Vorsteueraufteilung In der Umsatzsteuervoranmeldung wird periodisch die gebuchte Ausgangssteuer mit der abzugsfähigen Vorsteuer saldiert, und damit der Steuerbetrag ausgewiesen, den ein Unternehmen zu zahlen hat. In manchen Ländern kann nur die bezahlte Ausgangssteuer und/oder bezahlte Vorsteuer angemeldet werden (gestundete Steuer). Da der abzugsfähige Anteil der Vorsteuer zum Zeitpunkt des Buchens der Kosten in der Regel nicht feststeht, wird zunächst der gesamte Vorsteuerbetrag beim Erfassen der Eingangsrechnung gebucht. Dabei kann der Buchhalter eine Zielkontierung festlegen:
Die das Anlagevermögen betreffenden aktivierungspflichtigen Kosten werden auf eine Anlage kontiert.
Auf den Mieter umlagefähige Kosten werden auf Abrechnungseinheiten kontiert.
Nicht umlagefähige und nicht aktivierungspflichtige Kosten können auf die verursachenden Immobilienobjekte kontiert werden.
Andere immobilienbezogene Kosten, die nicht direkt auf dem Immobilienobjekt kontiert sind, werden auf diesen anderen Objekten kontiert. Diese Objekte (Technischer Platz, CO-Aufträge usw.) können mit Immobilienobjekten verknüpft sein. Beispielsweise sind Instandhaltungsaufträge i.d.R. über einem dem Immobilienobjekt zugeordneten Technischen Platz verknüpft. Innenaufträge und Projekte können dem Immobilienobjekt direkt zugeordnet sein.
Für diese Kosten erfolgt die Aufteilung der Vorsteuer in einen abzugsfähigen und nicht abzugsfähigen Anteil unter der Berücksichtigung der wechselnden wirtschaftlichen Verhältnisse (gewerbliche/nicht gewerbliche Mietverhältnisse) der jeweiligen Kontierungsobjekte. Das wird über den Optionssatz gesteuert, der pro Immobilienobjekt/pro Periode ermittelt werden kann ( Optionssatzermittlung ). Abzugsfähige und nicht abzugsfähige Vorsteuer werden auf im Customizing eingestellte Konten gebucht.
Der Buchungskreis, in dem die Vorsteueraufteilung durchgeführt werden soll, muss optieren. Wenn der Buchungskreis nicht optiert, dann wird die Vorsteuer immer als 100 % abzugsfähig gebucht.
Setzen Sie das Kennzeichen
Buchungskreis optiert
im Customizing unter folgendem Pfad:
SAP Customizing Einführungsleitfaden
→
Flexibles Immobilienmanagement (Enterprise
Extension)
→
Grundeinstellungen
→
Grundeinstellungen im Buchungskreis vornehmen.
Legen Sie dort außerdem fest, für welche Objektarten eine Vorsteueraufteilung vorgenommen werden soll. Wenn der Buchungskreis optiert, dann sollten Sie hier alle Objektarten auswählen, die in Beziehung mit Immobilien stehen.

Für nicht optierende Buchungskreise kann der Optionssatz zwar anhand der gewählten Optionssatzmethode ermittelt und gespeichert werden, es kann aber keine Vorsteueraufteilung vorgenommen werden.
Sie haben festgelegt, welchen Objektarten andere Objekte zugeordnet werden dürfen. Wählen Sie dazu im Customizing:
SAP Customizing Einführungsleitfaden
→
Flexibles Immobilienmanagement (Enterprise
Extension)
→
Übergreifende Einstellungen zu Stammdaten und Vertrag
→
Zuordnung von Objekten anderer Komponenten
→
Technische Plätze / Anlagen / Projekte / CO-Aufträge zuordnen.
Im Customizing des Finanzwesens muss das Umsatzsteuerkennzeichen definiert und dieses im Customizing des Flexiblen Immobilienmanagements der entsprechenden Steuerart und Steuergruppe zugeordnet werden. Wählen Sie dafür:
SAP Customizing Einführungsleitfaden
→
Flexibles Immobilienmanagement (Enterprise Extension
)
→
Buchhaltung
→
Integration FI-GL, FI-AR, FI-AP
→
Steuern
→
Steuerkennzeichen zuordnen
und
Steuerkennzeichen für FI-Beleg zuordnen.
Es müssen Konten eingerichtet sein, auf die die abzugsfähige und nicht abzugsfähige Vorsteuer gebucht werden. Gehen Sie folgendermaßen vor:
Im Customizing des Finanzwesens müssen unter folgendem Pfad Steuerkonten hinterlegt werden:
SAP Customizing Einführungsleitfaden
→
Finanzwesen
→
Grundeinstellungen
→
Finanzwesen
→
Umsatzsteuer
→
Buchung
→
Steuerkonten hinterlegen.
Im Customizing des Flexiblen Immobilienmanagements müssen unter folgendem Pfad Kontosymbole definiert und den entsprechenden Bewegungsarten zugeordnet werden:
SAP Customizing Einführungsleitfaden
→
Flexibles Immobilienmanagement (Enterprise Extension
® Buchhaltung
→
Automatisch
erzeugte Buchhaltungsbelege
→
Kontenfindung
→
Kontosymbole und Kontosymbole zur Bewegungsart zuordnen.
Diese Kontosymbole müssen unter folgendem Pfad den entsprechenden Sachkonten (Steuerkonten) zugeordnet werden:
SAP Customizing Einführungsleitfaden
→
Flexibles Immobilienmanagement (Enterprise
Extension)
→
Buchhaltung
→
Integration FI-GL, FI-AR, FI-AP
→
Kontenfindung
→
Kontosymbole ersetzen
.
Für die Kontierung von nicht abzugsfähiger Vorsteuer müssen unter folgendem Pfad die entsprechenden Konten zugeordnet werden:
SAP Customizing Einführungsleitfaden
→
Flexibles Immobilienmanagement (Enterprise
Extension)
→
Optionssatzermittlung und Vorsteueraufteilung
→
Kontenfindung
→
nicht abzugsfähige Vorsteuer pro Kostenart.
Wenn SieBelegpositionen mit mehrstufigen Steuerkennzeichen in der Vorsteueraufteilung weiterverarbeiten lassen wollen, dann müssen Sie für dieses mehrstufige Steuerzeichen die Aufteilung unter folgendem Pfad definieren:
SAP Customizing Einführungsleitfaden
→
Flexibles Immobilienmanagement (Enterprise
Extension)
→
Optionssatzermittlung und Vorsteueraufteilung
→
Vorsteueraufteilung mehrstufiger Steuerkennzeichen
.
Weitere Voraussetzungen
Für jedes Objekt, für das eine Vorsteueraufteilung durchgeführt werden soll, muss monatlich eine Optionssatzermittlung durchgeführt werden, die auf der dem Objekt zugeordneten Optionssatzmethode basiert.
Lesen Sie hierzu die Dokumentation zur Optionssatzermittlung .