Show TOC

HintergrundTexte offline übersetzen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Mit den Externalisierungs-Funktionen der Transaktion LXE_MASTER können Sie Texte exportieren, die außerhalb des Übersetzungssystems übersetzt werden sollen. Sie können dann die Übersetzungen zurück in das Übersetzungssystem importieren. Es können alle Kurztexte und PDF-Formulare für die Übersetzung exportiert werden.

Dies ist eine Alternative zu der in Einrichtung und Koordination der Übersetzung beschriebenen Vorgehensweise, bei der alle Aktivitäten direkt im System selbst stattfinden.

Voraussetzungen

Sie haben mindestens eine Objektliste im Übersetzungssystem erstellt.

Hinweis Hinweis

Um Inkonsistenzen zu vermeiden empfiehlt SAP, diese Funktionen zur Offline-Übersetzung von Texten erst zu verwenden, nachdem die Entwicklung beendet wurde.

Ende des Hinweises.

Funktionsumfang

Exportfunktionen

Zur späteren Identifizierung (z. B. während des Imports, der Protokollanzeige und der Objektstatusanzeige) wird jedem Exportjob eine eindeutige ID zugeordnet.

Das Hauptformat für Exporte ist XLIFF (sowohl für Kurztexte als auchfür PDFs), es ist jedoch auch möglich, Kurztexte mittels Microsoft Excel zu exportieren. Dieses Format wird jedoch für größere Übersetzungsprojekte nicht empfohlen.

Sie können eine (geschätzte) Maximalanzahl zu übersetzender Zeilen in einer Exportdatei angeben, um den Export zu großer, schlecht zu bearbeitender Dateien zu vermeiden. Es entstehen bei einem Export dann mehrere kleine Dateien. Diese Exportdateien können danach nicht weiter aufgeteilt werden. Den durch einen Export entstandenen Dateien wird eine eindeutige ID zugweisen. Sie müssen zusammen importiert werden, um Daten-Inkonsistenzen zu vermeiden.

Hinweis Hinweis

Aus Performance-Gründen ist die Maximalanzahl von Übersetzungszeilen für Microsoft Excel auf 5.000 und für XLIFF-Dateien auf 10.000 begrenzt.

Ende des Hinweises.

Während eines Exports werden die Kurztexte innerhalb eines einzelnen Objekts kumuliert. Dies bedeutet, dass die selben Quelltexte (mit exakt der selben Feldlänge) nur ein einziges Mal für ein Objekt exportiert werden, unabhängig davon, wie oft sie tatsächlich auftauchen.

Die Texte in einer Exportdatei sollten in der Regel vollständig übersetzt sein, bevor sie zurück in das Übersetzungssystem importiert werden. Es ist jedoch möglich, bestimmte Sprachen aus einer Exportdatei zu importieren, in Ausnahmefällen können sogar einzelne Dateien importiert werden.

Importfunktionen

Während eines Imports werden die Übersetzungen kumulierter Kurztexte innerhalb eines Objekts an alle Übersetzungszeilen im Objekt mit der entsprechenden Quelltext-/Feldlängenkombination verteilt. Wurde ein Objekt zwischen Export und Import im Quellsystem verändert, so ist das Objekt nach dem Import nicht zu 100% übersetzt. Ist der Quelltext nicht mehr vorhanden, werden überberflüssige Übersetzungen nicht zurück in das System importiert.

Für Kurztexte kann automatisch ein Vorschlag im Vorschlagspool angelegt werden, wenn die Übersetzungen importiert werden. Sie können zwischen einem Systemstandard und einem Applikationsstandard wählen und den Vorschlägen einen Qualitätsstatus zuweisen.

PDF-Formulare werden standardmäßig mit dem Status Übersetzt gesichert. Fingerprints stellen sicher, dass dieser Status nur für PDF-Objekte verwendet wird, deren Quellversion sich seit dem Export nicht geändert hat.

Während eines Imports können Sie wählen, ob Sie die vorhandenen Übersetzungen im System überschreiben oder die Übersetzungen im Einfügemodus importieren möchten.

Es ist möglich, eine Übersetzungsdatei mehrfach zu importieren, beispielsweise wenn die Übersetzung nicht vollständig ist oder wenn Korrekturen vorgenommen wurden.

Nach einem Import können Sie die die Übersetzungen durch die Transportaufzeichnung in nachgelagerte Systeme transportieren.

Protokollfunktionen

Im Textexternalisierungsprotokoll wird Ihnen eine Übersicht über die Details jedes exportierten Objekts angezeigt. Es wird auch ein Protokolleintrag angelegt, wenn die exportierten Texte zurück in das Übersetzungssystem importiert werden oder wenn ein Export oder ein Import mit einer Ausnahme abgebrochen wird.

Einschränkungen

Verglichen mit der Online-Übersetzung sollten Sie sich bewusst darüber sein, dass es bestimmte Einschränkungen gibt die Sie beachten sollten, wenn Sie planen, Texte für die externe Übersetzung zu transportieren. Die unten stehende Tabelle zeigt die Hauptunterschiede zwischen Online- und Offline-Übersetzung auf:

Online-Übersetzung

Offline-Übersetzung

Sie müssen sich einige Dinge aneignen, wenn Sie Texte online übersetzen möchten: Die Vorbereitung der Systeme für die Übersetzung, die Verwaltung des Vorschlagspools sowie die Evaluierung der Arbeitsvorräte sind recht komplexe Aufgaben. Übersetzer müssen zudem lernen, die Übersetzungsetzungswerkzeuge anzuwenden. Dazu zählen beispielsweise der Umgang mit dem Kurz- und Langtext-Editor sowie das Aufrufen eines Arbeitsvorrates in der Transaktion SE63.

Wie sich Systemtexte für die Offline-Übersetzung exportieren lassen, lässt sich relativ schnell und einfach erlernen. Sie müssen sich nur mit einigen grundlegenden Konzepten der Online-Übersetzung, wie den Objektlisten oder dem Vorschlagspool, vertraut machen.

Sie müssen Netzwerkverbindungen zwischen Ihrem System und den externen Übersetzungsagenturen aufbauen.

Sie müssen keine Netzwerkverbindungen zwischen Ihrem System und den externen Übersetzungsagenturen aufbauen.

Sie müssen externen Übersetzern Zugriff auf ihr System gewähren.

Sie müssen externen Übersetzern nicht erlauben, auf Ihr System zugreifen zu können.

Bei der Online-Übersetzung werden weitaus mehr Objekttypen unterstützt als bei der Offline-Übersetzung. Für die Online-Überstzung werden beispielsweise auch SAPscript-Langtextobjekte, SAPscript-Formulare und Smart Forms unterstützt.

Sie können die Offline-Übersetzung nur für Kurztextobjekttypen und PDF-basierte Formulare nutzen.

Übersetzer verwenden den Vorschlagspool, ein Translation Memory, das speziell für die Online-Übersetzung von Kurztexten entwickelt wurde. Der Vorschlagspool erhöht die Effizienz und Konsistenz der Übersetzungen und verringert die Übersetzungskosten. Übersetzer verwenden keine Translation Memory Software von Drittanbietern.

Übersetzer können Translation Memory Software von Drittanbietern verwenden. Sie arbeiten nicht mit dem Vorschlagspool. Daher können sie auch keinen eindeutig definierten Vorschlagspool während der Übersetzung von Kurztexten aufbauen. Dies kann die Konsistenz und Effizienz der Übersetzung negativ beeinflussen.

Übersetzer können ihre Quelltexte recherchieren und die Richtigkeit ihrer Übersetzungen überprüfen, indem sie die entsprechenden Dynpros aufrufen, auf denen die Übersetzungen erscheinen. Dies können Sie direkt im Übersetzungssystem oder in einem nachgelagerten Testsystem tun.

Übersetzer haben auf keines Ihrer Systemen Zugriff, weshalb sie ihre Quelltexte nicht recherchieren und auch nicht die Richtigkeit ihrer Übersetzungen durch Aufrufen der Dynpros überprüfen können. Dies kann sich negativ auf die Qualität der Übersetzungen auswirken.

Sie müssen nicht auf den Abschluss eines Entwicklungsprojekts warten, um mit der Übersetzung anfangen zu können.

Im Idealfall sollten Sie mit dem Export der Texte für die Übersetzung warten, bis die Entwicklungsprojekte abgeschlossen sind, da sonst Inkonsistenzen auftreten können.

Die Online-Übersetzung bietet Ihnen mehrere kosteneffektive und zeitsparende Funktionen wie DEMS-Objekte für die Produktivitätssteigerung (Toptexte), DEMS-Objekte für die Qualitätssicherung, Automatische Verteilung und Statistiken.

Wenn Sie Texte offline übersetzen, können Sie Translation Memory Software von Drittanbietern verwenden, aber Sie können keine Funktionen wie Toptexte oder die automatische Verteilung nutzen.

Große Übersetzungsvolumina können online problemlos bearbeitet werden.

Die Offline-Übersetzung ist nicht für die Übersetzung großer Textmengen geeignet. Wenn Sie versuchen, zu viele Objekte als XLIFF-Datei zu exportieren, wird die Transaktion unter Umständen beendet, wenn das Betriebssystem nicht genügend Speicherplatz zur Verfügung stellen kann. Wenn Sie versuchen, zu viele Objekte als Excel-Datei zu exportieren, überschreitet das Programm unter Umständen die maximal zulässige Laufzeit und wird deshalb beendet.

Wenn Sie in eine Zielsprache (z. B. Englisch) übersetzen, die als Quellsprache für eine andere Zielsprache (z. B. Japanisch) dient, so kann die Übersetzung ins Japanische sofort beginnen, wenn der englische Text im System ist. Die englischen Übersetzungen stehen also sofort als Quelltexte für die Übersetzung ins Japanische zur Verfügung.

Wenn Sie in eine Zielsprache (z. B. Englisch) übersetzen, die als Quellsprache für eine andere Zielsprache (z. B. Japanisch) dient, kann die Übersetzung ins Japanische erst beginnen, wenn Sie die englischen Übersetzungen in das System importiert und dann für die japanische Übersetzung wieder exportiert haben.

Hinweis Hinweis

Falls Sie Übersetzungswerkzeuge von Drittanbietern verwenden, empfiehlt SAP darauf zu achten, dass diese Übersetzungswerkzeuge das Format XLIFF 1.2 unterstützen.

Ende des Hinweises.