Zulässigkeitsprüfung Die Zulässigkeitsprüfung ist eine auftragsbezogene Prüfung, mit der Sie prüfen können, ob Sie die aktuellen vom Kunden gewünschten Mengen/Termine als zulässig ansehen oder nicht.

Die Zulässigkeitsprüfung bezieht sich auf die einzelne Lieferplanposition (bzw. deren Lieferplanabrufe); die nachfolgende Machbarkeitsprüfung bezieht sich hingegen auf ein Produkt ( Pegging-Bereich).
Die Zulässigkeitskeitsprüfung ist Oberbegriff für eine Reihe von möglichen Prüfungen auf der Basis von Heuristiken.
Weitere Informationen finden Sie unter Heuristiken und Heuristiken für die Vertriebslieferplanabwicklung .
Sie können für die Zulässigkeitsprüfung modifikationsfrei eigene Prüfungen anlegen.
Weitere Informationen finden Sie unter Anlegen von Heuristiken mit eigenen Algorithmen .
Nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen im Customizing von
Advanced Planning and Optimization unter
Supply-Chain-Planung
→
Abrufabwicklung zum Vertriebslieferplan
vor.
In SAP APO werden folgende Prüfungen ausgeliefert:
keine Zulässigkeitsprüfung
(Heuristik SAP_CDS_A01)
D.h. der neu eingehende Sollabruf wird ohne Prüfung als zulässig angesehen.
Toleranzprüfung: Vergleich des neuen Sollabrufs mit dem zuletzt bestätigten Sollabruf(Heuristik SAP_CDS_A02)
D.h. das System vergleicht den neu eingehenden Sollabruf mit dem vom Planer zuletzt bestätigten Sollabruf. Dabei prüft es, ob deraus lieferrelevantem Abruf und Vorschauabruf gebildete Sollabruf betriebswirtschaftlich zulässig ist, d.h. sich im Rahmen bestimmter, im Customizing einstellbarer, Toleranzgrenzen bewegt.
Mit der Toleranzprüfung können Sie entweder Übermittlungsfehler ausschließen oder prüfen, ob sich die neuen Wunschmengen/-termine im Vergleich zu den zuletzt bestätigten Wunschmengen/-terminen unzulässig verändert haben.

Falls Sie vom Kunde mehrere aufeinander folgende Lieferplanabrufe zwischen dem zuletzt bestätigten Sollabruf und dem neuen Sollabruf erhalten haben, so werden diese nicht bestätigten Sollabrufe nicht von der Toleranzprüfung berücksichtigt.
Dadurch wird gewährleistet, dass nur die vom Planer bestätigten Wunschmengen/-termine in die Toleranzprüfung eingehen.
Wenn Sie eine Toleranzprüfung durchführen möchten, dann müssen Sie ein Toleranzprofil verwenden. Dort können Sie:
Toleranzenfestlegen
prozentuale Toleranzen für maximal drei Prüfhorizonte pflegen, um die Mengen im aktuellen Sollabruf von den Mengen im zuletzt bestätigten Sollabruf abweichen dürfen
eine Einzelprüfung festlegen
Im Rahmen der Einzelprüfung können Terminabweichungen tagesgenau- oder sekundengenau geprüft werden.
Somit können Sie z.B. für die nähere Zukunft eine sekundengenaue Prüfung festlegen und für die ferne Zukunft eine gröbere, tagesgenaue Prüfung.
eine Summenprüfung festlegen
Wenn Sie den Planungskalender für die Summenprüfung verwenden möchten, dann können Sie Prüfhorizonte in kleinere Teilperioden untergliedern, für die dann jeweils eine Summenprüfung durchgeführt wird.
Wenn eine Toleranzverletzung festgestellt wird, dann werden automatisch Alerts erzeugt.
Diese Alerts sehen Sie im
Alert Monitor mit der Beschreibung
Vertriebslieferplan: Nachricht aus Zulässigkeitsprüfung
.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt
Alert-Monitor zum Vertriebslieferplan
und in der Dokumentation des
Supply-Chain-Monitoring
unter
Alert Monitor
.
Im Rahmen der Eingangsverarbeitung von Lieferplanabrufen führt das System die Zulässigkeitsprüfung automatisch durch. Sie kann auch in interaktiven und automatisierten Produktionsplanung durchgeführt werden.
Die Zulässigkeitsprüfung kann zu folgenden Zeitpunkten durchgeführt werden:
bei der Eingangsverarbeitung(als Teil der Eingangsverarbeitung im Hintergrund), wenn Lieferplanabrufe per Electronic Data Interchange(EDI) empfangen oder manuell in der Stammdatenpflege erfasst werden
Zulässigkeit in der interaktiven Produktionsplanungprüfen (im Dialog)
Wählen Sie:
in der
Produktsicht: periodisch
die
Zulässigkeits
prüfung
im Kontextmenü der
Vertriebslieferplanbearbeitung
,
d.h. das System berücksichtigt die Einstellungen des Steuerungsprofils und prüft die Zulässigkeit eines Vertriebslieferplans
im Menü (
Interaktive
)
Planung
→
Heuristiken
,
d.h. Sie können eine Heuristik des zugewiesenen Heuristikprofils auswählen, die für alle selektierten Planungsobjekte (z.B. Produkte, Aufträge etc.) durchgeführt wird
Variable Heuristik
,
d.h. Sie können eine Heuristik des zugewiesenen Heuristikprofils auswählen, die für alle selektierten Planungsobjekte (z.B. Produkte, Aufträge etc.) durchgeführt wird
Zulässigkeit in der automatisierten Produktionsplanung prüfen
Im Produktionsplanungslauf können Sie festlegen, dass das System mehrere Heuristiken nacheinander ausführen soll.
Wählen Sie
Produktionsplanung
→
Automatisierte Produktionsplanung und Optimierung
→Produktionsplanungslauf
oder
Produktionsplanungslauf im Hintergrund
.
Geben Sie die gewünschte Heuristik für die Zulässigkeitsprüfung und das Objekt
Aufträge
(2) ein und geben Sie zusätzliche Selektionskriterien, wie z.B. Produkt oder Lokation ein.

Unter
Produktionsplanung
→
Auswertungen
→
Protokolle
können Sie Protokolle zum Produktionsplanungslauf anzeigen.
In der
Produktsicht
oder
Produktplantafel
können Sie unter
Einstellungen
→
Planungsprotokoll
festlegen, wie detailliert das angezeigt Protokoll sein.
Siehe Produktionsplanungslauf und Produktionsplanungslauf im Hintergrund
Die Wunschmenge der Einteilung vom 29.11. erhöht sich von 100 ST (letzter bestätigter Sollabruf) auf 150 ST im aktuellen Sollabruf.
Diese Erhöhung überschreitet die im Customizing definierten Toleranzen von 10 Prozent für die Einzelprüfung im ersten Prüfhorizont, so dass wird ein Alert erzeugt wird.
Sie erhalten den Alert
Einzelprüfung im Horizont <...>
.
Sie haben im Toleranzprofil für die Zulässigkeitsprüfung eine Summenprüfung laut Planungskalender festgelegt.
Ihr Planungskalender sieht wöchentliche Perioden vor und die drei Prüfhorizonte sind jeweils 10 Tage.
Horizont 1 (10 Tage) |
Horizont 2 (10 Tage) |
Horizont 3 (10 Tage) |
||||
Periode 1 (7 Tage) |
Periode 2 (7 Tage) |
Periode 3 (7 Tage) |
Periode 4 (7 Tage) |
Periode 5 |
||

Die einzelnen Perioden werden bei der Summenprüfung immer komplett berücksichtigt.
Bei der Summenprüfung im ersten Horizont werden die ersten beiden Perioden berücksichtigt.
Bei der Summenprüfung im zweiten Horizont wird nur die dritte Periode berücksichtigt. Die zweite Periode wird nicht mehr berücksichtigt.
Bei der Summenprüfung im dritten Horizont werden die Perioden 4 und 5 komplett berücksichtigt, auch wenn die Periode 5 über den dritten Prüfhorizont hinausgeht.
Wenn bei der Summenprüfung eine Toleranzverletzung festgestellt wird, dann erhalten sie den Alert
Summenprüfung im Horizont <...>.