Gemeinsamen Speicherbereich erweitern
Die Anzahl der Monitorbaumelemente (Monitoring Tree Elements = MTEs) im Alert-Monitor und daraus folgend die Anzahl der Alerts kann möglicherweise so groß sein, daß das Monitorsegment des gemeinsamen Speichers (Shared Memory) dafür nicht ausreicht. Dies ist vor allem dann der Fall, falls mangels korrekter Einstellungen für die Schwellenwerte der MTEs zu viele Alerts generiert werden oder zu selten die Funktion Alerts erledigen durchgeführt wird.
Um zu prüfen, ob noch genügend Platz im Monitorsegment des Shared Memory vorhanden ist, starten Sie den Monitor CCMS Selfmonitoring der Monitorsammlung SAP CCMS Technical Expert Monitors. Prüfen Sie für jeden Anwendungsserver den Teilbaum Space. Markieren Sie hierfür eines der Attribute des Teilbaums Space und wählen Sie dann Analysemethode starten.

Den drei im Teilbaum Space verfügbaren Attributen Messages, FreeAlertSlots und AlertsFrequency ist dieselbe Analysemethode zugeordnet.
Das System blendet ein Dialogfenster ein, in dem die Auslastung im Monitorsegment gezeigt wird. Ist der verfügbare Platz für die verschiedenen Bereiche zu klein, kann das Monitorsegment zu klein sein. In diesem Fall müssen Sie den gemeinsamen Speicherbereich für einen oder mehrere Anwendungsserver vergrößern, damit der Platz für alle MTEs, Attribute und Alerts im Baum ausreicht.
Je nachdem, ob das Platzproblem die Alerts oder die MTEs/Attribute betrifft, gehen Sie nach den unterschiedlichen Vorgehensweisen vor:
· Report RSAL_KEEPALTYPE_MODIFY
Die günstigste Einstellung für das Speichern von Alerts ist die, bei der pro MTE nicht beliebig viele, sondern nur die jüngsten Alerts gespeichert werden. Es wäre extrem mühsam, diese Einstellung für alle MTEs von Hand zu ändern. Um bei allen MTEs eines Systems die Einstellung auf diesen Wert zu setzen, starten Sie den Report RSAL_KEEPALTYPE_MODIFY.

Führen Sie den Report einmal in jedem betroffenen System aus und wiederholen Sie dieses Vorgehen nach jedem Upgrade des Systems.
· Automatische Erledigung der Alerts einstellen
Sie können Mit Hilfe der Methode CCMS_Segment_Space_Collect eine automatische Erledigung aktiver Alerts einstellen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
...
1. Wählen Sie CCMS → Konfiguration → Alert-Monitor, oder rufen Sie die Transaktion RZ21 auf.
2. Wählen Sie im Gruppenrahmen Methoden das Auswahlfeld Methodendefinition und dann die Drucktaste Übersicht anzeigen.
3. Sie gelangen auf eine Übersicht der Methodendefinitionen. Wählen sie die Methode CCMS_Segment_Space_Collect mit Doppelklick.
4. Sie gelangen auf das Bild Monitoring: Methoden. Wählen Sie die Registerkarte Parameter.
5. Falls das System Alerts nach einer bestimmten Anzahl von Tagen automatisch erledigen soll, geben Sie für den Parameter CMPL_ALERT_AFTER_DAY den entsprechenden Wert ein. Der Standardwert ist 31. Nicht erledigte Alerts werden also nach etwa einem Monat in die Alert-Datenbank gesichert, um im begrenzten Shared Memory Platz für neue aktive Alerts zu schaffen.
6. Falls das System Alerts automatisch dann erledigen soll, wenn der Platz im Shared Memory einen Schwellenwert unterschreitet, geben Sie für den Parameter CMPL_ALERT_IF_QUOTA den Wert X ein. Als Schwellenwert wird der Wert verwendet, bei dem das MTE FreeAlertSlots die Farbe von Grün auf Gelb wechselt, und es werden so viele Alerts erledigt, bis die Anzahl wieder über dem Wert liegt, bei dem die Farbe von Gelb nach Grün wechselt.

Um die genannten Werte einzusehen oder zu ändern, wählen Sie im Eingangsbild der Transaktion RZ21 im Gruppenrahmen Eigenschaften den Auswahlknopf Attributgruppen zugeordnete Eigenschaften und dann die Drucktaste Übersicht anzeigen. Wählen Sie im Bild Übersicht der Attributgruppen die Gruppe CCMSSelfMoni-FreeAlertSlots mit Doppelklick. Sie sehen die Werte im Gruppenrahmen Schwellenwerte.
Sie setzen die Größe des Monitorsegments im Shared Memory durch den Profilparameter alert/MONI_SEGM_SIZE. Der Standardwert ist abhängig von SAP-Release, für Release 6.20 ist der Wert 16.000.000 Byte. Erhöhen Sie den Wert nur in ganzzahligen Vielfachen von 2.000.000 Bytes. Achten Sie darauf, daß auf dem Anwendungsserver genügend Hauptspeicher und Speicherauslagerungsbereich vorhanden ist.

Sie sollten die Größe des gemeinsamen Speicherbereichs nicht in Produktivsystemen ändern. Vergrößern Sie den gemeinsamen Speicherbereich möglichst nur im zentralen Überwachungssystem. Achten Sie außerdem darauf, daß Sie den Speicherbereich so wenig wie möglich vergrößern.
SAP-Hinweis 135503
SAP-Hinweis 414029