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ObjektdokumentationFahrzeug

 

Ein Objekt im SAP-System, das ein einzelnes Fahrzeug darstellt. Ein DBM-Fahrzeug besteht technisch aus dem Objekt VMS-Fahrzeug und dem individuellen Objekt.

In Dealer Business Management (DBM) kann das Fahrzeug entweder unverkauft und ohne Kundenzuordnung im Bestand des Händlers vorliegen oder einem Geschäftspartner oder Kunden zugeordnet sein.

Weitere Informationen über das VMS-Fahrzeug finden Sie in der Komponente Vehicle Management System (IS-A-VMS) unter Fahrzeug. Weitere Informationen über individuelle Objekte finden Sie in der Komponente SAP Customer Relationship Management (CRM) unter Individuelle Objekte.

 

Sie hinterlegen dieses Objekt mit seinen Daten im Fahrzeugstamm und verwenden es für die Abwicklung von Geschäftsprozessen im Service- und Garantiebereich sowie beim Fahrzeugverkauf. Zur Unterstützung können Sie die Fahrzeugsuche verwenden.

Sie können Aktionen für ein Fahrzeug ausführen, wie z. B. Fahrzeug ändern und Wareneingang anlegen. Das System zeigt immer die Aktionen an, die im gegenwärtigen Status des Fahrzeugs möglich sind. Weitere Informationen zu den Fahrzeugaktionen, die in DBM ausgeführt werden können, finden Sie unter Details zu den Fahrzeugaktionen.

Hinweis Hinweis

Sie können über verschiedene Funktionsbausteine die DBM-Fahrzeuge anpassen und Funktionen zu den DBM-Fahrzeugen nutzen. Weitere Informationen über die Funktionsbausteine finden Sie im Customizing für Dealer Business Management (DBM) unter Anfang des Navigationspfads RFC-Schnittstellen Navigationsschritt Funktionsbausteine Navigationsschritt RFC DBM-Fahrzeug Ende des Navigationspfads.

Ende des Hinweises

Struktur

Im Customizing für DBM können Sie unter Anfang des Navigationspfads Fahrzeug Navigationsschritt Fahrzeugstamm Navigationsschritt Navigation im Fahrzeugstamm (SAP GUI) Ende des Navigationspfads festlegen, welche der folgenden Daten für das Objekt Fahrzeug angezeigt werden:

Datenübersicht

Hier können Sie alle wichtigen Fahrzeugdaten zusammengefasst anzeigen.

Wenn Sie den Kilometerstand für das Fahrzeug im Fahrzeugauftrag erfassen, aktualisiert das System automatisch die Daten im entsprechenden Fahrzeugstammsatz.

SAP-interne technische Daten

Hier werden die dem DBM-Fahrzeug zugrunde liegenden technischen Daten zum VMS-Fahrzeug, individuellen Objekt und Fahrzeugmodell angezeigt.

Diese Daten unterstützen den SAP-Support bei der Fehlersuche.

VMS-Fahrzeughistorie

Hier werden die zum Fahrzeug durchgeführten Aktionen mit Datum, Zeit, Primärstatus und Sekundärstatus dokumentiert. Die Fahrzeughistorie macht ersichtlich, welcher Benutzer zu welchem Zeitpunkt welche Aktion durchgeführt hat und welcher Statuswechsel dadurch entstanden ist. Sie können den Beleg anzeigen, der in einer Aktion erzeugt wurde (siehe Aktionssteuerung in der Fahrzeugabwicklung und Ausführung von Fahrzeugaktionen).

VMS Allgemeine Daten

Hier werden wichtige Fahrzeugdaten, z. B. Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN), Verfügbarkeit, Standort und Primär- und Sekundärstatus, angezeigt.

VMS-Qualifier

Sie können beliebige Zusatzdaten hinterlegen, die nicht geprüft werden und keiner bestimmten Logik unterliegen, wie z. B. der Name des Spediteurs.

Weitere Informationen über Zusatzdaten finden Sie im Customizing für Logistics Execution unter Anfang des Navigationspfads Vehicle Management System (IS-A-VMS) Navigationsschritt Erweiterungen Navigationsschritt Zusatzdaten zum Fahrzeug festlegen Ende des Navigationspfads.

Modelldaten

Hier werden wichtige Daten zum Fahrzeugmodell hinterlegt, wie z. B. der Verkaufscode und der Servicecode. Das System übernimmt die Modelldaten aus dem Fahrzeugmodell. Diese Daten können für das Fahrzeug geändert werden.

Fahrzeugdaten

Sie können weitere, hauptsächlich für den Service wichtige, Fahrzeugdaten eintragen, wie z. B. Arbeitswert-Haupttyp und Preisgruppe. Das System übernimmt für einen Fahrzeug- oder Serviceauftrag die Preisgruppe aus den Fahrzeugdaten.

Partner

Sie können den Kunden entsprechende Partnerfunktionen zuordnen. Wenn Sie dem Fahrzeug einen Kunden zuordnen, ordnet das System diesen als Auftraggeber zu. Weitere Partnerfunktionen ordnet das System mittels der Standardpartnerfindung zu, die durch die Aktion Kunde zuordnen angestoßen wird. Sie können Partner auch manuell hinzufügen oder entfernen.

Wenn Sie einen Auftrag zum Fahrzeug anlegen, übernimmt das System die im Fahrzeug hinterlegten Partnerdaten als Vorschlagswerte in den Auftrag.

Die Partnerfunktionen Halter und Fahrer sind für das Fahrzeug relevant. Die Fahrerdaten sind erforderlich, wenn der Fahrzeugkunde nicht auch der Fahrer ist. Diese Funktion ist beispielsweise für Flottenkunden nützlich. Das System bestimmt die Halterinformationen basierend auf dem Fakturabeleg. Der Halter ist der rechtliche Halter des Fahrzeugs.

Zulassung

Hier können Sie Daten zur Zulassung, wie z. B. Art und Datum; hinterlegen. Kilometerstand und Halter werden automatisch aktualisiert.

Wenn Sie einen Auftrag zum Fahrzeug anlegen, übernimmt das System das Kfz-Kennzeichen und den Kilometerstand des aktuellen Eintrags in den Auftragskopf. Den Kilometerstand können Sie im Auftrag überschreiben.

Garantie

Sie können Garantiebedingungen zum Fahrzeug definieren. Wenn Sie ein Fahrzeug anlegen, übernimmt das System abhängig von Land, Sparte und Fahrzeugmodell die gültigen Garantiebedingungen, die Sie anschließend ändern können. Das System zeigt die Garantiedaten im Auftrag für das Fahrzeug an.

Optionen

Sie können dem Fahrzeug Ausstattung zuordnen, die Sie in Ausstattungsklassen und Ausstattungskategorien zusammenfassen können.

Die Serienausstattung kopiert das System aus dem Fahrzeugmodell. Weitere Ausstattungsklassen fügen Sie im Fahrzeugstammsatz hinzu. Dazu können Sie auf die Eingabehilfe zurückgreifen, die aus den Vorgaben am Fahrzeugmodell stammt, oder andere Ausstattungsschlüssel eingeben.

Wenn Sie ein Fahrzeugangebot oder einen Fahrzeugauftrag anlegen, übernimmt das System das Fahrzeug und die Ausstattungen mit Preisen als Positionen in den Auftrag.

Schlüssel

Sie können weitere Schlüssel zum Fahrzeug hinterlegen, z. B. den Radiocode, die Nummer des Fahrzeugbriefs und die Nummer des Fahrzeugschlüssels.

Die Schlüsselarten definieren Sie im Customizing für DBM unter Anfang des Navigationspfads Fahrzeug Navigationsschritt Allgemeine Daten Navigationsschritt Schlüsselart definieren Ende des Navigationspfads.

Geplante Wartungsintervalle

Sie können Wartungs- und Serviceintervalle hinterlegen, z. B. für Hauptuntersuchung, Abgasuntersuchung und Inspektionen.

Das System zeigt diese Daten im Auftrag für das Fahrzeug an. Wenn Sie im Auftrag zum Fahrzeug die Wartungs- und Serviceintervalle eingeben oder ändern, aktualisiert das System in der Standardauslieferung automatisch die Daten im zugehörigen Fahrzeugstammsatz.

Die Servicearten definieren Sie im Customizing für DBM unter Anfang des Navigationspfads Fahrzeug Navigationsschritt Allgemeine Daten Navigationsschritt Serviceart definieren Ende des Navigationspfads.

Rückrufe

Der Rückruf enthält Informationen über den technischen Fehler und seine Behebung (z. B. welche Schritte der Mechaniker ausführen muss, welche Teile benötigt werden, Reparaturanweisungen etc.).

Texte

Beschreibende Texte, die Belegen zugeordnet und mit diesen ausgedruckt werden können.

Fahrzeugänderungsbeleg

Es steht eine Standardfunktion zur Verfügung, mit der die Änderungen der Fahrzeugtabellen verfolgt werden können, beispielsweise, wer den Wert zu welchem Zeitpunkt in der Tabelle geändert hat und wie der vorherige Wert lautete. Darüber hinaus stehen VMS-Änderungsbelegfunktionen für die Tabellen VLCVEHICLE (VELO: Fahrzeug) und VLCADDDATA (VELO: Kennzeichnungsdaten für Fahrzeug) zur Verfügung, die mit den Historiendaten für das individuelle Objekt kombiniert werden.

Fahrzeugpreise

Hier können Sie die geschätzten und angestrebten Einkaufs- und Verkaufspreise eingeben.

Einlagerungsgüter

Repräsentiert Teile im Lager, z. B. Sommer- und Winterreifen.

Serviceverträge

Hier werden alle Serviceverträge und -positionen, die einem Fahrzeug zugeordnet sind, angezeigt. Sie können auch direkt in die Serviceverträge zu diesem Fahrzeug verzweigen (siehe Anzeigen der Serviceverträge im Fahrzeug).

Zurückgestellte Arbeit

Hier werden alle Aufträge mit Auftragsart Service Zurückgestellte Arbeit (2201), die zu einem Fahrzeug existieren, angezeigt (siehe Auftragsabwicklung für zusätzliche und zurückgestellte Arbeiten). Sie können auch direkt in die einzelnen Aufträge verzweigen.

Übersicht zusätzlicher Kosten

Hier zeigt das System die Details zu den zusätzlichen Kosten an, die dem Fahrzeug zugeordnet sind (siehe Zusätzliche Kosten für Fahrzeuge).

Servicehistorie

Hier wird die Servicehistorie des Fahrzeugs angezeigt. Sie können von der Servicehistorie zu den einzelnen Serviceaufträgen verzweigen (siehe Servicehistorie des Fahrzeugs).

VMS-Konfiguration

Diese Sicht können Sie nur anzeigen, wenn Sie sie bei der VMS/DBM-Integration aktiviert haben. In diesem Fall wird die Materialkonfiguration des VMS-Fahrzeugs angezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter VMS-Fahrzeug für DBM aktivieren.

Finanzierung/Leasing

Hier können Sie Finanzierungs- und Leasingdaten erfassen und aktualisieren. Zuerst müssen Sie die entsprechenden Einstellungen im Customizing für Dealer Business Management unter Anfang des Navigationspfads Fahrzeug Navigationsschritt Allgemeine Daten Navigationsschritt Finanzierung und Leasing definieren Ende des Navigationspfads vornehmen.

Kondition

Hier können Sie Daten festlegen, die den Zustand des Fahrzeugs beschreiben, z. B. dass die Farbe So gut wie neu oder In schlechtem Zustand ist.

Außerdem können Sie den aktuellen Schadensbericht des Fahrzeugs anzeigen. Gibt es mehr als einen Schadensbericht, wird der neueste mit Beschreibung und Positionsübersicht angezeigt.

Generische Optionen

Wenn Sie ein Fahrzeug anlegen, werden die generischen Optionen automatisch basierend auf der Standardausstattung bestimmt.

Sie wählen die generischen Optionen, um beispielsweise den Farbtyp oder die Getriebeart für das Fahrzeug festzulegen. Diese Optionen können Sie in der erweiterten Fahrzeugsuche verwenden.

Zuerst müssen Sie jedoch die entsprechenden Einstellungen auf dem Bild SAP Easy Access unter Anfang des Navigationspfads Logistik Navigationsschritt Logistics Execution Navigationsschritt Dealer Business Management Navigationsschritt Stammdaten Navigationsschritt Fahrzeugmodell Navigationsschritt Generische Optionen für Ausstattung bearbeiten Ende des Navigationspfads vornehmen.

Um den Fahrzeugstamm mit zusätzlichen Fahrzeugdaten, d. h. neuen Bildern und neuen Feldern, zu erweitern, können Sie individuelle Objekte nutzen.

Hinweis Hinweis

Im Fahrzeug können Sie über die Drucktaste Belege Belege im Dokumentenverwaltungssystem speichern. Außerdem können Sie Belege anzeigen, die dem Fahrzeug in Vehicle Management System (VMS) hinzugefügt wurden. Im Customizing für Dealer Business Management (DBM) können Sie unter Anfang des Navigationspfads Fahrzeug Navigationsschritt Business Add-Ins (BAdI) Ende des Navigationspfads VMS-Anlagen in DBM mit dem Business Add-In BAdI: VMS-Anlagen in DBM Fahrzeug ändern und filtern (/DBM/BADI_VEHICLE_ATTACHMENTS) ändern und filtern.

Weitere Informationen finden Sie unter VMS-Fahrzeug für DBM aktivieren.

Ende des Hinweises

Die folgenden Business Add-Ins (BAdIs) stehen Ihnen für das Fahrzeug im Customizing für DBM unter Anfang des Navigationspfads Fahrzeug Navigationsschritt Business Add-Ins (BAdIs) Ende des Navigationspfads zur Verfügung:

  • Fahrzeugsuche-UIs steuern

  • Fahrzeugstamm-APIs steuern

  • VMS-Anlagen in DBM Fahrzeug ändern und filtern

  • Fahrzeugauftrag steuern

  • Wartungs- u. Serviceintervalle eines Fahrzeugs steuern

  • Fahrzeugstamm-UIs steuern

  • Fahrzeugmodellstamm-APIs steuern

  • Fahrzeugmodellstamm-UIs steuern

  • UI-Standardwerte des Fahrzeugmodellstamms steuern

  • Lesen von Steuerungswerten steuern

  • Fahrzeugaktionen (VMS) steuern

  • Fahrzeuggarantien steuern

  • Ersatzfahrzeugsuche steuern

  • Abhängigkeitsprüfung für mehrere Fahrzeuge

Integration

Um in der Standardauslieferung ein Fahrzeug anlegen zu können, müssen Sie zunächst ein Fahrzeugmodell anlegen.

Sie können BAdI: Fahrzeugstamm-APIs steuern (BAdI /DBM/VEHICLE_API) verwenden, um beim Anlegen eines neuen Fahrzeugs Standarddaten aus dem Fahrzeugmodellstamm in den Fahrzeugstamm zu übernehmen. Wenn Sie die Standardimplementierung dieses BAdIs nicht verwenden möchten, können Sie eine Kundenimplementierung anlegen.

Sie haben auch die Möglichkeit, ein Fahrzeug ohne Fahrzeugmodell anzulegen. Voraussetzung hierfür ist, dass dazu ein Material im Materialstamm vorhanden ist. Beim Anlegen des Fahrzeugs müssen Sie das Material anstelle des Modells eingeben; oder Sie implementieren Ihre eigene Logik zur Materialfindung im BAdI: Fahrzeugstamm-APIs steuern.

Wenn Sie aus dem Fahrzeugstamm einen Auftrag anlegen, werden die Fahrzeugdaten in diesen Auftrag kopiert. Zu diesem Zweck implementieren Sie BAdI: Fahrzeugauftrag steuern (/DBM/VEHICLE_SALES).