Optionssatzermittlung und Vorsteueraufteilung für Kont.objekte Vor einer Vorsteuerberichtigung teilen Sie die Vorsteuer mit dem aktuellen bzw. einem geplanten Optionssatz auf.
Maßgeblich ist der Optionssatz zum Zeitpunkt des Leistungsbezuges.
Für Optionssatzermittlung und Vorsteueraufteilung müssen Sie Einstellungen im Customizing vorgenommen haben. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel der Optionssatzermittlung und der Vorsteueraufteilung .
Die Kostenbuchung ist einem Kontierungsobjekt und ggf. einem Berichtigungsobjekt zugeordnet. Beide Objekte sind Träger eines Optionssatzes. Der Optionssatz für die Vorsteueraufteilung wird folgendermaßen ermittelt:
Im Customizing kann pro Objektart angegeben werden, ob der Optionssatz von dem der Belegposition zugeordneten Berichtigungsobjekt gelesen werden soll oder vom Kontierungsobjekt.
Es kann auch ein abweichender Optionssatz angegeben worden sein (beim Buchen des Belegs oder in der Funktion
Ursprungsbelege zuordnen
). Dann übersteuert diese manuelle Angabe im Beleg die aus dem Kontierungsobjekt bzw. dem Berichtigungsobjekt gelesenen Optionssätze.
Wenn kein Leistungsbezugsdatum angegeben wurde, dann wird der Optionssatz zum Buchungsdatum des Ursprungsbelegs ermittelt.
Kontierungsobjekt: |
Optionssatz wird ermittelt aus: |
|---|---|
Immobilienobjekt (Wirtschaftseinheit, Gebäude, Grundstück, Mietobjekt, Vertrag) |
|
Kostenstelle Auftrag PSP-Element |
|
Anlage |
|
Führen Sie zunächst die Optionssatzermittlung und dann die Vorsteueraufteilung für die Kontierungsobjekte durch wie beschrieben im Kapitel Optionssatzermittlung und Vorsteueraufteilung .
Im Berichtigungsobjekt sehen Sie anschließend auf der Registerkarte
Berichtigungsbasis
die Nettokosten und die darauf angefallene Vorsteuer (siehe
Berichtigungsobjekt anlegen
).
Im Erdgeschoss eines Gebäudes wurden die Fußböden saniert. Die Kosten der Maßnahme wurden auf einen Auftrag gebucht und einem Berichtigungsobjekt zugeordnet.
Die betroffenen Mietobjekte (ein Laden mit 400 qm, eine Wohnung mit 100 qm) wurden in das Berichtigungsobjekt als Objekte für die Optionssatzermittlung eingetragen.
Damit die Vorsteueraufteilung auf der Basis der tatsächlich betroffenen Mietobjekte (und nicht auf der Basis des gesamten Gebäudes) erfolgt, wurde das Customizing so eingestellt, dass im Falle einer Auftragskontierung der Optionssatz für die Vorsteueraufteilung aus dem Berichtigungsobjekt zu ermitteln ist.
Ursprungsbeleg:
Kosten 6.250 € +
Vorsteuer 1.000 € kontiert auf Auftrag und Berichtigungsobjekt
Der Optionssatz zum Leistungsbezugsdatum beträgt 20%.
Vorsteueraufteilung:
Kosten aus nicht abzugsfähiger Vorsteuer 200 €
an
Vorsteuer -200 €
Anmerkung:
Für aktivierungspflichtige Kosten (von Anlagen) würde der nicht abzugsfähige Steueranteil auf der Anlage aktiviert.