Anfang des InhaltsbereichsFunktionsdokumentation Regelpflege budgeterhöhende Einnahmen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Damit Mehreinnahmen als zusätzliches Budget zur Deckung von Mehrausgaben in Anspruch genommen werden können, müssen Sie generelle und kontierungsspezifische Regeln pflegen, die die Beziehung zwischen den Einnahmenkontierungen und Ausgabenkontierungen im Haushaltsmanagement (HHM) beschreiben.

Eine Regel beschreibt jeweils für eine Einnahmen-HHM-Kontierung und ein Geschäftsjahr, in welcher Höhe und für welche Sachbereiche (Ausgaben-HHM-Kontierungen) das Ausgabenbudget im Zahlungsbudget und/oder im Verpflichtungsbudget entsprechend der Mehreinnahmen erhöht werden darf. Pro Einnahmen-HHM-Kontierung können Sie hierbei festlegen, welches Verfahren ( Abrufverfahren, Verteilungsverfahren 1, Verteilungsverfahren 2 für die budgeterhöhenden Einnahmen verwendet wird und welcher Geschäftsvorfall (Erwartete Einnahme, Faktura, Zahlungseingang, Anzahlung, Erlösumbuchung) eine Budgeterhöhung erlaubt.

Für die Verteilungsverfahren bestimmt die Regel außerdem, auf welche HHM-Kontierung, die sog. Überschuß-HHM-Kontierung, Einnahmenreste fließen sollen, die nicht für die Ausgaben-HHM-Kontierungen budgeterhöhend sein sollen.

Integration

Budgetierung und Verfügbarkeitskontrolle

Die aktive Verfügbarkeitskontrolle kann die Verfügungen gegen das Budget nur für die budgettragenden Elemente prüfen, die bereits "eigenes Budget" haben, also unabhängig von den budgeterhöhenden Einnahmen Budget tragen. Elemente, die nur Budget aus budgeterhöhenden Einnahmen tragen, werden bei der Prüfung nicht berücksichtigt.

Sie müssen daher sicherstellen, daß die Ausgaben-HHM-Kontierungen, die Sie als Empfänger den Einnahmen-HHM-Kontierungen zuordnen, budgetiert sind. Dies gilt auch für die Überschuß-HHM-Kontierung(en).

Falls Sie mit Budgetträgern arbeiten, müssen diese Kontierungen als Budgetträger gekennzeichnet sein. Falls Sie im Customizing unter Budgetierung und Verfügbarkeitskontrolle ® Verfügbarkeitskontrolle ® Verhalten der Verfügb. innerhalb der Hierarchie festlegen festgelegt haben, daß die Verfügbarkeitskontrolle gegen den ersten Budgetträger laufen soll, müssen diese Budgetträger ebenfalls eigenes Budget haben.

Weitere Informationen zur Ermittlung der budgettragenden Elemente finden Sie unter Ermittlung des budgettragenden Elementes: Ohne Budgetträger und Ermittlung des budgettragenden Elementes: Mit Budgetträger.

Voraussetzungen

Sie haben im Customizing des Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung folgende Arbeitsschritte durchgeführt:

Einstellungen für Verteilungsverfahren 1 (belegbasiert) vornehmen

Einstellungen für Verteilungsverfahren 2 (summenbasiert) vornehmen

Weitere Informationen zu den einzelnen Arbeitsschritten finden Sie Einführungsleitfaden (IMG) Haushaltsmanagement Öffentliche Verwaltung in den entsprechenden Abschnitten.

Hinweis

Sie können alle Verfahren gleichzeitig einsetzen und ggf. das Verfahren für eine HHM-Kontierung unterjährig ändern. Da das Verteilungsverfahren 1 jedoch eine andere Datenbasis besitzt als die anderen Verfahren, gilt folgende Einschränkung. Sobald für eine Einnahmen-HHM-Kontierung die erste Budgeterhöhung durchgeführt wurde, ist es nicht mehr erlaubt, ein anderes Verfahren zu wählen.

Funktionsumfang

Transaktionen zur Bearbeitung der Regeln

Die Regelpflege erfolgt hier aus Sicht einer einzelnen Einnahmen-HHM-Kontierung. Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie für eine Einnahmen-HHM-Kontierung eine Regel pflegen wollen.

Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie für mehrere Einnahmen-HHM-Kontierungen dieselbe Regel pflegen wollen.

Registerkarten (Einzel- und Massenbearbeitung)

Eine Regel besteht aus mehreren Elementen, die Sie auf folgenden Registerkarten bearbeiten können. Beachten Sie bitte hierbei, daß Ihnen in Abhängigkeit vom gewählten Verfahren für die Erhöhung jeweils nur bestimmte Registerkarten zur Verfügung stehen.

Hier können Sie der Einnahmen-HHM-Kontierung die Ausgaben-HHM-Kontierungen zuordnen, deren Ausgabenbudget durch Mehreinnahmen erhöht werden darf.

Wenn Sie in einer Regel für ein Verteilungsverfahren mehrere Ausgaben-HHM-Kontierungen hinterlegen, müssen Sie außerdem durch die Eingabe eines Prozentsatzes festlegen, welchen Anteil jede Ausgaben-HHM-Kontierung an einer Einnahme haben soll. Wenn Sie die Einnahme nicht vollständig verteilen (Prozentsatz < 100), fließt der Einnahmerest auf die Überschuß-HHM-Kontierung.

Hinweis

Wenn Sie eine Regel für das Abrufverfahren definieren und die Einnahmen-HHM-Kontierung einen Fonds enthält, können Sie nur Ausgaben-HHM-Kontierung zuordnen, die Bestandteil dieses Fonds sind.

Hier können Sie festlegen, in welcher Höhe eine Einnahme auf den Ausgaben-HHM-Kontierungen budgeterhöhend wirken soll.

Das System errechnet den jeweiligen Einnahmebetrag, der von den Ausgaben-HHM-Kontierungen in Anspruch genommen werden darf und welcher Anteil ggf. auf die Überschuß-HHM-Kontierung fließt, aus folgenden Größen:

Durch die Angabe eines Prozentsatzes können Sie bestimmen, welcher Anteil einer Einnahme zur Budgeterhöhung bei den Ausgaben-HHM-Kontierungen zur Verfügung steht.

Durch die Eingabe eines Intervalls können Sie festlegen, ab welchem Betrag (Mindesteinnahme) und bis zu welcher Höhe (Obergrenze) Einnahmen, die auf die Einnahmen-HHM-Kontierung gebucht werden, von Ausgaben-HHM-Kontierungen in Anspruch genommen werden können.

Hinweis

Beachten Sie, daß eine prozentuale Eingabe nur dann sinnvoll ist, wenn Sie Einnahmen-HHM-Kontierungen budgetiert haben. Sie können dann beispielsweise durch die Eingabe eines Prozentsatzes von 100 % für die Mindesteinnahme festlegen, daß erst Einnahmen, die über die budgetierten Einnahmen hinausgehen, in Anspruch genommen werden dürfen.

Hier können Sie wählen, welcher Geschäftsvorfall eine Budgeterhöhung erlaubt.

Hier können Sie eine von der Vorschlagsregel abweichende Überschuß-HHM-Kontierung hinterlegen. Auf die Überschuß-HHM-Kontierung fließen die Einnahmenreste, die nicht direkt auf den der Einnahmen-HHM-Kontierung zugeordneten Ausgaben-HHM-Kontierungen budgeterhöhend wirken sollen. Dazu gehören:

Falls Sie im Customizing festgelegt haben, daß die Mindesteinnahme nicht budgeterhöhend wirken soll, wirkt diese nicht auf der Überschuß-HHM-Kontierung budgeterhöhend, sondern verbleibt auf der Einnahmen-HHM-Kontierung.

Die auf der Überschuß-HHM-Kontierung gesammelten Einnahmen können Sie manuell auf andere HHM-Kontierungen umbuchen. Beispiele zur Verteilung der Einnahmen auf die Ausgaben-HHM-Kontierungen und die Überschuß-HHM-Kontierung finden Sie unter Verteilung der Mehreinnahme.

Hier können Sie der Einnahmen-HHM-Kontierung einen Deckungsring zuordnen. Sie können so in einem Deckungsring alle HHM-Kontierungen zusammenfassen, die ihr Ausgabenbudget aus derselben Einnahmen-HHM-Kontierung erhöhen dürfen.

Weitere Steuerungsdaten (Einzel- und Massenbearbeitung)

Über die Drucktaste Weitere Steuerungsdaten können Sie

Weitere Funktionen

Die Regeln werden jahresabhängig angelegt. Damit Sie nicht für jedes Jahr neue Regeln anlegen müssen, ermöglicht Ihnen der Report Kopieren von Regeln für budgeterhöhende Einnahmen (RFFMKT12), die Regeln eines Geschäftsjahres in ein anderes Jahr zu kopieren. Weitere Informationen finden Sie in der Reportdokumentation.

Mit dem Report Löschen der Regeln für budgeterhöhende Einnahmen (FFMKT22) können Sie alle in einem Finanzkreis und Geschäftsjahr vorhandenen Steuerungsdaten zu den budgeterhöhenden Einnahmen löschen. Weitere Informationen finden Sie in der Reportdokumentation.

Aktivitäten

Nach der erstmaligen Pflege einer Regel für das Abrufverfahren oder nach deren Änderung müssen Sie die Verfügtwerte neu aufbauen. Erst dann wird diese Regel bei den Prüfungen der aktiven Verfügbarkeitskontrolle berücksichtigt. Weitere Informationen zum Neuaufbau der Verfügtwerte finden Sie unter Verfügtwerte neu aufbauen.

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