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FunktionsdokumentationMonitor CCMS Selfmonitoring für instanzspezifische Daten Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Die Monitorsammlung SAP CCMS Technical Expert Monitors enthält den Monitor CCMS Selfmonitoring, der den Zustand der Monitoring-Architektur und des Alert-Monitors anzeigt. Der Monitor zeigt unter anderem an, ob der Alert-Monitor folgende Aktionen durchführen konnte:

  • Starten der Datensammelmethoden, für die er verantwortlich ist

  • Zuweisen und Zugreifen auf den gemeinsamen Speicher, den er benötigt, um Daten und Alerts zu ermitteln und zu verwalten

  • Einrichten der RFC-Verbindungen zu entfernten Systemen und Komponenten

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

Auch die CCMS-Agenten sowie einzelne Alert-Monitor-Methoden (Datensammelmethoden und Autoreaktionsmethoden) können im Baum Selfmonitoring Probleme und Status anzeigen.

Hinweis Hinweis

Der Monitor CCMS Selfmonitoring besteht aus mehreren Teilbäumen, zum einen aus dem systemweiten Teilbaum mit dem Titel CCMS Selfmonitoring unterhalb des jeweiligen Systems (siehe Monitor CCMS Selfmonitoring für systemweite Daten), zum anderen aus den instanzspezifischen Teilbäumen zu den überwachten Servern und aktiven CCMS-Agenten.

Ende des Hinweises

Funktionsumfang

Die Teilbäume MoniInfra_<Name> enthalten entweder Daten zu einem CCMS-Agenten (SAPCCMSR und SAPCM3X) oder zu einem Anwendungsserver. Für diese beiden Fälle unterscheidet sich der Aufbau des Teilbaums, weshalb Sie Ihre Namenskonvention so wählen sollten, dass Sie beide Fälle eindeutig voneinander unterscheiden können. SAP empfiehlt für Ihre Anwendungsserver die Namenskonvention <Hostname>_<System>_<Instanz-Systemnummer>. Die Teilbäume, die CCMS-Agenten überwachen, haben dagegen den Aufbau MoniInfra_<Hostname>.

Für den Fall eines Anwendungsservers besteht der Teilbaum aus den folgenden Monitorobjekten:

  • Sapmssy8 (MTE-Klasse Sapmssy8)

    Dieses Programm läuft alle fünf Minuten auf jeder überwachten Instanz im Rahmen des Auto-ABAP SAPMSSY6, startet den lokalen Methoden-Dispatcher (der für Methoden im Dialog zuständig ist) und sorgt für den Abgleich der Eigenschaften und Methoden im gemeinsamen Speicher (Shared Memory) und der Datenbank.

    • C_Library_Version (MTE-Klasse CCMS_Sapmssy8_Version)

      Dieses MTE gibt an, welches Release der Kernel (und damit der Anwendungsserver) besitzt, der diesen Knoten angelegt hat.

    • Sapmssy8_Runtime (MTE-Klasse Sapmssy8_Runtime)

      Dieses MTE gibt die Laufzeit des Programms SAPMSSY8 an, das während seines Laufs einen Dialog-Workprozess belegt.

      Ein Alert in diesem MTE deutet darauf hin, dass von SAPMSSY8 gestartete Datensammelmethoden zu lange laufen. Dadurch wird die Laufzeit von SAPMSSY8 selbst verlängert. SAPMSSY8 darf nicht länger als fünf Minuten laufen, sonst liegt der nächste Start des Programms vor dem Ende des vorherigen Laufs. Wegen der Bedeutung, die SAPMSSY8 für die CCMS-Monitoring-Infrastruktur besitzt, empfiehlt SAP, dass Sie für diesen Knoten eine Autoreaktion mit automatischer Alert-Benachrichtigung setzen (siehe z. B. Alerts an das Alert Management (ALM) weiterleiten), um bei Alerts in diesem Knoten sofort informiert zu werden.

      Bei Datensammelmethoden, die von SAP ausgelieferten werden, tritt dieses Problem normalerweise nicht auf; allerdings können einzelne SAP-Methoden lange Laufzeiten haben, wenn sie große Datenmengen auswerten müssen (Beispiel: transaktionaler RFC bei Problemen mit misslungenen tRFC-Aufrufen).

      Überprüfen Sie, ob Sie eigene Datensammelmethoden in die Monitoring-Architektur aufgenommen haben und ob diese Methoden zu dem Performance-Problem führten. Überprüfen Sie den Teilbaum Data Supplier (siehe unten) auf Fehlermeldungen oder Laufzeitmeldungen.

      Laufzeit-Alerts von SAPMSSY8 können auch mit allgemeinen Performance-Problemen zusammenhängen. Prüfen Sie hierzu die Monitore Dialog Overview oder Entire System.

      Achtung Achtung

      Beachten Sie, dass eine Methode, die infolge Laufzeitüberschreitung abgebrochen wird, in den Status FATAL ERROR geht und daher nicht mehr ausgeführt wird. Dies passiert, falls eine einzelne Methode eine Lauzeit von ca. 2 Minuten überschreitet. Sie erhalten in diesem Fall eine entsprechende Meldung im Knoten Sapmssy8_Messages. Damit die Methode wieder abläuft, müssen Sie den entsprechenden Knoten zurücksetzen (siehe MTEs und Alerts zurücksetzen), aber dies sollten Sie erst tun, wenn Sie sicher sind, dass der ursprüngliche Grund für die Laufzeitüberschreitung nicht mehr besteht.

      Ende der Warnung.
    • Sapmssy8_Messages (MTE-Klasse Sapmssy8_Status)

      Dieses MTE enthält Nachrichten, die SAPMSSY8 ausgibt. Ein Alert kann darauf hinweisen, dass die Datensammlung für die Monitoring-Architektur nicht einwandfrei funktioniert. Falls SAPMSSY8 durch einen nicht einwandfrei funktionierenden Data Supplier abgebrochen wird, setzt das Programm diesen Data Supplier automatisch auf den Status fatal error und startet ihn beim nächsten Lauf nicht mehr. Daher müsste SAPMSSY8 beim nächsten automatischen Start wieder normal funktionieren.

    • SAP_Release (MTE-Klasse CCMS_Selfmon_SAP_Release)

      Dieses MTE enthält das gültige SAP-Release des Anwendungsservers.

    • Sapmssy8_Version (MTE-Klasse CCMS_Sapmssy8_Version)

      CCMS verwendet diese Versionsnummer als Kennzeichen für notwendige Änderungen. Falls infolge geänderter Data Supplier eine neue Eigenschaftsvariante SAP_DEFAULT erzeugt werden muss, ändert CCMS die Versionsnummer im Coding des SAPMSSY8. SAPMSSY8 vergleicht den Inhalt dieses Knotens mit der eigenen Versionsnummer und erzeugt bei Differenzen eine neue Eigenschaftsvariante SAP_DEFAULT.

  • Tooldispatching (short running tasks) (MTE-Klasse CCMS_Tooldispatching)

    Dieses MTE enthält im Protokollattribut Messages (MTE-Klasse CCMS_Tooldispatching_Messages) Laufzeitmeldungen des lokalen Methoden-Dispatchers, der Methoden startet, welche im Dialog laufen sollen. Methoden, die durch diese Dispatcher gestartet werden, können diesem Teilbaum eigene Status-MTEs hinzufügen, so dass Sie hier auch Laufzeit- und Fehlermeldungen dieser Methoden finden können.

    • STARTUPTOOL_<Nummer> (MTE-Klasse CCMS_Startup_Tools)

      Falls eine Methode, die im Dialog ablaufen soll, als Startup-Methode gekennzeichnet ist (siehe Methoden), legt das System beim Systemstart Statusattribute mit dem Namen STARTUPTOOL_<Nummer> an, denen genau diese Methode als Datensammelmethode zugeordnet ist. Damit wird gewährleistet, dass die Methode automatisch gestartet wird, auch wenn sonst noch keine Knoten mit dieser Methode existieren. Nach erfolgreichem Start der Methode werden diese Statusattribute gelöscht, so dass nur solche Knoten sichtbar bleiben, bei denen beim Aufruf der Methode ein Fehler aufgetreten ist.

      Die häufigsten Fehler in diesem Monitorobjekt betreffen Freigabeprobleme, d. h. die Methode ist nicht als Datensammelmethode freigegeben. In diesem Fall ist dem Knoten eine Warnung (gelber Alert) zugewiesen, die Sie ignorieren können. Deaktivieren Sie dann in den Eigenschaften der Methode das Kennzeichen Methode sofort nach Start eines Monitoring-Segments ausführen in der Registerkarte Steuerung.

      Falls Sie im genannten Statusattribut einen roten Alert erhalten, arbeitet die zugehörige Methode nicht einwandfrei. Wenden Sie sich in diesem Fall an den SAP-Support.

  • Data Supplier (MTE-Klasse DataSupplier)

    Dieses MTE enthält Laufzeitmeldungen von Data Suppliers der Monitoring-Architektur. Dabei können die Meldungen je nach Programmierung des Data Supplier entweder im gemeinsamen Protokollattribut Log oder in einem eigenen MTE für das entsprechende Programm erscheinen. Insbesondere für den SAP-Support hat dieses Monitorobjekt eine überragende Bedeutung. Bei vielen Datensammelmethoden können Sie über einen Methodenparameter das Tracing aktivieren. Diese Meldungen werden dann im Protokollattribut Log ausgegeben.

    Hinweis Hinweis

    Informationen zur Programmierung eines Data Supplier finden Sie unter Herstellung eines Data Supplier für den CCMS Alert-Monitor.

    Ende des Hinweises
  • CSM (MTE-Klasse CCMSSelfMoniCSM)

    Wenn beim Füllen oder Aktualisieren des CCMS-System-Component-Repository (SCM) oder beim Abgleich eines System-Repository mit einem zentralen Repository ein Fehler auftritt, wird die dazugehörige Meldung der Protokolldatei hier aufgelistet.

    Da derartige Fehler meist nur von vorübergehender Natur sind, sollten Sie zunächst die fehlgeschlagene Operation wiederholen. Tritt dabei erneut ein Fehler auf, wenden Sie sich an die SAP-Hotline.

  • Space (MTE-Klasse CCMSSelfMoniSpace, siehe auch SAP-Hinweis 414029)

    Dieses MTE enthält Attribute zum verbliebenen Platz im Monitorsegment Shared Memory.

    Achtung Achtung

    Falls das Monitorsegment voll läuft, ist die Funktion der CCMS-Monitoring-Infrastruktur erheblich beeinträchtigt. Sie sollten also Platzprobleme sofort beseitigen. Hierfür haben Sie vor allem zwei Möglichkeiten.

    • Sie können das Monitorsegment vergrößern. Erhöhen Sie hierfür den Profilparameter alert/MONI_SEGM_SIZE (siehe Gemeinsamen Speicherbereich erweitern).

    • Falls Ihr zentrales Monitoring-System aus mehreren Instanzen besteht, sorgen Sie als kurzfristige unterstützende Maßnahme dafür, dass die Monitorkontexte gleichmäßig über die verschiedenen Instanzen verteilt sind. Dies können Sie erreichen, indem Sie systemweite Kontexte auf bestimmte Monitorsegmente fixieren (siehe Überwachung von Kontexten in der Topologieanzeige). Ohne diese Fixierung werden systemweite Kontexte meist auf der Zentralinstanz angelegt.

    Ende der Warnung.

    Im Einzelnen enthält dieser Teilbaum die folgenden Attribute:

    • Messages (MTE-Klasse CCMSSelfMoniSpaceMessages) gibt Meldungen der Methoden aus, die diesen MTEs zugeordnet sind. Falls Alerts automatisch erledigt wurden, sehen Sie hier eine entsprechende Meldung.

    • FreeAlertSlots (MTE-Klasse CCMSSelfMoni-FreeAlertSlots) gibt an, wie viel Prozent des Speicherplatzes noch zur Verfügung stehen.

    • AlertFrequency (MTE-Klasse CCMSSelfMoni-AlertsFrequency) gibt die Anzahl von Alerts pro Minute an.

    Falls der Speicherplatz im Monitorsegment nicht ausreicht, müssen Sie den gemeinsamen Speicherbereich erweitern oder Alerts erledigen. Letzteres können Sie auch automatisch von der Monitoring-Architektur durchführen lassen (siehe unter Alerts automatisch erledigen).

    Hinweis Hinweis

    Allen drei MTEs ist eine Analysemethode unterlegt, durch die Sie eine genaue Aufschlüsselung des verbliebenen Speicherplatzes nach Alerts sowie MTEs und Attribute der verschiedenen Kategorien erhalten.

    Ende des Hinweises
  • DialogFocus (MTE-Klasse DialogFocusSelfMoniClass)

    Das Performance-Attribut CountOfReferences gibt die Anzahl der definierten Referenzen für die mandanten- und transaktionsspezifische Überwachung an. Es gibt also an, wieviele Mandanten und Transaktionen Sie gesondert überwachen lassen. Diese Art der Überwachung ist besonders für die Kontrolle von Service Level Agreements (SLA) sinnvoll. Verwenden Sie dazu den Monitor Transaction-Specific Dialog Monitor.

  • Runtime (MTE-Klasse CCMSSelfMoniRuntime)

    Dieses MTE gibt Probleme in den unteren Schichten der Monitoring-Architektur aus. Im Protokollattribut RFC-Problems (MTE-Klasse CCMSSelfMoniRFC-Problems) werden Fehler bei der Datenübertragung mit RFC ausgegeben.

Aktivitäten

Um den Monitor zu starten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Starten Sie den Alert-Monitor über Transaktion RZ20, oder wählen Sie   CCMS   Steuerung/Monitoring   Alert-Monitor  .

  2. Expandieren sie im Bild CCMS-Monitorsammlungen die Sammlung SAP CCMS Technical Expert Monitors.

  3. Starten Sie in der Monitorliste den Monitor CCMS Selfmonitoring mit Doppelklick.