Liefernetzwerk
Das Liefernetzwerk setzt sich aus Transportbeziehungen zusammen und bestimmt dadurch, welche Produkte zwischen welchen Lokationen geliefert werden können.
Sie können Produkte nur dann beschaffen, wenn in Ihrem System Transportbeziehungen zwischen den möglichen Lokationen bestehen. Sie übernehmen die Transportbeziehungen per Schnittstelle.
Innerhalb von SAP F&R besteht das Liefernetzwerk aus folgenden Ebenen:
Transportbeziehung für Teilsortimente
Sie definiert dispositionsrelevante Einstellungen auf Teilsortimentebene oder teilsortimentübergreifend. Die Transportbeziehung besteht zwischen einer Quelllokation und (einer oder allen) Ziellokationen sowie (einem oder allen) Teilsortimenten. Im Falle von Distributionszentren sind Teilsortimente die Warengruppen, im Falle von externen Lieferanten sind es Lieferantenteilsortimente.
Transportbeziehung für Produkte
Sie besteht zwischen einer Quelllokation und (einer oder allen) Ziellokationen.
Wenn Sie bestimmte Parameter der Transportbeziehungen für Produkte und Teilsortimente im Customizing als änderbar und zeitabhängig definiert haben, können Sie diese Parameter in der Massenbearbeitung ändern. Um die Transportbeziehungen des Liefernetzwerks zu bearbeiten, wählen Sie vom Bild SAP Easy Access
aus .
SAP F&R verwendet die Transportbeziehungen zur Bezugsquellenfindung. Das System wertet über den Parameter BWSCL
des Lokationsprodukts eine Bezugsquellensteuerung aus, die aus allen Transportbeziehungen die verfügbaren Quelllokationen ermittelt. Die Bezugsquellenfindung wählt daraus — ggf. entsprechend der Priorität — eine gültige interne oder eine externe Bezugsquelle aus. Wenn das System bei der Bezugsquellenfindung mehrere gültige Transportbeziehungen findet, wählt es jeweils die Transportbeziehung mit der höchsten Priorität aus. Für den Fall, dass mehrere Transportbeziehungen mit gleicher Priorität vorliegen, können Sie im mandantenspezifischen Stammdaten-Customizing von SAP F&R festlegen, wie das System diese priorisieren soll.
Abhängig von Ihren Einstellungen können Sie darüber hinaus folgende Funktionen in der Bezugsquellenfindung nutzen:
Sie können die Einkaufsorganisation für die Bezugsquellenfindung heranziehen. In diesem Fall erhalten Transportbeziehungen für Produkte, deren Einkaufsorganisation mit der Haupt-Einkaufsorganisation des Zielbetriebes identisch ist, eine höhere Priorität als Transportbeziehungen ohne übereinstimmende Einkaufsorganisation. Weitere Informationen finden Sie unter Eingangsschnittstellen für Einkaufsorganisationsdaten.
Sie können festlegen, ob das System in Quelllokationen nur Transportbeziehungen mit gelisteten Produkten berücksichtigen soll. In diesem Fall erfolgt für das als Bezugsquelle einer Filiale ermittelte Distributionszentrum (DZ) auch eine Listungsprüfung. Ist das ausgewählte Produkt nicht im DZ gelistet, verwirft SAP F&R das DZ als Bezugsquelle.
Sie können festlegen, ob das System Orderbuch-Transportbeziehungen (also Transportbeziehungen, die sich aus Orderbucheinträgen im SAP-ERP-System ergeben) berücksichtigen soll. Aus einem Orderbuch stammende Transportbeziehungen beinhalten zunächst nur Informationen über die zugeordneten Bezugsquellen. Das System ermittelt daher die sonstigen dispositionsrelevanten Daten aus einem entsprechenden Einkaufsinfosatz oder aus einer entsprechenden internen Transportbeziehung (mit gleicher Quelllokation, Ziellokation, Einkaufsorganisation und gleichem Produkt wie die betreffende Orderbuch-Transportbeziehung). Wenn Sie die Auswertung der Transportbeziehungen aus dem Orderbuch aktivieren, ermittelt das System im Rahmen der Bezugsquellenfindung die für das jeweilige Lokationsprodukt möglichen Orderbuch-Transportbeziehungen und gibt diesen immer eine höhere Priorität als anderen Transportbeziehungen.
Um Transportbeziehungen aus dem Orderbuch berücksichtigen zu können, müssen Sie die Business Function SCM-FRE, Disposition und Optimierung in F&R (SCM_FRE_OPTIM
) aktivieren.
Weitere Informationen über die Bezugsquellenfindung finden Sie im Customizing unter .