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FunktionsdokumentationPrognoserelevante Profile

 

In den prognoserelevanten Profilen definieren Sie Parameter, die SAP F&R in den Prognosefunktionen verwendet. Prognoserelevante Profile beeinflussen die Prognoserechnung des Forecasting and Replenishment Processors (FRP).

Aktivitäten

Sie können hier Parametereinstellungen für die Prognoserechnung vornehmen.

Beachten Sie, dass einige der genannten Einstellungen im Prognoseprofil nur zur Verfügung stehen, wenn die Business Function SCM-FRE, Disposition und Optimierung in F&R (SCM_FRE_OPTIM) aktiviert ist.

  1. Das Basisprofil betrifft Grundeinstellungen der Lokation. Hier nehmen Sie Einstellungen zu den Grenzen zwischen den Drehklassen und zum Prognosehorizont vor. Wenn Sie in den Stammdaten des Lokationsprodukts keinen Prognosehorizont festgelegt haben, verwendet das System den im Basisprofil definierten Prognosehorizont.

    Sie ordnen das Basisprofil in den Stammdaten der Lokation zu.

    Um Lokationen zu bearbeiten, wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Navigationsschritt Stammdaten Navigationsschritt Lokation Navigationsschritt Lokationen bearbeiten Ende des Navigationspfads.

    Weitere Informationen über das Basisprofil finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) von Forecasting and Replenishment unter Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Processor Navigationsschritt Basisprofile bearbeiten Ende des Navigationspfads.

  2. Das Prognoseprofil betrifft Einstellungen des Lokationsprodukts für die Prognose.

    Dies sind unter anderem Einstellungen für die Datenbereinigung (Aufbereitung der Zeitreihendaten), die drehklassenabhängige Zuordnung von Prognosemethoden und Einstellungen für Saisonprodukte.

    • Im Bereich Grundeinstellungen können Sie u.a. Folgendes einstellen:

      • wie viele historische Perioden der FRP verwenden soll

      • ob der FRP auch den Wochenverbrauch der aktuellen Woche in die Prognoserechnung einbeziehen soll

      • ob SAP F&R das Prognoseergebnis einschließlich Sicherheitsaufschlag zum Lokationsprodukt in einer Zeitreihe sichern soll

      • ob SAP F&R die korrigierte Verbrauchshistorie zusammen mit den jeweiligen Korrekturgründen für die Anzeige auf dem Bild Zeitreihen ausgeben soll

      • ob SAP F&R die für ein Lokationsprodukt berechneten Prognosewerte und Effekte von Bedarfseinflussfaktoren (BEFs) in Perioden, in denen das betreffende Lokationsprodukt nicht gelistet ist, auf null setzen soll

    • Im Bereich Aufbereitung der Zeitreihendaten können Sie u.a. Folgendes einstellen:

      • Korrektur des Verbrauchsverlusts für die Prognose

        Wenn das System innerhalb einer Periode einen Tag mit potenziellem Verbrauchsverlust (Tagesendbestand = 0) ermittelt, passt es die Wochenverbrauchszeitreihen an, indem es einen lokalen Mittelwert berechnet. Dieser berücksichtigt die Anzahl der Tage mit und ohne Bestand innerhalb der betreffenden Einzelperiode.

      • Ausreißerkorrektur: Sie können festlegen, ob der FRP eine Ausreißerkorrektur bei Verbrauchssenken und/oder Verbrauchsspitzen durchführen soll. Beispielsweise können Sie bei Verbrauchssenken einen allgemeinen und drehklassenspezifischen Faktor sowie eine bestimmte Wochenanzahl zur Ausreißeridentifikation angeben; Sie können darüber hinaus die Wochenverbräuche mit der größten Abweichung durch Angabe eines Prozentwerts von der Ausreißerberechnung ausschließen.

      • erweiterte Ermittlung von Nullbestandstagen

        Sie können festlegen, dass das System die Nullbestandstage im Rahmen der Korrektur der Verbrauchsverluste nach dem erweiterten Verfahren ermitteln soll. Bei diesem Verfahren betrachtet das System einen Tag nur dann als Nullbestandstag, wenn sowohl der gemeldete Bestand als auch der Verbrauch des betreffenden Tages den Wert null hat.

    • Im Bereich Prognosemethoden können Sie u.a. einstellen, dass SAP F&R die Prognosemethode für die Drehklasse (z.B. Schnelldreher) automatisch bestimmt.

      • Für die Prognosemethode Regression verwendet SAP F&R standardmäßig die Ergebnisse der Parameteroptimierung. Sie können dies im Prognoseprofil durch Setzen eines Kennzeichens unterbinden. Darüber hinaus können Sie u.a. die Adaptivität einstellen und dem System z.B. vorgeben, dass es Verbrauchsperioden der jüngeren Vergangenheit stärker berücksichtigen soll. Sie können die Adaptivität manuell (im Prognoseprofil) eingeben oder durch die Parameteroptimierung automatisch vom System ermitteln lassen. Wenn Sie nur die letzten beiden Verbrauchsperioden in der Prognoserechnung berücksichtigen möchten, können Sie hierzu den Parameter lokale Adaptivität einstellen.

      • Für die Prognosemethode Glättung können Sie beispielsweise den Glättungsfaktor für historische Wochenverbrauchszeitreihen sowie für Saisonzyklen einstellen. Darüber hinaus können Sie u.a. einstellen, wie stark SAP F&R den berechneten Saisoneffekt berücksichtigen soll.

    • Im Bereich Varianzberechnung können Sie Einstellungen vornehmen, die SAP F&R bei der Ermittlung der Standardabweichung (von Prognosefehlern) berücksichtigt.

      Sie ordnen das Prognoseprofil in den Stammdaten der Lokationsprodukte zu. Um Lokationsprodukte zu bearbeiten, wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Navigationsschritt Stammdaten Navigationsschritt Produkt Navigationsschritt Lokationsprodukte bearbeiten Ende des Navigationspfads.

      Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) von Forecasting and Replenishment unter Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Processor Navigationsschritt Prognoseprofile bearbeiten Ende des Navigationspfads.

    • Im Bildbereich Prognosemethode Regression können Sie u.a. folgende Einstellungen vornehmen:

      • Bei den Prognosemodellen mit einer Trendkomponente können Sie den Trend für zukünftige Prognosewerte durch die Verwendung eines Trenddämpfungsfaktors dämpfen.

      • Sie können die Bedarfseinflussfaktoren (BEFs) nach ihrer Signifikanz filtern und kollineare BEFs aus dem Prognosemodell entfernen, um so die Qualität der Prognose zu verbessern.

      Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) von Forecasting and Replenishment unter Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Processor Navigationsschritt Prognoseprofile bearbeiten Ende des Navigationspfads.

  3. Das Ausnahmenbasisprofil bezieht sich auf eine Lokation. Hier steuern Sie die Ausgabe der Ausnahmen für Verbrauchs- und Bestandsdaten in der Dispositions- und Produkt-Workbench. Hierzu gehören:

    • Ausnahme Nullverbrauch

    • Ausnahme niedriger Verbrauch

    • Ausnahme Überbestand

    Sie ordnen das Ausnahmenbasisprofil in den Stammdaten der Lokation zu. Weitere Informationen über das Ausnahmenbasisprofil finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) von Forecasting and Replenishment unter Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Processor Navigationsschritt Ausnahmenbasisprofile bearbeiten Ende des Navigationspfads.

  4. Das Ausnahmenprofil bezieht sich auf ein Lokationsprodukt. Es enthält Einstellungen für die Ausgabe von Ausnahmen in der Dispositions- und Produkt-Workbench nach einem FRP-Lauf. Hierzu gehören:

    • neu aufgetretene BEFs

    • Differenz der tatsächlichen und prognostizierten Abverkaufszahlen der aktuellen Woche

    • generelle Ausreißer der historischen Abverkäufe

    • Ausnahmen zu Beginn und Ende eines Listungszeitraums

    Sie ordnen das Ausnahmenprofil in den Stammdaten des Lokationsprodukts zu. Weitere Informationen über das Ausnahmenprofil finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) von Forecasting and Replenishment unter Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Processor Navigationsschritt Ausnahmenprofile bearbeiten Ende des Navigationspfads.

  5. Das Servicegradprofil betrifft Einstellungen zu verschiedenen Servicegraden.

    Sie ordnen das Servicegradprofil in den Stammdaten der Lokationsprodukte zu. Weitere Informationen finden Sie unter Servicegradprofil.

  6. Im Prozesssteuerungsprofil legen Sie die fest, ob Sie den Prognoserhythmus für Lokationen oder für Lokationsprodukte definieren möchten. Zusätzlich definieren Sie für die Parameteroptimierung, ob Sie das Rhythmusprofil für Lokationen oder für Lokationsprodukte definieren möchten.

    Sie ordnen das Prozesssteuerungsprofil den Lokationsdaten in der FRP-Administration zu. Wählen Sie hierzu vom Bild SAP Easy Access aus Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Navigationsschritt Forecasting and Replenishment Processor Navigationsschritt Administration Ende des Navigationspfads.

    Weitere Informationen über das Prozesssteuerungsprofil finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) von Forecasting and Replenishment unter Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Processor Navigationsschritt Prozesssteuerungsprofile bearbeiten Ende des Navigationspfads.

  7. Das Prognoserhythmusprofil betrifft Einstellungen zur Häufigkeit der Prognoseberechnung.

    Sie ordnen das Prognoserhythmusprofil im Prozesssteuerungsprofil oder in den Stammdaten der Lokationsprodukte zu. Weitere Informationen finden Sie unter Prognoserhythmus.

    Sie können das Prognoserhythmusprofil abhängig von folgenden Objekten definieren:

    • ABC-Klassifikation des Lokationsprodukts

    • Drehklasse des Lokationsprodukts

    • einzelne Lokationsprodukte (Festlegung der Zuordnungsebene)

    • gesamte Lokation

    Weitere Informationen über Prognoserhythmusprofile finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) von Forecasting and Replenishment unter Anfang des Navigationspfads Forecasting and Replenishment Processor Navigationsschritt Prognoserhythmusprofile bearbeiten Ende des Navigationspfads.