Berichtigungsobjekt anlegen

Verwendung

Das Berichtigungsobjekt legen Sie an, um die für die Vorsteuerberichtigung relevanten Daten und Buchungen zusammenzufassen.

Voraussetzungen

Für das Berichtigungsobjekt müssen Sie Einstellungen im Customizing vorgenommen haben. Alle Informationen dazu finden Sie unter Vorsteuerberichtigung durchführen im Kapitel „Voraussetzungen“.

Vorgehensweise

Um ein Berichtigungsobjekt zu bearbeiten, wählen Sie im Bereichsmenü der Vorsteuerberichtigung (REITMENUTC) Stammdaten →Berichtigungsobjekt bearbeiten.

Geben Sie folgende Daten an:

die Art des Berichtigungsobjekts

Die Art des Berichtigungsobjektes steuert die Dauer des Berichtigungszeitraumes (Vorschlagswert) und die Kontenfindung für die Buchung der Vorsteuerberichtigung.

den Buchungskreis

einen Identifikationsschlüssel

Sie gelangen auf das Bild Berichtigungsobjekt <ID> anlegen mit folgenden Registerkarten:

Registerkarte Allgemeine Daten

Geben Sie die zentralen steuernden Daten zur Gültigkeit, z. B. das Datum der erstmaligen Verwendung, an.

Das Datum der erstmaligen Verwendung geben Sie ein, wenn die erstmalige Verwendung eingetreten ist. Mit diesem Eintrag wird automatisch der Berichtigungszeitraum vorgeschlagen und der Status des Berichtigungsobjektes auf Zur Berichtigung gesetzt.

Einmalige Berichtigungen haben automatisch einen Berichtigungszeitraum von Null Monaten (Umlaufvermögen).

Um später eine Belegposition einem Berichtigungsobjekt zuordnen zu können, müssen Sie das Kontierungsobjekt dieser Belegposition als zulässige Ursprungskontierung hier hinterlegen. Diese Kontierung wird dann auf der Registerkarte Objekte in die Liste der Zuordnungen übernommen. Wenn mehrere Kontierungen möglich sind, dann können Sie diese dort ergänzen.

Buchungen auf die folgenden Objekte (zulässige Ursprungskontierungen) können Sie vornehmen und hier angeben:

Wirtschaftseinheit

Grundstück

Gebäude

Mietobjekt

Immobilienvertrag

Auftrag

Projekt

Kostenstelle

Anlage

Abrechnungseinheiten können Sie nicht als zulässige Ursprungskontierung angeben.

Wenn Sie das Objekt, das Sie als zulässige Ursprungskontierung angegeben haben, auch als Kontierungsobjekt für die später zu erzeugenden Berichtigungsbuchungen verwenden wollen, dann wählen Sie Als Kont.objekt übernehmen . Übernehmen Sie nur die Kontierungsobjekte, die über den gesamten Berichtigungszeitraum existieren.

Geben Sie den Zeitraum an, in dem das Leistungsbezugsdatum der Kontierungen liegen darf. Dieses Intervall steuert die Zuordnung der Belege. Belege, deren Leistungsbezugsdatum außerhalb des Intervalls liegen, dürfen diesem Berichtigungsobjekt nicht zugeordnet werden..

Wenn das Berichtigungsobjekt tatsächlich der Vorsteuerberichtigung unterworfen werden soll (d. h. im Berichtigungslauf selektiert werden soll), dann setzen Sie den Status Zur Berichtigung.

Registerkarte Optionssatzmethoden

Wählen Sie die Optionssatzmethode , mit der der Optionssatz zur Vorsteueraufteilung und –berichtigung ermittelt werden soll.

Geben Sie bei einer freien Methode den aktuellen Optionssatz an, der bei der Berichtigung für die zugeordneten Belege als der zum Stichtag der Berechnung gültige Optionssatz verwendet soll.

Für die automatischen Methoden ordnen Sie dem Berichtigungsobjekt Nutzungsobjekte zu, die zur Ermittlung herangezogen werden. Dazu werden hierarchisch die den Objekten untergeordneten Mietobjekte ermittelt.

Registerkarte Objekte

Geben Sie hier folgende Daten an:

das Kontierungsobjekt für die zu erzeugenden Buchungen der Berichtigung (z. B. das Gebäude)

auf welche Objekte sich die Optionssatzermittlung bezieht, z. B. das Gebäude oder eine Anzahl von Mietobjekten aus dem Gebäude, auf die sich die durch das Berichtigungsobjekt beschriebene Instandhaltungsmaßnahme bezieht

welche Ursprungskontierungen zusammen behandelt werden sollen, z. B. bestimmte Aufträge, die im Zusammenhang mit dieser Maßnahme bebucht werden

Registerkarte Berichtigungsbasis

Die Berichtigungsbasis als Grundlage der Vorsteuerberichtigung ergibt sich als Summe aller automatischen ermittelten und manuell erfassten Berichtigungsbasissätzen:

die Berichtigungsbasissätze ermittelt das System entweder automatisch für Nutzungs- und Berichtigungsobjekte als Summe aller zugeordneten Posten oder

Sie legen manuelle Berichtigungsbasissätze für spezielle Vorgänge wie Anlagenbewegungen, Altdaten oder andere berichtigungsrelevante Daten an, die nicht durch FI-Belege (mit Vorsteuer) im System hinterlegt sind, und geben dabei die Berichtigungsbasisdaten (Nettokosten - Vorsteuer gesamt - Vorsteuer abgezogen) an

Weitere Informationen dazu finden Sie unter Berichtigungsbasis ermitteln .

Registerkarte Wiedervorlage

Weitere Informationen dazu finden Sie unter Wiedervorlage .

Registerkarte Übersichten

Hier können Sie sich verschiedenen Auswertungen anzeigen lassen, z. B. bisherige Berichtigungsläufe und die zugeordneten Ursprungsbelegpositionen.

Sichern Sie Ihre Eingaben.

Ergebnis

Sie haben ein Berichtigungsobjekt und somit die Grundlage erfasst für die Sammlung von Belegpositionen, die zusammen der Vorsteuerberichtigung zu unterwerfen sind. Für das Berichtigungsobjekt können Optionssätze ermittelt werden. Diese können für die Vorsteueraufteilung der zugeordneten Belegpositionen und später für die Vorsteuerberichtigung verwendet werden.

Sie können nun Belege buchen und dabei das Berichtigungsobjekt als Kontierung angeben.

Sie können noch nicht zugeordnete Belege Berichtigungsobjekten zuordnen .