Vorsteuerberichtigung durchführen Mit diesem Prozess berichtigen Sie die Vorsteuer für Objekte, derentatsächliche Verwendung von der geplanten abweicht.
Sie haben Ihrer Rolle das Bereichsmenü REITMENUTC zugeordnet.
Sie können eine Vorsteuerberichtigung nur für Belegpositionen vornehmen, für die auch die Vorsteuer aufgeteilt werden kann. Daher müssen Sie alle Einstellungen im Einführungsleitfaden des Flexiblen Immobilienmanagements für die Vorsteueraufteilung vorgenommen haben.
Außerdem haben Sie dort folgende Einstellungen getroffen:
Sie haben die Optionssatzmethoden definiert
Sie haben festgelegt, über welche Bewegungsarten die Konten für die Vorsteuerberichtigung ermittelt werden
Für die Vorsteuerberichtigung müssen Sie die Einstellungen im Customizing zu den Stammdaten und den buchungsrelevanten Daten vorgenommen haben. Diese Einstellungen treffen Sie im Einführungsleitfaden der Vorsteuerberichtigung. Dazu wählen Sie im Bild
SAP Easy Access
die Transaktion REITCCUST.
Berichtigungsobjekt anlegen (Stammdaten)
Das Berichtigungsobjekt umfasst die folgenden Daten:
Informationen zum Wirtschaftgut für die Berechnung und Buchung der Vorsteuerberichtigung
Informationen, die die Zuordnung von Belegpositionen zu diesem Berichtigungsobjekt steuern
Sie buchen die Belege im FI und ordnen dabei das Berichtigungsobjekt zu oder ordnen dieses nachträglich der Buchung zu.
Optionssatzermittlung für die Vorsteueraufteilung durchführen
Für die Vorsteueraufteilung müssen Sie die Optionssätze für die möglichen Kontierungsobjekte (und für die Berichtigungsobjekte) ermitteln. Dies führen Sie üblicherweise monatlich wie beschrieben im Kapitel der Optionssatzermittlung durch.
Sie teilen die Vorsteuer folgendermaßen auf:
mit dem Optionssatz des Kontierungsobjektes der Buchungszeile oder
mit dem Optionssatz des Berichtigungsobjektes zur Buchungszeile oder
mit dem in der Buchungszeile direkt hinterlegten Optionssatz
Bei Anlagen erfolgt die Vorsteueraufteilung mit dem Optionssatz des Berichtigungsobjekts.
Berichtigungsbasis ermitteln (manuell oder automatisch)
Das System ermittelt automatisch die Berichtigungsbasis als Summe aller zugeordneten Posten.
Für bestimmte Anlagenbewegungen oder andere berichtigungsrelevante Vorgänge, für die keine Vorsteuerbelege vorliegen (z. B. Anlagenabgänge), erfassen Sie die Berichtigungsbasis manuell im Berichtigungsobjekt (Nettokosten - Vorsteuer gesamt - abgezogene Vorsteuer).
Maschinelle Berechnung und Buchung der Berichtigung
Die Optionssätze werden durch den monatlichen Lauf des Optionssatzermittlungsprogramms automatisch berechnet. Wenn Sie ein manuelles Verfahren für die Optionssatzermittlung gewählt haben, dann können Sie den Optionssatz manuell ändern. Wenn Sie den Optionssatz nicht manuell ändern, dann wird dieser aus dem Vormonat automatisch in den Folgemonat übertragen.
Sie führen einen Vorsteuerberichtigungslauf durch.
Dafür verwendet das System folgende Daten:
den Berichtigungszeitraum
die Optionssätze (aus dem Berichtigungsobjekt)
die Berichtigungsbasis (diese enthält die Information über abgezogene Vorsteuer)
Bagatellgrenzen laut Umsatzsteuerdurchführungsverordnung (UStDV)
Aus diesen Daten berechnet das System unter Beachtung der Bagatellgrenzen den Vorsteuerberichtigungsbetrag und bucht die Vorsteuerberichtigung.