SCM-FRE, Disposition und Optimierung in F&R
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Technischer Name der Business Function |
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Art der Business Function |
Enterprise Business Function |
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Verfügbar ab |
SAP-Erweiterungspaket 2 für SAP SCM 7.0 |
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Technical Usage |
SCM-SNC |
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Anwendungskomponente |
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Diese Business Function bietet neue Funktionen sowie Verbesserungen in der Bedienbarkeit, die Ihnen dabei helfen, die Bestände entlang Ihrer Logistikkette zu optimieren und Ihre Gesamtbetriebskosten zu senken. Sie umfasst eine Reihe betriebswirtschaftlicher und technischer Erweiterungen in den Bereichen Nachschubdisposition und Optimierung:
funktionale Erweiterungen im Bereich der Nachschuboptimierung durch Einbindung der Transportladungsoptimierung
geringere Anzahl der erzeugten Ausnahmen
Einbindung des Orderbuchs in die Bezugsquellenfindung
funktionale Erweiterungen bei der Steuerung der Prognoserechnung und bei der Rückverfolgbarkeit
erweiterte Benutzungsoberfläche mit neuen Optionen in den F&R-Workbenches und in der Ursachenermittlung
Sie haben die folgenden Komponenten ab der genannten Version installiert:
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Art der Komponente |
Komponente |
Wird nur für folgende Funktionen benötigt |
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Softwarekomponente |
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SAP NetWeaver |
SAP NetWeaver 7.0 |
Mit der Transportladungsoptimierung (TLO) können Sie Ihre Lieferantenbestellmengen im Hinblick auf eine kostensparende Ladungsplanung optimieren. Die Transportladungsoptimierung zielt darauf ab, eine optimale Verteilung von Lokationsproduktmengen auf Transporteinheiten zu erreichen und so die Anzahl der benötigten Transporteinheiten zu minimieren. Weitere Informationen finden Sie unter Transportladungsoptimierung.
Sie können bei der Bezugsquellenfindung in SAP F&R Orderbuchdaten nutzen. Das Orderbuch, eine bereits vorhandene Komponente des Liefernetzes in SAP ERP, enthält die bevorzugten Bezugsquellen für einzelne Lokationsprodukte und die Zeiträume, in denen die Beschaffung über diese Bezugsquellen möglich ist. Die Orderbucheinträge werden im angebundenen SAP-ERP-System ausgewertet, um ihre Relevanz für SAP F&R zu ermitteln. Relevante Orderbucheinträge werden an SAP F&R übertragen, damit sie dort in die Bezugsquellenfindung mit einbezogen werden können. Weitere Informationen finden Sie unter Liefernetzwerk.
Sie können die Anzahl der erzeugten Ausnahmen verringern, indem Sie entsprechende Kriterien und Regeln festlegen, die die Verwendung von SAP-F&R-Ausnahmeobjekten in bestimmten Situationen steuern bzw. unterdrücken. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Ausnahmenunterdrückung in SAP F&R.
Im Bereich der Steuerung der Prognoserechnung und der Rückverfolgbarkeit der Ergebnisse stehen Ihnen folgende Funktionen zur Verfügung:
Dämpfungsfaktor für die Trendkomponente der Prognosemethode Regression
Bei den Prognosemodellen mit einer Trendkomponente können Sie den Trend für zukünftige Prognosewerte durch die Verwendung eines Trenddämpfungsfaktors entsprechend Ihren Anforderungen dämpfen. Der Trenddämpfungsfaktor wird mit dem Trendwert (Wachstumsrate) multipliziert, um die einzelnen Prognosewerte zum jeweiligen Zeitpunkt zu berechnen. Weitere Informationen finden Sie unter Prognoserelevante Profile.
erweiterte Ermittlung von Nullbestandstagen
Um auf Bestandslücken zurückzuführende Verbrauchsverluste in den Istverbrauchsdaten zu korrigieren, zieht das System vorhandene Informationen über Nullbestände in den betrachteten Vergangenheitsperioden heran. Zur Ermittlung der Nullbestandstage für die Korrektur von Verbrauchsverlusten steht ein erweitertes Verfahren zur Verfügung. Dabei wird ein Tag nur dann als Nullbestandstag eingestuft, wenn sowohl der gemeldete Bestand als auch der Verbrauch des betreffenden Tages den Wert null hat. Weitere Informationen finden Sie unter Prognoserelevante Profile.
Prognose für inaktive Perioden
Prognosewerte (und Effekte von Bedarfseinflussfaktoren) werden auch für inaktive Zukunftsperioden ausgegeben, obwohl sie in der Bedarfsrechnung nicht berücksichtigt werden. Je nach der verwendeten Prognosemethode und der jeweiligen Datenkonstellation sind die angezeigten Prognosewerte für inaktive Perioden unter Umständen eher verwirrend als hilfreich. Sie können daher das System so einstellen, dass es die für ein Lokationsprodukt berechneten Prognosewerte und Effekte von Bedarfseinflussfaktoren (BEFs) in Perioden, in denen das betreffende Lokationsprodukt nicht gelistet ist, auf null setzt. Weitere Informationen finden Sie unter Prognoserelevante Profile.
bessere Berücksichtigung von erstmaligen BEF-Auftreten
Für Bedarfseinflussfaktoren, deren Effekt das System nicht ermitteln kann, war es bisher bereits möglich, manuell einen Korrektur-BEF mit dem erwarteten Effekt anzulegen. Im Falle von booleschen BEFs können Sie nun alternativ hierzu einen Standard-Korrekturfaktor für den betreffenden BEF festlegen. Diesen Korrekturfaktor verwendet das System dann für Auftreten des BEFs, wenn die Ermittlung des BEF-Effekts nicht möglich ist. Weitere Informationen finden Sie unter Zuordnung von BEF-Auftreten.
flexiblere Definition von Ignorier-BEFs
Sie haben mehr Möglichkeiten bei der Definition von Ignorier-BEFs:
Sie können mehrere BEFs des Typs "I" (Vergangenheitswert ignorieren
) auf Lokationsproduktebene definieren.
Sie können BEFs des Typs "I" auch auf Lokationsebene zuordnen.
erweitertes Verfahren zur Ausfilterung von BEFs nach ihrer Signifikanz
Durch die Verwendung eines erweiterten Verfahrens zur Filterung der Bedarfseinflussfaktoren können Sie sicherstellen, dass bei der Prognoserechnung nur solche BEFs berücksichtigt werden, die tatsächlich einen signifikanten Effekt haben. Bei diesem erweiterten Verfahren (mehrstufige Filterung) wertet das System jeden BEF in einem separaten Schritt aus. Es beginnt dabei mit demjenigen BEF, der den am wenigsten signifikanten Effekt aufweist. Damit können Sie die Qualität der Prognose durch die Eliminierung von Ausreißern verbessern, die entstehen können, wenn im System viele BEFs definiert und mehrere Auftreten verschiedener BEFs gleichzeitig gültig sind. Weitere Informationen finden Sie unter Prognoserelevante Profile.
Ausfilterung kollinearer BEFs
Unter Umständen können kollineare Bedarfseinflussfaktoren zu problematischen Prognosewerten führen. Um dies zu vermeiden, können Sie kollineare BEFs aus dem Prognosemodell entfernen. Weitere Informationen finden Sie unter Prognoserelevante Profile.
Ausgabe der korrigierten Verbrauchshistorie
Bevor der FRP-Lauf mit der Prognoserechnung beginnt, führt das System eine Vorverarbeitung der Wochenverbrauchshistorie durch, um Verbrauchswerte zu korrigieren, die sich störend auf die Prognoserechnung auswirken würden. Sie können sich die korrigierten Verbrauchswerte und die Gründe für die erfolgte Korrektur auf dem Bild Zeitreihen
der Dispositions-Workbench (DWB), der Produkt-Workbench (PWB) und der Ursachenermittlung anzeigen lassen. Durch die Möglichkeit, bei der Überprüfung der automatisch erzeugten Bestellvorschläge die korrigierte mit der ursprünglichen Verbrauchshistorie zu vergleichen und die Korrekturgründe einzusehen, können Sie die Ergebnisse der Prognoserechnung des FRP-Laufs besser nachvollziehen. Weitere Informationen finden Sie unter Prognoserelevante Profile.
Ausgabe von Informationen zur Bedarfsvorvereinnahmung
In der Dispositions-Workbench können Sie die Prognosemengen einsehen, die aus zukünftigen Perioden in frühere Perioden innerhalb des Bedarfshorizonts einer Bestellvorschlagsposition vorgezogen wurden. Hierzu gehören auch Mengen aus zukünftigen Perioden, die in bereits vergangenen Bedarfsperioden vorvereinnahmt wurden, aber für den Verbrauch in den betreffenden zukünftigen Perioden reserviert werden müssen. Weitere Informationen finden Sie unter Bedarfsvorvereinnahmung.
zusätzliche Auswahlmöglichkeit für die Verwendung des dynamischen Mindestbestands
Im Bedarfsrechnungsprofil steht für die Wahl zwischen dem statischen und dem dynamischen Mindestbestand eine neue Option zur Verfügung.
Zusatzrestriktion: absolute Rabatte für Rabattstaffeln
Sie können für Zusatzrestriktionen des Typs Rabattstaffeln
absolute Rabatte in einer von Ihnen festgelegten Währung eingeben. Weitere Informationen finden Sie unter Restriktionsprofile.
Zwischenwerte der Bestellmengenoptimierung
In der Dispositions-Workbench können Sie auf der bereits vorhandenen Benutzungsoberfläche die im Verlauf der Bestellmengenoptimierung berechneten Zwischenergebnisse einsehen. Weitere Informationen finden Sie unter Dispositions-Workbench.
Die mit dieser Business Function bereitgestellten Erweiterungen der Benutzungsoberfläche bieten Ihnen folgende Möglichkeiten:
Einstieg in die Dispositions-Workbench mit einer Bestellvorschlagsnummer
Im Rahmen Ihrer betriebswirtschaftlichen Abläufe kann es sinnvoll sein, die DWB direkt mit einer bestimmten Bestellvorschlagsnummer aufzurufen. Zu diesem Zweck steht Ihnen ein neues Selektionsbild zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter Dispositions-Workbench.
Navigation zum Beschaffungszyklus aus der Dispositions-Workbench, der Produkt-Workbench und der Ursachenermittlung
Für Disponenten kann es hilfreich sein, aus der DWB heraus genauere Informationen zum Beschaffungszyklus, wie beispielsweise die bevorstehenden Bestell- und Liefertermine, abzurufen. Die Informationen zum jeweiligen Beschaffungszyklus sind in der DWB, der PWB und der Ursachenermittlung verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Übergreifende Funktionen in den Workbenches der BVV.
Berechtigung für den Rundungsschalter in den SAP-F&R-Workbenches
Sie können den Zugriff auf die Drucktaste Rundung
in den SAP-F&R-Workbenches über Berechtigungen steuern. Um die automatische Rundung mit der Drucktaste Rundung
deaktivieren zu können, benötigen Benutzer die entsprechende Berechtigung. Das System führt eine Berechtigungsprüfung durch, um festzustellen, ob der betreffende Benutzer diese Berechtigung besitzt. Dies kann dazu beitragen, Probleme in der logistischen Abwicklung zu vermeiden. Weitere Informationen finden Sie unter Übergreifende Funktionen in den Workbenches der BVV.
Änderung des Lieferdatums mehrerer Bestellvorschlagspositionen in der Dispositions-Workbench
In der DWB können Sie das Lieferdatum für alle oder für ausgewählte Positionen eines Bestellvorschlags gleichzeitig ändern. Dies kann z.B. dann hilfreich sein, wenn ein Lieferant das Lieferdatum geändert hat oder wenn Sie bestimmte Produkte früher geliefert haben möchten. Wenn Sie die zu ändernden Positionen markiert haben und die Massenpflege des Lieferdatums aufrufen, zeigt das System ein Dialogfenster an, in dem Sie das neue Lieferdatum eingeben können. Beim Sichern Ihrer Eingaben werden standardmäßig die anderen Terminierungsdaten vom System automatisch berechnet. Wenn Sie die anderen Terminierungsdaten selbst festlegen möchten, können Sie im selben Dialogfenster auf die manuelle Terminierung umschalten. Hierbei können Sie sich vom System auch Vorschlagwerte berechnen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Dispositions-Workbench.