Voraussetzungen für den Vertriebslieferplan Wenn Sie die Abrufabwicklung zu Vertriebslieferplänen nutzen möchten, dann sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Sie müssen Ihre Vertriebslieferpläne in das SAP-APO-System übertragen.
Aus dem SAP-R/3-System können Sie die Vertriebslieferpläne per SAP APO Core Interface (CIF) übertragen. (Siehe
SAP-R/3-System
)
Sie können den übertragenen Vertriebslieferplänen Steuerungs- und Bestätigungsprofile zuweisen, mit denen Sie z.B. festlegen können, welche Prüfungen beim Eingang von Lieferplanabrufen durchgeführt werden sollen, oder ob Sie Bestätigungen an Kunden versenden möchten.
Wählen Sie im Customizing von
Advanced Planning and Optimization
unter
Supply-Chain-Planung
→
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
→
Profile
→
Bestätigungsprofile
für Bestätigungsausgang festlegen
und
Steuerungsprofile festlegen
und geben Sie die gewünschten Kriterien ein.
Sie können einstellen, dass bei der erstmaligen Übertragung von Vertriebslieferplänen Default-Profile zugewiesen werden. D.h. Sie können Kriterien hinterlegen, über diese Default-Profile bei der Übertragung von Vertriebslieferplanpositionen ermittelt werden:
Das Steuerungsprofil, das Sie einer Vertriebslieferplanposition zuweisen möchten, kann anhand von Kundenlokation, Abrufdisposition und Abrufsplitprofil ermittelt werden.

Der Kundenlokation des APO-Systems entspricht im R/3-System der Auftraggeber oder Warenempfänger (KUNNR) des Vertriebslieferplans. Der Abrufsplitregel im APO entspricht die Planabrufvorschrift (PLAVO) der Vertriebslieferplanposition im R/3-System. Die dispositive Behandlung von Abrufarten ist im R/3 ebenfalls vorhanden (ABDIS).
Das System versucht das Steuerungsprofil folgendermaßen zu ermitteln:
1. mit allen Kriterien
2. mit Abrufdisposition und Abrufsplitprofil
3. nur mit Abrufdisposition
Kann bei der erstmaligen Übertragung von Vertriebslieferplänen kein Steuerungsprofil zugeordnet werden, so wird das Steuerungsprofil SAP1 verwendet.
Das Bestätigungsprofil, das Sie einer Vertriebslieferplanposition zuweisen möchten, kann anhand der Kundenlokation ermittelt werden.

Der Kundenlokation entspricht im R/3-System der Auftraggeber bzw. Warenempfänger (KUNNR) des Vertriebslieferplans.
Kann bei der erstmaligen Übertragung von Vertriebslieferplänen aufgrund der im Customizing hinterlegten Kriterien kein Bestätigungsprofil zugeordnet werden, so wird das Bestätigungsprofil SAP1 verwendet.
Mit der ErweiterungAPOCF060können Sie sämtliche Daten der übertragenen Positionen von Vertriebslieferplänen verändern. Steuerungsprofile und Bestätigungsprofile der Lieferplanposition können Sie ebenfalls zuweisen.
Wählen Sie
Supply-Chain-Planung
→
Vertriebslieferplanabwicklung
→
Lfd. Einstellungen
→
Default-Profile für Initialdatenversorgung
und geben Sie die gewünschten Kriterien ein.
Sie sollten Vertriebslieferplanpositionen im SAP-R/3-System absagen oder löschen, bevor Sie diese im SAP-APO-System löschen. Die abgesagte Vertriebslieferplanposition wird dann mit der nächsten Änderungsübertragung per CIF im SAP-APO-System inaktiv und kann dann im SAP-APO-System gelöscht werden.

Wenn Sie Vertriebslieferplanpositionen nur im SAP-APO-System deaktivieren, dann ist bzw. wird die entsprechende Vertriebslieferplanposition im SAP-R/3-System weder gelöscht noch ist ein Absagegrund vorhanden.
D.h. mit der nächsten Änderungsübertragung aus dem SAP-R/3-System würde die Vertriebslieferplanposition wieder aktiviert werden, da der Vertriebslieferplan im SAP-R/3-System nicht abgesagt wurde.
Siehe Anzeigen, Pflegen und Löschen von Vertriebslieferplänen
Benutzereinstellungen pflegen
Pflegen Sie die Benutzereinstellungen für die Produktplantafel und die Produktsicht entsprechend.
Wählen Sie
Supply-Chain-Planung
→
Vertriebslieferplanabwicklung
→
Produktplantafel (Vertriebslieferplan)
oder
Produktionsplanung
→ Interaktive Produktionsplanung
→ Produktsicht
.
Wählen Sie
Benutzereinstellungen
, um eine geeignete Variante für die Vertriebslieferplanabwicklung (z.B. SAP_SCO) auszuwählen, damit z.B. das Teilbild
Lieferpläne (Vertrieb)
in der Produktplantafel angezeigt wird.
Wählen Sie
, um eine andere Variante aus dem Customizing zu verwenden.
Legen Sie auf der Registerkarte
Produkt 2
, dann Registerkarte
Bedarfe
im Feld
Angezeigte Menge
fest, dass Ihnen bestätigte Mengen und Wunschmengen in der
Produktsicht (periodisch)
angezeigt werden. Wenn Sie eine aggregierte Darstellung wünschen, dann werden Ihnen zusätzlich die Summe der Wunschmengen und die Summe der bestätigten Mengen angezeigt, falls sich diese innerhalb der betrachteten Periode unterscheiden.
Markieren Sie dort
Kundenabschnitte Vertriebslieferplan.
Dann werden Ihnen im Teilbild
Produktsicht: periodisch
die zuletzt gespeicherte bestätigte Menge, die Differenz zwischen der aktuell bestätigten Menge und der Wunschmenge sowie die kumulierte Differenzmenge angezeigt.
Teilbilder in der Produktplantafel anzeigen
Um die zum Bearbeiten von Vertriebslieferplänen erforderlichen Teilbilder in der Produktplantafel einzublenden, sollten Sie die Teilbilder
Produktsicht: periodisch
und
Lieferpläne (Vertrieb)
auswählen.
Im Teilbild
Produktsicht: periodisch
wird Ihnen z.B. die Wunschmenge und bestätigte Menge
bucketorientiert angezeigt; im Teilbild
Lieferpläne (Vertrieb)
werden ausgewählte Stamm- und Bewegungsdaten zur Vertriebslieferplanposition angezeigt, z.B. der aktuelle und der übermittelte Status der Lieferplanposition.
Layout der Produktplantafel einstellen
Im Customizing können Sie das Teilbildangebot oder das Drucktastenprofil unter
Supply-Chain-Planung
→
Produktions- und Feinplanung (PP/DS)
→ Produktplantafel
→
Layout einstellen
einstellen.
Siehe Vertriebslieferplan in der Produktplantafel und Produktsicht bearbeiten
Mit dem
Berechtigungsobjekt C_APO_SSA können Sie festlegen, welche Aktivitäten ein Benutzer im Rahmen der
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
ausführen darf.
Sie können daher z.B. steuern, ob ein Benutzer Abrufe anlegen, Bestätigungen ausgeben oder Stammdaten ändern darf.
Wählen Sie
Supply-Chain-Planung
→
Vertriebslieferplanabwicklung
→
Lfd. Einstellungen
→
IDoc-Eingangsverarbeitung
, um die Eingangsverarbeitung für IDocs (vom Nachrichtentyp DELINS) einzustellen:
Abrufeingang einstellen
Sie können z.B. Prüfkriterien für die IDoc-Eingangsverarbeitung festlegen oder einen Testlauf für die Verarbeitung von lieferrelevantem Abruf und/oder Vorschauabruf nutzen, so dass die IDoc-Verarbeitung für alle Lieferpläne des eingegebenen Auftraggebers unterbrochen wird.
Sie können z.B. folgende Prüfkriterien verwenden:
Prüfen der Bestellnummer
Falls eine vom Kunden im IDoc mitgegeben wird, wird diese mit der im Vertriebslieferplan hinterlegten Bestellnummer verglichen. Falls beide identisch sind, wird die IDoc-Verarbeitung fortgesetzt.
Prüfen der Abladestelle
Diese wird bei der IDoc-Eingangsverarbeitung von Lieferplanabrufen zur effizienten Ermittlung des zugehörigen Vertriebslieferplans herangezogen.
Außerdem können Sie festlegen, dass ein Lieferscheinpräfix und eine Splitregel verwendet werden.
Zusätzlich können Sie für die Verarbeitung von lieferrelevanten Abruf und/oder Vorschauabrufen einen Testlauf nutzen.
Wenn Sie den Testlauf nutzen, dann wird die IDoc-Verarbeitung für alle Lieferpläne des eingegebenen Auftraggebers unterbrochen.
Auftraggeberermittlung einstellen
Sie können z.B. festlegen, welcher Lieferant welchem Kunden zugeordnet werden soll.
Zudem können Sie eine Partnerbezeichnung angeben, die z.B. ein bestimmtes Werk oder ein Lager des Kunden bezeichnet, das als Warenempfangsstelle dient.
Außerdem können Sie eine Abladestelle angeben, die den endgültigen Abladepunkt definiert.
Diese Kriterien werden bei der IDoc-Eingangsverarbeitung von Lieferplanabrufen zur effizienten Ermittlung des zugehörigen Vertriebslieferplans herangezogen.

Zuordnung von Kunde (Auftraggeber) und Lieferant
Sie möchten den Kunden A dem Lieferanten B zuordnen.
Kunde A, der die IDocs versendet, führt Lieferant B unter dem Kennzeichen B_1.
Sendet der Kunde A ein IDoc zum Lieferanten B, so versendet er seine Bezeichnung des Lieferanten, d.h. B_1, im IDoc mit.
Lieferant B kann nun die Bezeichnung B_1, unter der er beim Kunden A geführt wird, dem Kunden A zuordnen.
Somit existiert innerhalb des Systems eine Zuordnung zwischen Kunde und Lieferant.
Für die IDoc-Eingangsverarbeitung stehen Ihnen zahlreiche Business Add-Ins (BAdIs) zur Verfügung.
Weitere Informationen zu relevanten Business Add-Ins finden Sie im Abschnitt Business Add-Ins für Vertriebslieferpläne, -abrufe und Bestätigungen .
Sie müssen die gewünschten Einstellungen im Customizing von
Advanced Planning and Optimization
→ Supply-Chain-Planung→ Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan vornehmen.
Wenn Sie die eingehenden Vorschauabrufe aufsplitten möchten, dann sind folgende Schritte erforderlich:
Legen Sie im Customizing von
Advanced Planning and Optimization
unter
Supply-Chain-Planung
→
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
→
Abrufsplit
ein Abrufsplitprofil an.
Definieren Sie die Abrufsplitregeln.
Ordnen Sie die Abrufsplitregeln dem Abrufsplitprofil zu.
Ordnen Sie das Abrufsplitprofil dem Lieferplansteuerungsprofil zu.
Ordnen Sie das gewünschte Lieferplansteuerungsprofil der Vertriebslieferplanposition in der Stammdatenpflege des Vertriebslieferplans zu.
Siehe Sollabruf
Nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen im Customizing von
Advanced Planning and Optimization
unter
Supply-Chain-Planung
→
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
vor:
Sie können
unter
Heuristik pflegen
zwischen folgenden
Heuristiken für die Zulässigkeitsprüfung wählen:
Zulässigkeit ok ohne Prüfung
(SAP_CDS_A01)
D.h. der neue Sollabruf ist zulässig, ohne dass eine Prüfung stattfindet.
Toleranzprüfung
(SAP_CDS_A02)
D.h. der aktuelle Sollabruf wird mit dem zuletzt bestätigten Sollabruf verglichen.
Wenn Sie die
Toleranzprüfung
verwenden, dann müssen Sie ein Toleranzprofil definieren.
Sie definieren das Toleranzprofil unter
Heuristiken
→
Toleranzprofile für Zulässigkeitsprüfung festlegen
Im Toleranzprofil können Sie eine Einzel- oder Summenprüfung einstellen.
Einzelprüfung
Wenn Sie eine Einzelprüfung von Mengen/Terminpaaren möchten, dann können Sie entweder eine tagesgenaue oder eine sekundengenaue Prüfung wählen. Markieren Sie
Zeitstempel prüfen
.
Somit können Sie z.B. für die nähere Zukunft eine genauere Prüfung festlegen und für die ferne Zukunft eine gröbere.
Summenprüfung
Wenn Sie die Summenprüfung für Perioden Ihres Planungskalenders durchführen möchten, dann
müssen Sie im Customizing von
Advanced Planning and Optimization
unter
Stammdaten
→ Kalender
→ Planungskalender (Zeitstrahl) pflegen
einen Planungskalender anlegen und diesen Planungskalender dem Toleranzprofil zuweisen.
Ordnen Sie das Toleranzprofil in den Heuristikeinstellungen oder dem Steuerungsprofil der Heuristik
SAP_CDS_A02
zu.

Das System ermittelt das zu verwendende Toleranzprofil wie nachfolgend beschrieben.
Sie haben das Toleranzprofil:
für die Heuristik und im Steuerungsprofil gepflegt
⇒ Es wird das Toleranzprofil der Heuristik verwendet, weil es Vorrang hat.
weder für die Heuristik noch im Steuerungsprofil gepflegt
⇒ Es findet keine Prüfung statt.
nur für die Heuristik oder nur im Steuerungsprofil gepflegt
⇒ Es gibt nur ein Toleranzprofil, d.h. das vom System zu verwendende Toleranzprofil ist eindeutig.
Ordnen Sie die Heuristik dem Steuerungsprofil im Customizing unter
Profile
→
Steuerungsprofile festlegen
zu
Weisen Sie das Steuerungsprofil den entsprechenden Vertriebslieferplänen in der Stammdatenpflege auf der Registerkarte
Lieferplan
zu.

Eigene Prüfungen anlegen
Sie können einen eigenen Algorithmus (Funktionsbaustein) für die Zulässigkeitsprüfung anlegen und diesen im Customizing unter
Heuristiken
→
Heuristiken pflegen
zuordnen.
Sie können die entsprechende Heuristik dem Steuerungsprofil zuweisen und das Steuerungsprofil dem Vertriebslieferplan in der Stammdatenpflege auf der Registerkarte
Lieferplan
zuweisen.
(Siehe Anlegen von Heuristiken mit eigenen Algorithmen )
Siehe Zulässigkeitsprüfung
Die vom Kunden gewünschten Mengen können in der Machbarkeitsprüfung automatisch bestätigt werden.
Nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen im Customizing von
Advanced Planning and Optimization
unter
Supply-Chain-Planung
→
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
vor:
Sie können
unter
Heuristik pflegen
zwischen folgenden
Heuristiken für die
Machbarkeitsprüfung
wählen:
Übereinstimmend bestätigen ohne Prüfung
(SAP_CDS_F01)
Reichweitenprüfung
(SAP_CDS_F02)
Produktheuristik mit Reichweitenprüfung
(SAP_CDS_F03)
Sie können festlegen, dass die Machbarkeitsprüfung nur durchgeführt wird, wenn
alle Vertriebslieferplanpositionen zu einem Produkt einen zulässigen
aktuellen Status
haben, und welchen Status Sie zulassen möchten
das Produkt eine
Planungsvormerkung für die Machbarkeitsprüfung
hat
D.h. es werden nur diejenigen Produkte geprüft, bei denen seit der letzten Machbarkeitsprüfung eine dispositiv relevante Veränderung stattgefunden hat.
Die Reichweitenprüfung im Rahmen der Machbarkeitsprüfung wird immer auf der Basis der vom Kunden gewünschten Mengen durchgeführt.
Wenn Sie eine
Reichweitenprüfung
verwenden, dann müssen Sie einen Reichweitentyp pflegen. Über den Reichweitentyp können Sie steuern, welche Zugänge, Bedarfe, Prognosen und Bestände das System bei der Berechnung der
Ist-Reichweite berücksichtigt.
Pflegen Sie den Reichweitentyp im Customizing der
Supply-Chain-Planung
unter
Produktions- und Feinplanung (PP/DS)
→
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
→
Heuristiken
→
Reichweitentypen pflegen
. Das System berechnet dann im Rahmen der Reichweitenprüfung anhand des Reichweitentyps die Reichweite für jeden
Pegging-Bereich.

Sie können pro Reichweitentyp bis zu drei Werte (in Kalendertagen) als Mindestreichweite festlegen.
Die Mindestreichweite wird verwendet, um Alerts auszulösen, die den Planer über kritische Situationen bei der Produktverfügbarkeit informieren. Den drei Werten (Fehler, Warnung, Info) werden unterschiedliche Prioritäten zugeordnet, die unterschiedliche Alerts auslösen.
Sobald die Ist-Reichweite die Mindestreichweite unterschreitet, wird ein Alert erzeugt.
Die Machbarkeitsprüfung ist jedoch nur dann nicht erfolgreich, wenn die Ist-Reichweite die Mindestreichweite (Fehler) unterschreitet.
Mit dem Customer-Exit APOCV001 können Sie produktabhängige Mindestreichweiten definieren, die von dem im Customizing gepflegten Reichweitentyp unabhängig sind (in Abhängigkeit vom Prüfhorizont).
Ordnen Sie den Reichweitentyp (RW-Typ) entweder pro Heuristik oder im Steuerungsprofil zu.

Das System ermittelt den zu verwendenden RW-Typ wie nachfolgend beschrieben.
Sie haben den zu verwendenden RW-Typ:
für die Heuristik und im Steuerungsprofil gepflegt
⇒ Es wird der RW-Typ der Heuristik verwendet, weil er Vorrang hat.
weder für die Heuristik noch im Steuerungsprofil gepflegt
⇒ Es findet keine Prüfung statt.
nur für die Heuristik oder nur im Steuerungsprofil gepflegt
⇒ Es gibt nur einen RW-Typ, d.h. der vom System zu verwendende RW-Typ ist eindeutig.
Ordnen Sie die Heuristik dem Steuerungsprofil im Customizing unter
Profile
→
Steuerungsprofile festlegen
zu
Sie können zusätzlich wählen,
ob das System die Machbarkeitsprüfung direkt im Anschluss an die Zulässigkeitsprüfung als Bestandteil der Eingangsbearbeitung durchführen soll.
Markieren Sie
Sofort nach Abrufeingang
.
welchen Reichweitentyp ( Zugangsreichweite / Bestandsreichweite) das System zur die Ermittlung der Reichweite verwenden soll
Weisen Sie das Steuerungsprofil den entsprechenden Vertriebslieferplänen in der Stammdatenpflege auf der Registerkarte
Lieferplan
zu.

Eigene Prüfungen anlegen
Sie können einen eigenen Algorithmus für die Machbarkeitsprüfung (Funktionsbaustein) anlegen und diesen im Customizing unter
Heuristiken
→
Heuristiken pflegen
zuordnen. (Siehe
Anlegen von Heuristiken mit eigenen Algorithmen
)
Siehe Machbarkeitsprüfung
Sie können die Zulässigkeitsprüfung und die Machbarkeitsprüfung in der automatisierten Produktionsplanung prüfen.
Für den Produktionsplanungslauf können Sie festlegen, dass das System mehrere Heuristiken nacheinander durchführen soll.
Wählen Sie
Produktionsplanung
→
Automatisierte Produktionsplanung und Optimierung
.
Wählen die gewünschten Heuristiken aus.
Wählen Sie für die Heuristiken der
Zulässigkeits- bzw. Toleranzprüfung das Objekt2 (
Aufträge
) aus.
Wählen Sie für die Heuristiken der
Machbarkeitsprüfung das Objekt4 (
Produkt
) aus.
Geben Sie anschließend die erforderlichen Selektionskriterien ein.
Siehe Produktionsplanungslauf und Produktionsplanungslauf im Hintergrund
Wenn Sie Heuristiken im Dialog ausführen möchten, dann müssen Sie:
Heuristiken pflegen
Heuristiken dem Steuerungsprofil zuordnen
das Heuristikprofil im Customizing pflegen (
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
→
Heuristiken
→
Heuristikprofile pflegen
)
Das Heuristikprofil gibt die Heuristiken vor, die Sie in der Anwendung über die
Variable Heuristik
oder über (
Interaktive
)
Planung
→
Heuristiken
auswählen können.
das Heuristikprofil in den
Benutzereinstellungen
der Produktsicht oder Produktplantafel zuordnen (z.B. SAP_CDS_001 –
Profil für Vertriebslieferplandisponent
)
Wenn Sie im Steuerungsprofil für die Machbarkeitsprüfung
Sofort nach Abrufeingang
festgelegt haben, d
ann wird die Machbarkeit direkt im Anschluss an die Eingangsverarbeitung geprüft.
Über das Planungsverfahren im lokationsabhängigen Produktstamm können Sie für Kundenbedarfe festlegen, ob die Wunschmenge oder die bestätigte Menge Pegging-relevant ist.
Wählen Sie
Produktions- und Feinplanung (PP/DS)
→
Planungsverfahren pflegen
und legen Sie fest, ob die bestätigte oder die Wunschmenge
Pegging-relevant ist.
Ordnen Sie die entsprechenden PP-Planungsverfahren den betreffenden Produkten in den lokationsabhängigen Stammdaten zu.
Wenn Sie auf der Basis der Wunschmenge planen, dann sind die Kundenbedarfe mit dem Abrufeingang planungsrelevant.
Wenn Sie auf der Basis der bestätigten Mengen planen, dann sind Kundenbedarfe erst nach dem Bestätigen planungsrelevant; unabhängig davon, ob diese Bestätigung an den Kunden übermittelt wurde oder nicht.
Siehe Festlegen der Pegging-relevanten Menge bei Kundenbedarfen
Pflegen Sie im Customizing der
Globalen Verfügbarkeitsprüfung (Globalen ATP-Prüfung)
unter
Produktverfügbarkeitsprüfung
folgende Einstellungen:
Legen Sie den erforderlichen Prüfumfang für die ATP-Gruppe und das entsprechende betriebswirtschaftliche Ereignis (z.B.
A – SD-Auftrag
) fest. (
Produktverfügbarkeitsprüfung
→
Prüfsteuerung pflegen)
Z. B. sollte der Prüfumfang die Kategorie
Abruf vom Kunden im Werk – VLP
(
HC
) beinhalten.
Pflegen Sie den Filtertyp. (
Werkzeuge
→ Filtertyp pflegen
)
Mit dem Filtertyp legen Sie die Kriterien für die Selektion der Aufträge für die Rückstandsbearbeitung im Hintergrund fest.
Z. B. sollte der Filtertyp für die Rückstandsbearbeitung im Hintergrund die Kategorie
Abruf vom Kunden im Werk – VLP
(
HC
) sowie das Produkt beinhalten.
Pflegen Sie den Prüfmodus und die Prüfvorschrift. (
Allgemeine Einstellungen
→ Prüfmodus pflegen
und
Prüfvorschrift pflegen
)
Pflegen Sie dort die Prüfvorschriften für den Prüfmodus und das entsprechende betriebswirtschaftliche Ereignis und markieren Sie ggf.
ATP-Alert aktiv
, so dass Sie im Alert-Monitor über Unterdeckungssituationen informiert werden.
Prüfen Sie, ob im lokationsspezifischen Produktstamm auf der Registerkarte
ATP
folgende Daten gepflegt sind (
Stammdaten
→
Lokation
→
Produkt
):
Prüfmodus
ATP-Gruppe
Prüfhorizont (Bedarfe hinter dem Ende des Prüfhorizonts werden nicht geprüft, sondern in voller Höhe bestätigt.)
Sie können den Customer-Exit APOBO010 verwenden, um z. B. Vertriebslieferplanpositionen mit dem aktuellen Status
Zulässigkeit nicht ok
von der Rückstandsbearbeitung auszuschließen.
Siehe Rückstandsbearbeitung
Sie können festlegen, unter welchen Bedingungen eine Bestätigung als abweichend oder übereinstimmend bestätigt gilt:
Wählen Sie im Customizing der
Supply-Chain-Planung
unter
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
→ Profile
→ Bestätigungsprofile festlegen
.
Legen Sie in
Ermittlungsart
fest, ob die gewünschten Mengen sekunden-, minuten-, stunden- oder tagesgenau bestätigt werden müssen, damit diese als übereinstimmend bestätigt gelten.
Ob Sie oder das System die gewünschten Mengen übereinstimmend oder abweichend bestätigt haben, wird aufgrund der Ermittlungsart festgestellt. Das Ergebnis der Prüfung wird als
Aktueller Status
(
Bestätigungsstatus) der Vertriebslieferplanposition angezeigt.
Sie ordnen das Bestätigungsprofil den entsprechenden Vertriebslieferplanpositionen in der Stammdatenpflege zu.

Mit dem Business Add-In (BAdI)
Bestätigungsstatusermittlung
(/SAPAPO/CMDS_STATDET) können Sie eigene Prüfungen hinterlegen, wenn Sie z.B. eine wochengenaue Prüfung oder unterschiedliche Prüfungen für verschiedene Kunden verwenden möchten
In diesem Zusammenhang können Sie auch das BAdI Vergleich zweier Zeitreihen (/SAPAPO/COMPSCHEDLIN) verwenden, um z.B. zwei Zeitreihen zu vergleichen oder eigene Zeitintervalle zu definieren.
Sie können im
Bestätigungsprofil
für die übereinstimmende Bestätigung festlegen, dass diese
mit Einteilungen
oder
ohne Einteilungen
übermittelt wird.

Bitte beachten Sie, dass bei einer übereinstimmenden Bestätigung, die z.B. auf der Basis einer stunden- oder tagesgenauen Prüfung erzeugt wurde, der Zeitstempel von Wunschmenge und bestätigter Menge unterschiedlich sein kann.
Falls Ihr Kunde diese Mengen- und Termininformationen benötigt, dann sollten Sie die übereinstimmende Bestätigung mit Einteilungen übermitteln.
Ob die gewünschten Mengen übereinstimmend oder abweichend bestätigt sind, wird anhand der
Ermittlungsart
des Bestätigungsprofils festgestellt. Das Ergebnis (
Bestätigung abweichend
oder
übereinstimmend
) wird als
Aktueller Status
der Vertriebslieferplanposition angezeigt.

Sie haben im Bestätigungsprofil eine tagesgenaue Prüfung eingestellt, so dass die Uhrzeit der gewünschten bzw. bestätigten Mengen nicht berücksichtigt wird.
Ihr Kunde wünscht am 24.09. um 14:00 Uhr 100 ST.
Sie können den Bedarf von 100 ST am 24.09. erst um 21:00 Uhr befriedigen.
Da Sie eine tagesgenaue Prüfung eingestellt haben, sind die gewünschten Mengen übereinstimmend bestätigt.
Sie haben im
Bestätigungsprofil
für die Ausgabe von Bestätigungen (Aktionen) folgendes festgelegt:
für den Bestätigungslauf
sofortige Verarbeitung
oder
Verarbeitung über Selektionsreport
für die Art der Versendung
Bestätigung wird nur bei Abweichung zum Sollabruf versendet
oder
Bestätigung wird immer versendet
Wenn Sie Bestätigungen ausgeben möchten, dann müssen Sie im Customizing der
Supply-Chain-Planung
unter
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
→
Aktionen für die Ausgabe von Bestätigungen definieren
entsprechende Einstellungen vornehmen.
Wenn Sie
Business Add-Ins (BAdIs) für Bestätigungen verwenden möchten, dann müssen Sie diese im Customizing der
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
implementieren.
Weitere Informationen zu relevanten Business Add-Ins finden Sie im Abschnitt Business Add-Ins für Vertriebslieferpläne, -abrufe und Bestätigungen .
Der Prozess für den Geschäftsjahreswechsel muss in SAP R/3 und SAP APO identisch eingestellt sein.
Nach der Übertragung von Vertriebslieferplanpositionen wird diesen zunächst ein Default-Steuerungsprofil zugewiesen, das einen automatischen Geschäftsjahreswechsel vorsieht.
Stellen Sie im Steuerungsprofil, das Sie neu zuweisen, das entsprechende Vorgehen ein:
Manueller Geschäftsjahreswechsel
Stellen Sie im Steuerungsprofil in
Geschäftsjahreswechsel
für den manuellen Jahreswechsel
Manuelles
Rücksetzen der FZ zum Jahreswechsel
ein und weisen Sie das Steuerungsprofil der Vertriebslieferplanposition in der Stammdatenpflege zu.

In SAP APO können Sie für Vertriebslieferpläne mit manuellem Geschäftsjahreswechsel über das Business Add-In
Steuerung des Geschäftsjahreswechsels
(/SAPAPO/CMDS_RES_CDQ) steuern, ob bzw. in welchen Fällen ein Geschäftsjahreswechsel vorliegt.
Kein Geschäftsjahreswechsel
Wählen Sie
Kein Rücksetzen der FZ
, d.h. die Liefer-FZ wird über die Jahresgrenzen hinweg aufsummiert.
Automatischer Geschäftsjahreswechsel
Wählen Sie
Automatisches Rücksetzen der FZ zum Jahreswechsel
.
Bei der Umstellung von automatischen auf manuellen Geschäftsjahreswechsel müssen sich beide Abrufarten im gleichen (neuen) Geschäftsjahr befinden.

Wenn sich beide Abrufarten in unterschiedlichen Geschäftsjahren befinden, dann stellen Sie im Customizing den automatischen Geschäftsjahreswechsel ein und ändern Sie das Geschäftsjahr in dem Abruf mit dem alten Geschäftsjahr.
Der manuelle Geschäftsjahreswechsel setzt außerdem voraus, dass:
die Vertriebslieferplanposition ein eingetragenes Geschäftsjahr hat, da diese Position sonst nicht für einen Geschäftsjahreswechsel relevant ist
Sobald die erste Auslieferung zur Vertriebslieferplanposition im OLTP- bzw. SAP-R/3-System angelegt und an SAP APO übertragen wird, werden auch die Geschäftsjahresinformationen an SAP APO übertragen. Ggf. kann danach eine Umsetzung des Geschäftsjahres trotzdem erforderlich sein, wenn z.B. bereits erfolgte Auslieferungen des vergangenen Geschäftsjahres vom Kunden im neuen Geschäftsjahr erfasst wurden.
der Geschäftsjahresbeginn (Tag und Monat) des Vertriebslieferplans in SAP R/3 und SAP APO identisch ist

Eine Abweichung kann ggf. auftreten, wenn im SAP-R/3-System die Geschäftsjahresvariante des Vertriebslieferplans geändert wurde, d.h. der Kunde seinen Geschäftsjahresbeginn verschoben hat, so dass die Auslieferungen angepasst wurden, die in SAP APO hierzu geplanten Vertriebslieferpläne jedoch nicht.
Der im Steuerungsprofil eingestellte
automatische Geschäftsjahreswechsel
findet nur statt, wenn Sie im angeschlossenen SAP-R/3-System keine Einstellung vornehmen, oder wenn Sie den Customer-Exit V45L0001
Rücksetzen der Lieferfortschrittszahl zum Geschäftsjahresende
mit entsprechender Ausprägung verwenden.
Siehe Geschäftsjahr verwalten
Weitere Informationen finden Sie in dem SAP-Hinweis 449954.
Der verwendete Vertriebslieferplan ist im SAP-R/3-System i.d.R. ein SD-Lieferplan mit der Belegart
LZ (Lieferplan mit Abruf).

Geben Sie im Vertriebslieferplan die Kundenmaterialnummer ein und die Lieferplannummer und -position (in den Feldern
Bestellnummer
und
Bestellposition
) des entsprechenden Lieferplans Ihres Kunden, damit der Lieferplan beim IDoc-Eingang ermittelt werden kann.
Legen Sie ein Integrationsmodell an, das Materialstämme, Werke, Kunden, Bestände, Kundenaufträge (zum Übertragen der Lieferung) und Vertriebslieferplanpositionen enthält. Markieren Sie ebenfalls die ATP-Daten (
ATP-Customizing und ATP-Check
), wenn Sie die Globale ATP-Prüfung im SAP-APO-System nutzen möchten.
Für Vertriebslieferplanpositionen, die Sie im SAP-APO-System planen, müssen Sie auch
ATP-Check
markieren, damit das Material im SAP-APO-System terminiert wird. Hierdurch wird sichergestellt, dass beim Anlegen von Lieferplanabrufen per CIF im SAP-R/3-System die gleichen Termine (Liefertermin, Warenausgangstermin, Ladetermin, Materialbereitstellungstermin etc.) ermittelt werden wie im SAP-APO-System.
Aktivieren Sie das Modell.
Wählen Sie im SAP-R/3-System
Logistik
→
Zentrale Funktionen
→
Supply-Chain-Planungsschnittstelle
→ Core Interface Advanced Planer and Optimizer
→ Integrationsmodell
.
Für Vertriebslieferpläne müssen Sie den Objekttyp
SD-Lieferpläne
in diesem Modell aktivieren.

Im SAP-R/3-System können Sie zu Werk/Material-Kombinationen (CIF-Filterobjekt), die sich in einem aktiven Integrationsmodell befinden keine Abrufe empfangen bzw. erfassen.
Die entsprechenden Lieferplanabrufe sind nicht mehr eingabebereit.
Wenn ein Abruf zu diesem Vertriebslieferplan eingeht, dann wird das IDoc an das APO-System weitergeleitet und dort verarbeitet.
Bitte beachten Sie, wenn das Integrationsmodell nicht aktiv ist, dann wird das Abruf-IDoc im SAP-R/3-System verarbeitet. Der Abruf steht dann nicht in SAP APO zur Verfügung.
Wenn das angeschlossene
OLTP-System ein SAP-R/3-System ist, dann können Sie im
Customer-Exit V45L0001 (
Rücksetzen der Lieferfortschrittszahl zum Geschäftsjahresende
- EXIT_SAPLV45L_004) einstellen, ob die Fortschrittszahlen bei Geschäftsjahreswechsel zurückgesetzt werden sollen oder nicht. Falls Sie keine Einstellung vornehmen, wird ein automatischer Geschäftsjahreswechsel durchgeführt.
Der Prozess für den Geschäftsjahreswechsel muss in SAP R/3 und SAP APO identisch eingestellt sein.
Siehe Geschäftsjahr verwalten
Ab
SAP R/3 Enterprise Core 4.70 (SAP_APPL 470)
mit
Plug-In
2002.1
können Sie folgende Business Add-Ins (BAdIs) für zu übertragende Vertriebslieferpositionen verwenden:
BADI_SCOCONF
BAdI Verarbeiten kundenspezifischer Strukturen (CIF-Eingang)
um die Daten der übertragenen Bestätigungen (die als Fein- oder Lieferabruf im Vertriebslieferplan angelegt werden) zu ändern.
Zusätzlich können Sie kundenspezifische Daten übertragen.
CIF_SDLSE_001
BAdI Übertragen Vertriebslieferplanpositionen (CIF-Ausgang
)
umdie Daten der selektierten Vertriebslieferpläne zu ändern
Zusätzlich können Sie kundenspezifische Informationen in einer weiteren Struktur ablegen.
CIF_SDLSE_002
BAdI Filterobjektselektion für VLP-Positionen (CIF-Ausgang
),
umdie Selektion von Materialien und den zugehörigen Werken erneut und mit zusätzlichen Einschränkungen durchzuführen

Wenn Sie ein SAP-R/3-System mit Releasestand DI 4.6C2 einsetzen, dann stehen Ihnen anstelle der BAdIs folgende Customer-Exitszur Verfügung:
EXIT_SAPLSDSE_001 (entspricht dem BAdI CIF_SDLSE_001)
EXIT_SAPLSDSE_002 (entspricht dem BAdI CIF_SDLSE_002)
Siehe Business Add-Ins (BAdIs) für das APO Core Interface (CIF) im SAP-R/3-System (SCM-APO-PPS-CDS)
Weitere Informationen zum CIF finden Sie in der Dokumentation des
Advanced Planning and Optimization
im Abschnitt
Integration von SAP APO und SAP R/3
.