Unterstützung werksübergreifender Umgliederungen Ein Werkswechsel im Rahmen einer Umgliederung soll systemgestützt erkannt und bearbeitet werden.
Eine werksübergreifende Umgliederung können Sie mit den Transaktionscodes /ISDFPS/LSP1 und /ISDFPS/START_CPR durchführen.
Bei einer Umgliederung prüft das System, ob für Bestände oder Vorräte ein Werkswechsel erforderlich sein könnte.
Wenn ja, erzeugt das System ein Workitem, das den verantwortlichen Sachbearbeiter über den Vorgang informiert. Wenn er diesen Workitem abarbeitet, kann er entscheiden, ob für das Bestands- oder das Vorratswerk des Strukturelements ein Werkswechsel zum Werk des neuen übergeordneten Strukturelements durchgeführt werden soll.
Wenn der Sachbearbeiter einen Werkswechsel vornimmt, muss er im nächsten Schritt die neuen Lagerorte eintragen.
Die Änderungen können als Einzeloperation an einem einzelnen Strukturelement durchgeführt werden oder an einem Strukturelement inklusive weiterer untergeordneter Strukturelemente.
Weitere Informationen zum Workflow finden Sie unter Werkswechsel bei Umgliederung .
Darüber hinaus stehen folgende Funktionen zur Verfügung:
Wenn Sie während einer werksübergreifenden Umgliederung das Lagerort-Mapping durchführen, gibt das System eine Warnmeldung aus, wenn im neuen Werk bereits namensgleiche Lagerorte existieren, die noch keinem Strukturelement zugeordnet sind. Die Einträge für diese Lagerorte werden in der Mapping-Tabelle markiert dargestellt. Sie können darüber entscheiden, ob die bereits im neuen Werk existierenden Lagerorte für die werksübergreifende Umgliederung genutzt werden sollen oder nicht.
Für jede werksübergreifende Umgliederung steht ein ausführliches Anwendungslog zur Verfügung. Jede Meldung, die ins Anwendungslog geschrieben wird, ist dem Objekt zugeordnet, bei dessen Bearbeitung die Meldung aufgetreten ist. Zusätzlich ist ein Absprung aus dem Anwendungslog in die Anzeigetransaktion des jeweiligen Objekts möglich.
Während einer werksübergreifenden Umgliederung werden vom System Einkaufsbelege mit Freigabestrategie bearbeitet. Somit werden bereits durchgeführte Freigaben bei Bestellanforderungen und Bestellungen wieder zurückgenommen.
Sie können eine werksübergreifende Umgliederung für ein Strukturelement durchführen, dass auf einem dezentralem System aktiv ist.
Eine werksübergreifende Umgliederung ist auch ohne Strukturänderung möglich.
Der Umgliederungsprozess gliedert sich in folgende Phasen:
Gegebenenfalls Zuordnung neuer Versorger , da alte Versorgungsbeziehungen auslaufen
Gegebenenfalls Zuordnung neuer Verbraucher , da alte Versorgungsbeziehungen auslaufen
Analyse und Bearbeitung von noch abzuwickelnden Belegen aus Sicht des Verbrauchers und des Versorgers
Aufbau von Lagerorten und Lagerstrukturen im neuen Werk
Aufbau von Stammdaten im neuen Werk. Das alte Werk dient als Referenz.
Neuzuordnung der Lagerorte des neuen Werks und des Werks selbst zum Dispositionsbereich des umzugliedernden Strukturelements
Umbuchung der Bestände ins neue Werk, Dispositionsbereich ins neue Werk umhängen
Die endgültigen Versorgungsbeziehungen werden aktiv.
Nacharbeitung, Auslaufen der Aktivitäten im alten Werk:
Befriedigen von Restbedarfen und Auslieferung aus dem alten Werk über dort verbliebene Bestände
automatisches Umbuchen von Zugängen aus dem alten in das neue Werk über einen Hintergrundjob
Im Zuge der Aktivierung der Umgliederung kopiert das System die Materialstammdaten des alten Werks und der alten Lagerorte in das neue Werk und die neuen Lagerorte.
Zum Stichtag der Gültigkeit der Unterordnungsbeziehung werden Jobs eingeplant, die folgende Aufgaben durchführen:
Ändern von Empfangslagerort und Empfangswerk in offenen Umlagerungsbestellanforderungen und Umlagerungsbestellungen (Jobname: EBELN_CHG_*). Das System ruft den Report /ISDFPS/EBELN_CHANGE_WERKS_LGO auf.
Kopieren der Materialstammdaten vom bisherigen Werk und Dispositionsbereich/Lagerort ins neue Werk und Dispositionsbereich/Lagerort (Jobname: MAT_COPY_*). Das System ruft den Report /ISDFPS/MATMAS_COPY_PLANT_CHAN auf.
Bestände umbuchen von altem Werk/Lagerort in neues Werk/Lagerort
Wenn es sich bei den Materialien um serialisierte Teile handelt und wenn im dazugehörenden Equipmentstammsatz ein Standortwerk eingetragen ist, so wird das alte Standortwerk durch das neue ersetzt, sofern das Equipment nicht eingebaut ist (periodisch, da noch sukzessive Wareneingänge zu Umlagerungsbestellungen im alten Werk eingehen können) (Jobname: MAT_MOVE_*). Das System ruft den Report /ISDFPS/STOCK_CHANGE_WERKS_LGO auf.
Änderung der Werke und Lagerorte in den Strukturelementen und dem zugehörigen Dispositionsbereich (Jobname: SEs_CHGE_*)
Eintragen einer Löschvormerkung in den alten Lagerorten in der Lagerortsicht des Materialstamms (Jobname: MAT_DEL_*). Das System ruft den Report /ISDFPS/MATMAS_LOVM_PLANT_CHAN auf.
Zusätzlich wird ein Job zur Ausplanung des periodischen Umbuchungsjobs automatisch miteingeplant (Jobname: EBELN_CHK_*). Dieser Job ruft den Report /ISDFPS/CHECK_CHANGE_WORKS auf.
Die Jobs erzeugen ein Protokoll, das Sie mit der Anwendung
Auswertungslog auswerten
(Transaktion SLG1) überprüfen können.
Wenn Sie im Protokoll Fehler erkennen, beseitigen Sie die Ursachen und planen Sie die entsprechenden Jobs (mit Ausnahme des Jobs MAT_MOVE_*, da dieser ja ohnehin periodisch läuft) neu ein.
Für die Durchführung einer werksübergreifenden Umgliederung steht die Transaktion
Werksübergreifende Umgliederung
(Transaktionscode /ISDFPS/START_CPR) zur Verfügung. Das Anwendungslog können Sie in dieser Transaktion mit
aufrufen.
Wählen Sie im SAP Menü folgenden Pfad:
Das Business Add-In
BAdI: Werksübergreifende Umgliederung anpassen
(/ISDFPS/BADI_CROSSPLANTREORG) dient dazu, bei der werksübergreifenden Umgliederung weitere Materialien in die Liste der zu kopierenden Materialien aufzunehmen. Bei der werksübergreifenden Umgliederung werden diese Materialstammdaten von der alten in die neue Werk/Lagerort-Kombination kopiert.
Wählen Sie im Customizing folgenden Pfad: .