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ObjektdokumentationDBM-Auftrag

 

Oberbegriff für Aufträge aller Auftragsarten in Dealer Business Management (DBM), wie z. B.

  • Fahrzeugauftrag

  • Serviceauftrag

  • Teileauftrag

 

Sie verwenden dieses Business-Objekt in der Auftragsbearbeitung zur Dokumentation von Services und Aktivitäten.

Beim Anlegen eines DBM-Auftrags bestimmen Sie die Auftragsart und die Organisationseinheit und legen fest, wie das System die Daten verarbeitet. Das System prüft, ob die Kombination aus Auftragsart und Vertriebsbereich zulässig ist. Wenn nicht, wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Zuerst müssen Sie im Customizing für Dealer Business Management unter Anfang des Navigationspfads Auftrag Navigationsschritt Auftragsart Navigationsschritt Auftragsarten zu Vertriebsbereich zuordnen Ende des Navigationspfads die zulässigen Auftragsarten für jeden Vertriebsbereich zuordnen. In der Transaktion Auftrag anlegen (/DBM/ORDER01) bestimmt das System den gültigen Vertriebsbereich für die ausgewählte Auftragsart, wenn Sie die Drucktaste Gültiger Vertriebsbereich wählen.

Über folgende Funktionsbausteine können Sie den DBM-Auftrag anpassen und zugehörige Funktionen nutzen:

  • /DBM/ORD_RFC_ADDITEM – legt eine Position im DBM-Auftrag an

  • /DBM/ORD_RFC_ADDJOB – legt einen Job im DBM-Auftrag an

  • /DBM/ORD_RFC_CREATE – legt einen DBM-Auftrag an

  • /DBM/ORD_RFC_EXISTS – prüft Existenz eines DBM-Auftrags

  • /DBM/ORD_RFC_GETDETAIL - ruft alle Daten zum DBM-Auftrag auf

  • /DBM/ORD_RFC_GETLIST – selektiert eine Liste von DBM-Aufträgen

Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Dealer Business Management (DBM) unter Anfang des Navigationspfads RFC-Schnittstellen Navigationsschritt Funktionsbausteine Navigationsschritt RFC DBM-Auftrag Ende des Navigationspfads.

Struktur

Der DBM-Auftrag besteht aus Registerkarten, auf denen Sie Subscreens anzeigen oder ausblenden können. Im Folgenden werden die Daten auf den Registerkarten und Subscreens so beschrieben, wie sie im Standardsystem angezeigt werden. Sie können die Anzeige der Registerkarten und Subscreens im Customizing anpassen und je nach Auftragsart die relevanten Registerkarten ein- oder ausblenden.

Hinweis Hinweis

Sie können im Customizing für Dealer Business Management (DBM) unter Anfang des Navigationspfads Auftrag Navigationsschritt Business Add-Ins Navigationsschritt BAdI: Erweiterung für Auftragsvorgang Ende des Navigationspfads die Ablauflogik der Bilder für die Auftragstransaktion bestimmen und Ihre eigenen Subscreens mit BAdI: Erweiterung Auftragsvorgang: Kunden-Subscreens einbinden.

Ende des Hinweises

Hinweis Hinweis

Zusätzlich können Sie eigene Auftragsarten mit kundenspezifischen Layouts und Subscreens anlegen. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 1363784Auf SAP-Site veröffentlichte Informationen und im darin verlinkten Cookbook.

Ende des Hinweises
Registerkarte Kopf

Im Auftragskopf zeigt das System die folgenden beispielhaften Subscreens entsprechend der Auftragsart an:

  • Der Subscreen Auftragsdaten umfasst die folgenden Informationen:

    • Auftragsart

    • Organisationsdaten

    • Kundendaten

    • Preiskonditionen auf Kopfebene

    • Infos zum Fahrzeug wie Zählerstand und Kennzeichen (bei Service- und Fahrzeugauftrag)

    In diesem Subscreen können Sie die Kopf- und Fußzeilentexte sowie die Preiskonditionsübersicht für den Auftragskopf aufrufen und bearbeiten. Sie können außerdem die externe Bestellnummer erfassen.

  • Im Subscreen Partner können Sie Partnerrollen anlegen und anzeigen. Weitere Informationen finden Sie in der Komponente Partnerfindung im Vertrieb (SD-BF-PD).

  • Im Subscreen Fahrzeug des DBM-Auftrags werden wichtige Fahrzeugdaten wie z. B. die Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN), das Zulassungsdatum sowie die Wartungs- und Serviceintervalle angezeigt. Sie können von hier über die Drucktaste Fahrzeug anzeigen direkt in die Anzeige des Fahrzeugstammes verzweigen.

  • Der Subscreen Garantiestammdaten gibt in Aufträgen zum Fahrzeug alle im Fahrzeugstammsatz hinterlegten Fahrzeuggarantien an. In einem Garantieauftrag wird außerdem der Garantietyp des Auftrags angezeigt.

  • Der Subscreen Rückruf zeigt alle Garantieanträge mit Bezug auf einen Rückruf an, die zum Fahrzeug aus dem Auftrag gehören.

  • Der Subscreen Einlagerungsgüter zeigt alle Einlagerungsgüter an, die zum Fahrzeug aus dem Auftrag gehören. Wenn keine Einlagerungsgüter vorhanden sind, ist die Liste leer. Sie können vorwärts navigieren, um zum Manager für Einlagerungsgüter zu verzweigen, indem Sie die Drucktaste für die Details der Einlagerungsgüter wählen.

Registerkarte Job

Auf der Registerkarte Job listet das System alle Jobs mit den zugeordneten Auftragspositionen und alle offenen (nicht zugeordneten) Auftragspositionen auf. Sie können Festpreise für Jobs vergeben und Druckeinstellungen auf der Ebene von Jobs erfassen. Mit Drag&Drop können Sie Auftragspositionen Jobs zuordnen oder umsortieren.

Sie können die folgenden Kennzeichen für den Job setzen:

  • Job drucken

  • Jobdruck bei 0%

  • Job aktualisieren

  • Job/Aufg. synchr.

    Das System zeigt dieses Kennzeichen nur an, wenn der Task Manager aktiv ist. Wenn dieses Kennzeichen gesetzt ist, generiert das System automatisch für jeden neuen Job eine Aufgabe; Änderungen der Jobbeschreibung werden in die Aufgabe kopiert. Dieses Kennzeichen kann nur gesetzt werden, wenn der Job eine einzige Aufgabe umfasst. Andernfalls müssten mehrere Aufgaben geändert werden, wenn die Jobbeschreibung aktualisiert wird.

Weitere Informationen finden Sie unter Jobverwaltung.

Registerkarte Position

Sie wählen einen der im Customizing hinterlegten Positionsarten, z. B. Arbeitswert oder Teil. Über das Feld Schlüssel können Sie die Auftragsposition auswählen und in die Positionsliste übernehmen. Abhängig vom Berechtigungsobjekt und der Berechtigungsprüfung können Sie eine Bestellanforderung anlegen, ändern, anzeigen oder löschen, die sich auf eine der beiden folgenden Positionen bezieht:

  • eine Teileposition (Positionstyp P002) aus dem DBM-Teile- oder Serviceauftrag

  • eine Fremdleistungsposition mit Beschaffungsauftrag/Bestellung (Positionstyp P010) aus dem DBM-Serviceauftrag

Zum Anlegen einer Bestellanforderung wählen Sie im Auftrag die Option Beschaffung. Das System führt das Ereignis PROCUREMENT aus.

Verwenden Sie das BAdI /DBM/BADI_PREQ (BAdI für Erweiterungen der Bestellanforderung), wenn Sie weitere Daten hinzufügen und die Bestellanforderungsdaten an Ihre Anforderungen anpassen möchten.

Zum Anlegen einer Bestellanforderung müssen Sie im Customizing für Dealer Business Management (DBM) bei folgenden IMG-Aktivitäten die Einstellungen ändern:

  • Anfang des Navigationspfads Auftrag Navigationsschritt UI-Steuerung Navigationsschritt Auftragslayout Navigationsschritt Subscreen Navigationsschritt Subscreen definieren Ende des Navigationspfads

  • Anfang des Navigationspfads Auftrag Navigationsschritt Positionstyp Navigationsschritt Positionstyp für Auftrag definieren Ende des Navigationspfads

  • Anfang des Navigationspfads Auftrag Navigationsschritt Auftragssteuerung Navigationsschritt Aktion definieren Ende des Navigationspfads

  • Anfang des Navigationspfads Auftrag Navigationsschritt Auftragssteuerung Navigationsschritt Ereignisse definieren Ende des Navigationspfads

  • Anfang des Navigationspfads Auftrag Navigationsschritt Auftragssteuerung Navigationsschritt Aktionsfindung Ende des Navigationspfads

Registerkarte Teile

Diese Registerkarte enthält einen Subscreen Positionsdetails und einen Subscreen Beschaffung mit einer Positionsliste - Schnellerfassung. Weitere Informationen finden Sie unter Beschaffung.

Sie können Bestandsinformationen zu den Teilepositionen aufrufen, wie z. B. Lagerbestand und Verfügbarkeit. Sie können folgende Bestandsinformationen anzeigen:

  • Aktuelles Werk

  • Lokales Werk

  • Alle Werke

  • Externes System

Zu der werksübergreifenden Bestandsabfrage findet eine Berechtigungsprüfung statt. Um Bestand in anderen Werken anzeigen zu können, nehmen Sie die entsprechenden Einstellungen im Customizing für Dealer Business Management (DBM) unter Anfang des Navigationspfads Teil Navigationsschritt Bestandsinformation Navigationsschritt Suchschlüssel für Bestandsabfrage definieren und Navigationsschritt Suchschlüssel und nächst gelegene Werke zuordnen Ende des Navigationspfads vor.

Wenn Sie im Customizing für Dealer Business Management (DBM) unter Anfang des Navigationspfads Teil Navigationsschritt Bestandsinformation Navigationsschritt Business Add-Ins (BAdIs) Ende des Navigationspfads das BAdI Bestandsinformation aus externem System implementiert haben, können Sie die Bestandsverfügbarkeit systemübergreifend anzeigen.

Auf der Registerkarte Teile im Teilbild Positionsliste - Schnellerfassung können Sie die Bestellart einzelner Positionen ändern. Wenn Sie die Drucktaste Massenänderung wählen, können Sie die Bestellart für mehrere Positionen gleichzeitig ändern.

Registerkarte Split

Sie können Details und eine Übersicht zum Auftragssplit anzeigen und weitere Splits ausführen.

Wenn der Job prozentual gesplittet wurde, können Sie eine Position aus einem gesplitteten Job in einen anderen Job übernehmen. Wenn der Jobsplit über einen festen Betrag stattgefunden hat, können Sie die Position erst einem anderen Job zuordnen, nachdem Sie die Splits gelöscht haben.

Registerkarte Garantie

Sie finden auf dieser Registerkarte die Details zum Garantieantrag und den zugehörigen Auftragspositionen. Sie können aus dem DBM-Auftrag Garantieanträge generieren und den Status der Garantieantragsverarbeitung (LO-WTY) überwachen.

Registerkarte Terminvereinbarung

Sie finden auf dieser Registerkarte eine Übersicht über den im Wizard definierten Termin (siehe Wizard) mit den folgenden Daten:

  • Abgabetermin

  • Abholtermin

  • Ersatzfahrzeug benötigt

  • Kunde wartet

  • Werkstatt beginnt (Datum und Uhrzeit)

  • Werkstatt fertig (Datum und Uhrzeit)

  • Berater bei Abgabe oder beim Abholen benötigt

Registerkarte Positionenschnellerfassung

Auf dieser Registerkarte können Sie in Service- und Teileaufträgen dem Auftrag jeweils mehrere Positionen auf einmal hinzufügen.

Registerkarte Soll/Istvergleich

Sie können prüfen, ob die erfasste Istzeit von der Sollarbeitszeit für den Auftrag abweicht. Weitere Informationen finden Sie unter Soll/Istvergleich im DBM-Auftrag.

Registerkarte Aufgabe

Sie können eine Übersicht und Details zu der Aufgabe anzeigen. Andernfalls als Task Manager bekannt, existiert diese Sicht parallel zu der Jobsicht des Auftrags. Während Jobs eine externe Kundensicht des Auftrags bieten, stellen Aufgaben eine interne Sicht des Auftrags dar.

Wenn ein Kunde anruft oder ein Fahrzeug zur Wartung oder Reparatur bringt, erfassen Serviceberater gewöhnlich die Jobs, die ausgeführt werden müssen, sowie die Positionen, die zugewiesen werden können. Kunden möchten diese Jobs dann auf der Rechnung aufgelistet sehen, damit sie prüfen können, ob die Arbeiten wie vereinbart ausgeführt wurden.

Intern kann der Task Manager hilfreicher sein, da unterschiedliche Werkstattabteilungen und Ressourcen an den verschiedenen Aufgaben desselben Jobs beteiligt sein können. Das folgende Beispielszenario beschreibt eine Situation, in der es ratsam ist, die auszuführende Arbeit in der Task-Manager-Sicht zuzuordnen.

Hinweis Hinweis

Reparatur eines Unfallschadens:

Ein Kunde bringt ein beschädigtes Fahrzeug in die Werkstatt und möchte den Schaden reparieren lassen. Da außerdem eine Inspektion fällig ist, soll diese gleichzeitig ausgeführt werden.

Der Serviceberater erfasst zwei Jobs, „Unfallschaden reparieren“ und „Inspektion“.

Der Kunde möchte diese beiden Jobs in Form von Positionen auf der Rechnung sehen.

Die Werkstatt, in der diese Arbeiten ausgeführt werden, ist sehr groß und hat mehrere Abteilungen: eine Abteilung für Karosseriereparaturen, eine Abteilung für die Wartung der Elektrik und eine Abteilung für Lackarbeiten. Die Abteilung für Karosseriereparaturen übernimmt auch allgemeine Wartungs- und Reparaturarbeiten.

In diesem Fall wären Einträge auf Jobebene nicht hilfreich, da die auszuführenden Arbeiten nicht korrekt zugeordnet werden könnten; daher würde man hier den Task Manager verwenden.

Ende des Hinweises

Der Task Manager ermöglicht die interne Zuordnung eines Auftrags so, wie es in diesem speziellen Unternehmen erforderlich ist. Das bedeutet, dass Aufgaben wie das Ausklopfen der Beulen und der Austausch beschädigter Karosserieteile der Abteilung für Karosseriereparaturen zugeordnet werden können, während Schäden in der Elektrik und das Entfernen der Lackschäden von den zuständigen Abteilungen übernommen werden können.

Da die Abteilung für Karosseriereparaturen auch allgemeine Aufgaben, wie z. B. die vom Kunden gewünschte Inspektion, übernimmt, können Sie die Positionen dieses Jobs der Aufgabe zuweisen, die von der Abteilung für Karosseriereparaturen übernommen wird.

Wenn die Aufgabe die aktuelle Kapazität übersteigt, können Sie Aufgabeneinteilungen verwenden, um eine umfangreiche Aufgabe in mehrere kleinere Aufgaben/Aufgabeneinteilungen mit unterschiedlichen Startdaten und -zeiten, jedoch in derselben Abteilung, zu untergliedern

Weitere Informationen finden Sie unter Aufgabenverwaltung.

Integration

  • Der Order Engine Simulator ist ein Werkzeug im DBM-Auftrag, mit dem Ereignisse simuliert werden können. Dieses Werkzeug liefert Details zu den Gründen, warum ein Ereignis stattfinden kann oder nicht, indem es Informationen zu den Statusprüfungen bereitstellt, die für den aktuellen Status des Auftrags erfolgreich bzw. nicht erfolgreich waren.

    Um den Order Engine Simulator aufzurufen, öffnen Sie einen DBM-Auftrag und wählen Sie Anfang des Navigationspfads Auftrag Navigationsschritt Order Analyzer (Expert) Ende des Navigationspfads.

  • Im DBM-Auftrag können Sie über Springen zu folgenden Funktionen verzweigen:

    • Änderungsbeleg

      Sie können Änderungen des DBM-Auftrags anzeigen. Das System zeigt eine Liste der Änderungsbelege an.

    • Aktionsprotokoll

      Sie gelangen zur Liste der Meldungen und ihrer Details aus dem DBM-Anwendungsprotokoll, die für diesen Auftrag erzeugt worden sind (z. B. Fehlermeldungen bei Aktionsausführung).

    • Statusübersicht

      Sie erhalten eine Übersicht der Status der einzelnen Prozessschritte.

    • Belegfluss

      Sie können den Belegfluss zum DBM-Auftrag anzeigen. Das System listet alle Belege zum Auftrag, und Sie können direkt in den jeweiligen Beleg verzweigen.

    • Kostenanalyse

      Sie sehen den Bericht zu den Kostenarten des DBM Auftrags.

  • Im Standard können Sie bei Service-, Kunden-, und Teileaufträgen aus dem DBM-Auftrag heraus vor der eigentlichen Rechnung eine Pro-forma-Rechnung anlegen. Der Belegfluss wird aktualisiert. Mögliche Gründe für eine solche Pro-forma-Rechnung können folgende sein:

    • Vor dem Anlegen der eigentlichen Rechnung möchten Sie dem Kunden eine Vorabrechnung mit dem zu zahlenden Betrag zur Verfügung stellen.

    • In einigen Fällen wird in DBM kein echter Fakturabeleg angelegt, z. B. wenn der Fahrzeugverkauf vom Fahrzeughersteller oder Importeur direkt an den Kunden stattfindet und der Händler als Verkaufsagentur agiert.

    Damit Sie Pro-forma-Rechnungen anlegen können, haben Sie im Customizing für Dealer Business Management (DBM) unter Anfang des Navigationspfads Auftrag Navigationsschritt Auftragsart Navigationsschritt Auftragsart definieren Ende des Navigationspfads im Feld Pro-Forma-Faktura die Fakturierungsart festgelegt, die Sie für diese Rechnungen verwenden möchten.

  • Sie können Ihre eigene Geschäftslogik implementieren, um Reservierungen anzulegen, zu ändern und zu löschen. Sie können die Reservierung mit neuen Feldern erweitern, diese füllen und darauf basierend eine Geschäftslogik implementieren. Vor dem Anlegen von Reservierungen können Sie auch weitere Prüfungen implementieren. Wenn Sie den DBM-Auftrag sichern, werden die Reservierungsbelege automatisch aktualisiert.