Umlagerungsbestellung umgewandelt werden können.
Im Verarbeitungsprotokoll wird ein Hinweis ausgegeben, wenn aufgrund eines entsprechenden Hinweiskodes keine Bestellung wegen Nullbestands erzeugt wurde.
Wenn Sie für die Kombination Belegart und Hinweiskode in der Customizing-Tabelle einen Statuskode hinterlegt haben, ordnet das System diesen der Bestellanforderung zu.
Sie haben im Einführungsleitfaden (IMG) unter die gewünschten Hinweiskodes hinterlegt.
Die Funktion
Hinweiskode
ist abhängig von der Verfügbarkeitsprüfung (Komponente
Materialwirtschaft
). Erst wenn die Verfügbarkeitsprüfung durchlaufen wurde und ein negatives Ergebnis liefert, d.h. das Material
nicht
verfügbar ist, wird der Hinweiskode wirksam.
Hinweis
Für den Fall, dass der Hinweiskode entgegen Ihrer Erwartung nicht gesetzt wird, müssen Sie die Customizing-Einstellungen im Einführungsleitfaden (IMG) unter überprüfen.
Die Prüfregel zum Beleg
Umlagerungsbestellung
muss explizit das Durchlaufen der Verfügbarkeitsprüfung vorsehen. Überprüfen Sie zusätzlich die Prüfgruppe für die Verfügbarkeitsprüfung im Materialstamm.
Eine Bestellanforderung kann unterschiedliche Belegarten haben. Für eine Belegart können mehrere Hinweiskodes angelegt werden.
Über eine Customizing-Tabelle wird gesteuert, wie die Bestellanforderungsbelegarten behandelt werden sollen. Diese Tabelle wird für Plausibilitätsprüfungen benötigt. Sie legen über die Tabelle fest, bei welcher Belegart welche Hinweiskodes verwendet werden dürfen.
Das zugeordnete Bearbeitungskennzeichen gibt an, ob die Bestellanforderung manuell oder maschinell weiterbearbeitet werden soll.
Das Erledigt-Kennzeichen steuert, ob eine Bestellanforderung bei Nichtverfügbarkeit des Materials auf erledigt gesetzt werden soll.
Wenn das Kennzeichen Rücklieferungsausschluss gesetzt wird, kann keine Bestellanforderung zur Rücklieferung angelegt werden.
Bei Nichtverfügbarkeit und gesetztem Erledigt-Kennzeichen kann der Kombination Belegart und Hinweiskode ein Statuskode fest zugeordnet werden.
Der Hinweiskode wird in folgenden Anwendungen der Logistik verwendet:
Umlagerungsbestellanforderung
Umlagerungsbestellung
Reservierung
Wenn Sie die Bestellanforderung erfassen, können Sie den Hinweiskode auf Positionsebene auf der Registerkarte
Kodes
manuell
eingeben.
Der Hinweiskode wird aus der Umlagerungsbestellanforderung in die Umlagerungsbestellung übernommen.
In einer Bestellung können Sie den Hinweiskode von der Hauptposition in die Unterpositionen der Bestellung kopieren. Wenn Sie den Hinweiskode in der Hauptposition ändern, aktualisiert das System automatisch die Unterposition mit dem neuen Hinweiskode.
In der Reservierung hat der Hinweiskode keine steuernde Wirkung.