Allgemeiner Ablauf der Dienstzeitberechnung 

Einsatzmöglichkeiten

Mit diesem Prozeß ermitteln Sie eine Dienstzeit innerhalb einer Anwendungskomponente der Personalwirtschaft im R/3-System. Die gewünschte Dienstzeit kann eine bestimmte Dauer (z.B. Dauer der Betriebszugehörigkeit, Dauer aller Abwesenheiten im Kalenderjahr) oder ein bestimmter Stichtag (z.B. Tag des 25jährigen Jubiläums) sein.

Voraussetzungen

Für die Dienstzeitberechnung benötigt das R/3-System einen Berechnungsablauf mit den notwendigen Ablaufschritten. Dem Berechnungsablauf bzw. jedem seiner Ablaufschritte muß ein Bewertungsmuster zugeordnet sein. Das Bewertungsmuster muß Selektionsklassen und -regeln enthalten, mit denen das R/3-System die gewünschten Zeiträume aus den Mitarbeiterdaten generieren kann. Die notwendigen Einstellungen hierfür nehmen Sie im Customizing der Personaladministration unter Auswertungsgrundlagen ® Dienstzeitberechnung vor.

Wenn Sie die Customizing-Einstellungen vorgenommen haben, können Sie diese mit dem Report RPUSEN20 (Auswertung IMG-Einstellungen Dienstzeitberechnung) überprüfen.

Um die Auswertung eines Berechnungsablaufs oder eines Bewertungsmusters für einzelne Mitarbeiter zu testen, führen Sie den Report RPUSEN10 (Testhilfe für Dienstzeitberechnung) aus.

Beide Reports finden Sie im Customizing der Personaladministration unter Auswertungsgrundlagen ® Dienstzeitberechnung ® Hilfsmittel.

Ablauf

Grafische Darstellung des Ablaufs einer Dienstzeitberechnung

  1. Auswahl der Objekte
  2. Zuerst wählt das R/3-System die erforderlichen Objekte für den Berechnungsablauf, angefangen vom Ablaufschritt bis hin zur Selektionsregel, aus.

  3. Verarbeitung der Objekte

Anschließend verarbeitet das R/3-System die ausgewählten Objekte in der umgekehrten Reihenfolge, also von der Selektionsregel bis zum Ablaufschritt.

Beschreibung des Ablaufs

  1. Die Dienstzeitberechnung wird vom R/3-System mit einem speziellen Funktionsbaustein aufgerufen. Beim Aufruf wird dem System der gewünschte Berechnungsablauf als Importparameter vorgegeben (siehe hierzu Technischer Ablauf der Dienstzeitberechnung).
  2. Das R/3-System prüft nach dem Aufruf, ob der Berechnungsablauf in Ablaufschritte unterteilt ist und zieht für jeden Ablaufschritt das zugeordnete Bewertungsmuster heran. Ist kein Ablaufschritt vorhanden, wird das Bewertungsmuster herangezogen, das dem Berechnungsablauf selbst zugeordnet ist. Anstelle des zugeordneten Bewertungsmusters verwendet das R/3-System ein abweichendes Bewertungsmuster, wenn dies gemäß den Customizing-Einstellungen zugelassen ist und Sie ein solches im Infotyp Dienstzeitberechnung (0553) angegeben haben.
  3. Danach bestimmt das R/3-System die Selektionsklassen, die dem Bewertungsmuster zugeordnet sind und wählt für jede Selektionsklasse die zugeordneten Selektionsregeln aus.
  4. Anschließend verarbeitet das R/3-System die einzelnen Selektionsregeln und Selektionsklassen innerhalb des Bewertungsmusters in zehn Einzelschritten. Je nach Kategorie der Selektionsregel generiert das System einen Zeitraum

Die weitere Verarbeitung hängt von der Berechnungsart ab, die für die gesamte Dienstzeit festgelegt ist. Mit Hilfe der Berechnungsart wird einer der folgenden Größen für die Dienstzeitberechnung ermittelt:

Weitere Informationen zur Berechnungsart finden Sie unter Technischer Ablauf der Dienstzeitberechnung.

Verarbeitungsschritte innerhalb eines Bewertungsmusters in Abhängigkeit von der Berechnungsart

Verarbeitungsschritt

Ermittlung
Beginn der Dienstzeit

Ermittlung
Ende der Dienstzeit

Ermittlung
Dauer der Dienstzeit

4.1. Einlesen der Infotypen

X

X

X

4.2. Verarbeitung gemäß Selektionsregeln

X
(ohne Schwellwert und Höchstmaß)

X

X

4.3. Verarbeitung der Prioritätsregeln für Selektionsklassen

X

X

X

4.4. Ermittlung der Unterbrechungszeiten

 

X

X

4.5. Schwellwert und Höchstmaß der Selektionsklassen

 

X

X

4.6. Ermittlung der Restzeiten

X

X

X

4.7. Zuordnung von Gewichtsfaktoren gemäß Selektionsklassen

X

X

X

4.8. Ermittlung der Zeiträume und stichtagsbezogenen Dauern

X

X

X

4.9. Berechnung der Dauer

X
(wird nicht protokolliert)

X
(wird nicht protokolliert)

X

4.10. Gewichtung der Dauer

X
(wird nicht protokolliert)

X
(wird nicht protokolliert)

X

  1. Handelt es sich um eine Dauer, wird diese vom R/3-System mit der Rundungsregel gerundet. Dieser Schritt wird nur ausgeführt, wenn dem Berechnungsablauf bzw. dessen Ablaufschritt eine Rundungsregel zugeordnet ist.
  2. Sind mehrere Ablaufschritte angegeben, müssen die Ablaufschritte nach einer bestimmten Reihenfolge abgearbeitet werden. Diese Reihenfolge bestimmt der Funktionsbaustein zur Zusatzlogik des Berechnungsablaufs. Dieser Funktionsbaustein regelt auch, in welchem Verhältnis die Ergebnisse aus den einzelnen Bewertungsmustern zueinander stehen. Gegebenenfalls nimmt der Funktionsbaustein eine Vergleichsberechnung zwischen den einzelnen Ergebnissen vor.

Ergebnis

Das Ergebnis der Dienstzeitberechnung ist eine Dauer oder ein Stichtag, das zur weiteren Verarbeitung oder gegebenenfalls zur Speicherung im Infotyp Dienstzeitberechnung (0553) zur Verfügung steht.