Restriktionsprofile
Das Restriktionsprofil legt Lieferantenrestriktionen fest, die entweder für ein Lieferantenteilsortiment oder für alle bei einem bestimmten Lieferanten beschafften Produkte gelten sollen. In diesem Profil können Sie Einstellungen für die Hauptrestriktion zur Mindestbestellung, für eine Zusatzrestriktion und für die Transportladungsoptimierung vornehmen. Sie können festlegen, ob die Restriktionsprüfung für die Haupt- und die Zusatzrestriktion anhand des Brutto- oder des Nettogewichts erfolgen soll.
Die drei Prüfungen werden unabhängig voneinander durchgeführt. Wenn Sie für eine der Restriktionen keine Einstellungen vornehmen, prüft das System dennoch die Einstellungen für die andere Restriktion bzw. für die Transportladungsoptimierung.
Das Restriktionsprofil wird in den Transportbeziehungen für Teilsortimente zugeordnet und vom System im Rahmen des automatischen Nachschubprozesses geprüft. Sie können die Mindestbestellrestriktion (Hauptrestriktion) und die Zusatzrestriktion auch bei der manuellen Nachschubdisposition prüfen. Die Bedarfsmengenoptimierung im Hinblick auf die Einhaltung von Lieferantenrestriktionen kann jedoch nur im automatischen Prozess erfolgen.
Um ein Restriktionsprofil den Transportbeziehungen für Teilsortimente zuzuordnen, wählen Sie vom Bild SAP Easy Access
aus .
Die drei Optimierungsschritte werden in der folgenden Reihenfolge durchgeführt:
Mindestbestellrestriktion (Hauptrestriktion)
Dies ist erste Restriktion, die das System prüft, sofern Sie entsprechende Einstellungen vorgenommen haben. Sie können diese Restriktion als Mindestmenge, -gewicht, -preis oder -volumen definieren.
Zusatzrestriktion
Als Zusatzrestriktion können Sie entweder eine Mindestrestriktion oder eine Restriktion auf Vielfache oder Rabattstaffeln einstellen. Diese Restriktion bezieht sich ebenfalls auf Menge, Gewicht, Preis oder Volumen. Sie können jedoch auch festlegen, dass keine weiteren Restriktionen gelten sollen.
Hinweis
Auch wenn Sie keine Hauptrestriktion definiert haben, können Sie dennoch eine Prüfung auf die Zusatzrestriktion durchführen. Weitere Informationen finden Sie unter Restriktionsprüfung bei der automatischen Disposition.
Transportladungsoptimierung
Mit den hier verfügbaren Parametern können Sie die Vorgaben für spezifische Transporteinheiten festlegen, die bei der Transportladungsoptimierung (TLO) berücksichtigt werden sollen. Hier können Sie unter anderem die physischen Eigenschaften der verwendeten Transporteinheit (wie z.B. das maximale Ladegewicht) angeben und die Mindestfüllgrade festlegen, die für die jeweils letzte Transporteinheit nach der Konsolidierung erreicht werden müssen. Diese Einstellungen werden vom System berücksichtigt, wenn es die Bestellmengen einzelner Lokationsprodukte im Rahmen der Transportladungsoptimierung einer oder mehreren Transporteinheiten zuordnet. Weitere Informationen finden Sie unter Transportladungsoptimierung.
Jeder dieser Schritte kann die Ergebnisse aus dem vorausgegangenen Schritt ändern, indem er die Ergebnismengen erhöht. Da zusätzliche Mengen die Einhaltung einer Mindestbestellrestriktion nicht gefährden können, kann die Hauptrestriktion problemlos mit einer Zusatzrestriktion oder mit der Transportladungsoptimierung kombiniert werden. Es ist jedoch nicht sinnvoll, sowohl eine Zusatzrestriktion des Typs Vielfache
oder Rabattstaffeln
als auch die Transportladungsoptimierung zu verwenden und entsprechende Einstellungen vorzunehmen, da die Transportladungsoptimierung die Ergebnisse der Zusatzrestriktion übersteuern könnte.
Hinweis
Um in der Zusatzrestriktion absolute Rabatte für Rabattstaffeln festlegen und die Transportladungsoptimierung nutzen zu können, müssen Sie die Business Function SCM-FRE, Disposition und Optimierung in F&R (SCM_FRE_OPTIM
) aktivieren.
Um Restriktionsprofile zu bearbeiten, wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus .
Beispiel 1
Sie können zwei Mindestbestellrestriktionen verwenden, indem Sie neben der Hauptrestriktion auch eine Zusatzrestriktion mit dem Restriktionstyp Mindestbestellung
festlegen und beispielsweise die Hauptrestriktion über eine feste Mengeneinheit (z.B. Kartons) und die Zusatzrestriktion über den Preis definieren.
Beispiel 2
Sie können gar keine Restriktionsprüfung auf Mindestbestellmengen durchführen und stattdessen nur den Restriktionstyp Vielfache
verwenden.
Beispiel 3
Sie können als Hauptrestriktion eine Mindestbestellmenge festlegen und zusätzlich Rabattstaffeln verwenden.