
Deckungsring
Verwendung
Die Funktion Deckungsring unterscheidet zwischen Ausgaben- und Einnahmendeckungsringen.
Ausgabendeckungsringe dienen dazu, die gegenseitige Deckungsfähigkeit abzubilden. Bei der gegenseitigen Deckungsfähigkeit darf eine Ausgaben-HHM-Kontierung zur Deckung ihrer Mehrausgaben die nicht verbrauchten deckungsfähigen Mittel einer anderen Ausgaben-HHM-Kontierung verwenden und umgekehrt. Die Ausgaben-HHM-Kontierungen, die in einem Ausgabendeckungsring zusammengefaßt sind, sind normalerweise sowohl deckungsberechtigt als auch deckungspflichtig.
Einnahmendeckungsringe stellen ein alternatives Prüfverfahren für budgeterhöhende Einnahmen mit dem Abrufverfahren zur Verfügung. Sie fassen mehrere Einnahmen-HHM-Kontierungen zusammen. Bei der Ermittlung der budgeterhöhenden Mehreinnahme berücksichtigt das Programm alle im Einnahmendeckungsring enthaltenen Einnahmen-HHM-Kontierungen - unabhängig davon, auf welcher konkreten Einnahmen-HHM-Kontierung die Einnahmen angefallen sind. Gleichzeitig bewirkt die Zusammenfassung von einzelnen Einnahmen-HHM-Kontierungen zu Einnahmendeckungsringen eine Vereinfachung der Regelpflege für die budgeterhöhenden Einnahmen.
Funktionsumfang
Ausgaben- und Einnahmendeckungsringe werden mit derselben Transaktion bearbeitet. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: Deckungsring bearbeiten.
Die Pflege der Deckungsfähigkeitsbeziehung bedeutet für Ausgaben- und Einnahmendeckungsringe unterschiedliches: für Ausgabendeckungsringe können Sie festlegen, welche Ausgaben-HHM-Kontierungen im Rahmen der gegenseitigen Deckungsfähigkeit deckungsberechtigt, und welche deckungspflichtig sind. Sie können für einzelne Ausgaben-HHM-Kontierungen allerdings auch festlegen, dass sie nur deckungsberechtigt, nicht jedoch deckungspflichtig sind.
Bei der Definition eines Einnahmendeckungsrings fassen Sie verschiedene Einnahmen-HHM-Kontierungen zusammen, indem Sie sie dem Einnahmendeckungsring zuordnen. Die Regelpflege für die budgeterhöhenden Mehreinnahmen erfolgt für diesen Einnahmendeckungsring als Ganzes, d.h. Einnahmen-Kontierungen, für die bereits individuelle Regeln im System gespeichert sind, können keinem Einnahmendeckungsring zugeordnet werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: Regelpflege Deckungsfähigkeit.
Ausgabendeckungsring
Sie ordnen die Ausgaben-HHM-Kontierungen innerhalb der Regelpflege einem Deckungsring zu. Wenn bei der Buchung die eigenen verfügbaren Mittel einer Ausgaben-HHM-Kontierung nicht mehr ausreichen, so darf sie das Budget jeder beliebigen anderen in Anspruch nehmen.
Folgende Grafik zeigt, welche Beziehungen unter den einzelnen Elementen durch die Zuordnung entstehen.
Beziehung der Ausgaben-HHM-Kontierungen eines Fonds im Deckungsring

Die Reihenfolge, in der das Budget der deckungspflichtigen HHM-Kontierung in Anspruch genommen wird, ist zufällig und vom Anwender nur durch die Verwendung von Merkmalsgruppen und ihren Merkmalen beeinflußbar. Durch die Gruppierung können Sie lediglich festlegen, daß zuerst das Budget der HHM-Kontierungen mit dem gleichen Merkmal in Anspruch genommen wird, bevor das Budget von HHM-Kontierungen mit einem anderen oder keinem Merkmal nach dem Zufallsprinzip in Anspruch genommen wird. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Gruppierung von Ausgaben-HHM-Kontierungen.
Indem Sie dem Ausgabendeckungsring einen Haushaltsvermerk mit der Haushaltsvermerkart manueller Deckungsring (10) zuordnen, können Sie einen Deckungsring von der "maschinellen" Deckungsfähigkeit ausschließen. Sie können diesen Deckungsring dann manuell mit Budgetumbuchungen bewirtschaften.
Einnahmendeckungsring
Wenn eine Ausgaben-HHM-Kontierung einem Einnahmendeckungsring zugeordnet wurde, kann sie Mittel von allen darin enthaltenen Einnahmen-HHM-Kontierungen erhalten. Dabei werden die Einnahmen immer in ihrer Summe betrachtet - unabhängig davon, auf welche konkrete Einnahmen-HHM-Kontierung sie geflossen sind.

Die Einnahmen-HHM-Kontierungen E1 und E2 sind dem Deckungsring ED zugeordnet. In der Regelpflege für budgeterhöhende Einnahmen wurde festgelegt, dass alle Einnahmen auf ED, die 1000 übersteigen Mehreinnahmen sind. Eine Einnahme von 500 auf E1 wirkt noch nicht budgeterhöhend. Folgt eine Einnahme von 2000 auf E2, sind 1500 budgeterhöhend. Eine weitere Einnahme auf E1 oder E2 ist voll budgeterhöhend. Es bleiben also jeweils 500 auf E1 und E2 "stehen".
Auf dem Einnahmendeckungsring selbst werden keine Daten gespeichert. Die budgeterhöhende Mehreinnahme bzw. die Fremdverfügung speichert das Programm immer auf den betroffenen Teilnehmern des Einnahmendeckungsrings.

Für Einnahmendeckungsringe sind ausschließlich Haushaltsvermerke mit der Haushaltsvermerkart maschineller Deckungsring (11) zulässig. Eine manuelle Bewirtschaftung von Einnahmendeckungsringen mit Hilfe von Budgetumbuchungen ist also nicht möglich.