Stammdaten und Hierarchien bei Übernahme nach SEM-BCS verdichten Sie verwenden diese Vorgehensweise, um Hierarchien bei der automatischen Datenübernahme ins Konsolidierungssystem (SEM-BCS) zu verdichten.
Die Hierarchien in operativen Systemen können tiefer strukturiert sein, als dies im Konsolidierungssystem vorgesehen ist. Sie verdichten eine Quellhierarchie, indem Sie mehrere untergeordnete Hierarchieknoten in einem übergeordneten Knoten zusammenfassen. Dieser Vorgang wird auch als Aggregation bezeichnet.
Als Werkzeug zur Verdichtung verwenden Sie das Mapping , wie es in folgenden Datenübernahmemethoden verfügbar ist:
Bei der Datenübernahme durch flexiblen Upload oder Laden aus Datenstrom bildet das System die Quellhierarchie zunächst in einer internen Struktur ab. Diese überträgt das System durch Anwendung der Mappingregeln, die Sie im Customizing der Datenübernahmemethode definiert haben, Zeile für Zeile in die interne Struktur der Zielhierarchie.

Zur Verdichtung einer Hierarchie nutzen Sie folgende Prinzipien des Mappings:
Das System löscht im Mappingergebnis (interne Struktur der Zielhierarchie) die Kanten, welche gleichnamige übergeordnete und untergeordnete Knoten besitzen.
Das System löscht im Mappingergebnis die redundanten Kanten.
Für die Zuordnung der Stammdaten zu den Knoten, an denen Sie die Hierarchie verdichtet haben, nutzen Sie das folgende Prinzip des Mappings:
Das System löscht im Mappingergebnis die redundanten Knoten (zunächst sortiert das System die Knoten in aufsteigender Reihenfolge, dann löscht es alle gleichnamigen Knoten bis auf den ersten).
In der Konsolidierungsworkbench haben Sie das Customizing für die Datenbasis und für das Konsolidierungsgebiet durchgeführt, in dem Sie die Hierarchie verwenden wollen. Sie haben eine Quelldatenbasis angelegt und diese in der Datenbasis angegeben. In der Quelldatenbasis haben Sie den InfoObjectCatalog angegeben, der die zu ladenden InfoObjects enthält.
Wenn Sie Laden aus Datenstrom verwenden: Die InfoObjects bzw. die virtuellen InfoObjects, welche die Quellhierarchie liefern, stehen im BI bereit.
Wenn Sie den flexiblen Upload verwenden: Sie haben im Sendersystem die hochzuladenden Dateien erzeugt.
Vergegenwärtigen Sie sich die internen Strukturen für die Quellhierarchie und die Zielhierarchie. Überlegen Sie ein Mapping, das geeignet ist, redundante Einträge in der Zielhierarchie an den Kanten zu erzeugen, an denen Sie die Hierarchie verdichten wollen.
Legen Sie in der Konsolidierungsworkbench eine Datenübernahmemethode an und definieren Sie das Mapping. Weitere Informationen zum Customizing finden Sie unter Customizing für den flexiblen Upload bzw. Customizing für das Laden aus Datenstrom .
Führen Sie die Methode in der Konsolidierungsworkbench aus.
Sie haben die Quellhierarchie in das Konsolidierungssystem geladen. Das System hat die Zielhierarchie angelegt und anhand der Vorgaben im Mapping verdichtet.
Das Beispiel zeigt, wie das Mapping genutzt werden kann zur
Verdichtung beim Laden einer Profitcenter-Hierarchie
Zuordnung beim Laden der dazugehörigen Profitcenter-Stammdaten
Die Profitcenter P111, P113 und P118 sollen an der Profitcenter-Gruppe P11 verdichtet werden sowie die Profitcenter P122 und P125 an der Profitcenter-Gruppe P12. Die Profitcenter seien dem Kostenrechnungskreis (KoReKreis) 9000 zugeordnet.

Die folgende Tabelle zeigt die interne Struktur der Quellhierarchie:
Übergeordnetes Objekt |
Untergeordnetes Objekt |
||||
Hierarchiename |
Textknoten |
Textknoten |
KoReKreis |
Profitcenter |
Folgenr. |
H1 |
P1 |
0 |
|||
P1 |
P11 |
0 |
|||
P11 |
9000 |
P111 |
0 |
||
P11 |
9000 |
P113 |
1 |
||
P11 |
9000 |
P118 |
2 |
||
P1 |
P12 |
1 |
|||
P12 |
9000 |
P122 |
0 |
||
P12 |
9000 |
P125 |
1 |
||
Die folgende Tabelle zeigt die interne Struktur der Zielhierarchie. Darin seien die Konsolidierungs-Profitcenter (Kons-PC) und Konsolidierungs-Profitcenterkreise (Kons-PCG) dem Kostenrechnungskreis 9000 zugeordnet:
Übergeordnetes Objekt |
Untergeordnetes Objekt |
|||||
Hier.name |
KoReKreis |
Kons-PCG |
KoReKreis |
Kons-PCG |
Kons-PC |
Folgenr. |
Folgende Mappingregeln sind geeignet, die beabsichtige Verdichtung in der Zielhierarchie herbeizuführen:
Zielfeld |
Mappingregel |
|---|---|
Hierarchiename (Hier.name) |
Hierarchiename aus Quellhierarchie übernehmen. |
Kostenrechnungskreis (KoReKreis) |
Konstante
|
Konsolidierungs-Profitcenterkreis(Kons-PCG) |
Die ersten zwei Zeichen des Textknotens aus der Quellhierarchie übernehmen. |
Konsolidierungs-Profitcenter(Kons-PC) |
Die ersten drei Zeichen des Profitcenters aus der Quellhierarchie übernehmen. |
Die folgende Tabelle zeigt die interne Struktur der Zielhierarchie, nachdem das System die interne Struktur der Quellhierarchie unter Anwendung der Mappingregeln Zeile für Zeile übertragen hat:
Übergeordnetes Objekt |
Untergeordnetes Objekt |
|||||
Hier.name |
KoReKreis |
Kons-PCG |
KoReKreis |
Kons-PCG |
Kons-PC |
Folgenr |
H1 |
9000 |
P1 |
0 |
|||
9000 |
P1 |
9000 |
P1 |
0 |
||
9000 |
P1 |
9000 |
P11 |
0 |
||
9000 |
P1 |
9000 |
P11 |
1 |
||
9000 |
P1 |
9000 |
P11 |
2 |
||
9000 |
P1 |
9000 |
P1 |
1 |
||
9000 |
P1 |
9000 |
P12 |
0 |
||
9000 |
P1 |
9000 |
P12 |
1 |
||
Die folgende Tabelle zeigt die interne Struktur der Zielhierarchie, nachdem das System die Kanten gelöscht hat, welche gleichnamige übergeordnete und untergeordnete Knoten besitzen:
Übergeordnetes Objekt |
Untergeordnetes Objekt |
|||||
Hier.name |
KoReKreis |
Kons-PCG |
KoReKreis |
Kons-PCG |
Kons-PC |
Folgenr |
H1 |
9000 |
P1 |
||||
9000 |
P1 |
9000 |
P11 |
|||
9000 |
P1 |
9000 |
P11 |
|||
9000 |
P1 |
9000 |
P11 |
|||
9000 |
P1 |
9000 |
P12 |
|||
9000 |
P1 |
9000 |
P12 |
|||
Die folgende Tabelle zeigt die interne Struktur der Zielhierarchie, nachdem das System die redundanten Kanten gelöscht hat:
Übergeordnetes Objekt |
Untergeordnetes Objekt |
|||||
Hier.name |
KoReKreis |
Kons-PCG |
KoReKreis |
Kons-PCG |
Kons-PC |
Folgenr |
H1 |
9000 |
P1 |
0 |
|||
9000 |
P1 |
9000 |
P11 |
0 |
||
9000 |
P1 |
9000 |
P12 |
1 |
||
Die Grafik zeigt die resultierende Zielhierarchie:

Analog zur Profitcenter-Hierarchie sollen die Profitcenter-Stammdaten den Konsolidierungs-Profitcentern P11 und P12 zugeordnet werden. Das Konsolidierungs-Profitcenter P11 soll die Stammdaten des Profitcenters P111 übernehmen, P12 die Stammdaten von P122. Die Stammdaten seien folgendermaßen definiert:
Profitcenter |
Benutzerdef. Attribut |
Beschreibung kurz |
Beschreibung mittel |
P111 |
USER111 |
TXT111 |
TXT111 |
P113 |
USER113 |
TXT113 |
TXT113 |
P118 |
USER118 |
TXT118 |
TXT118 |
P122 |
USER122 |
TXT122 |
TXT122 |
P125 |
USER125 |
TXT125 |
TXT125 |
Die Interne Struktur für die Stammdaten der Konsolidierungs-Profitcenter sei folgendermaßen definiert:
KoReKreis |
Kons-PC |
Benutzerdef. Attribut |
Beschreibung kurz |
Beschreibung mittel |
Folgende Mappingregeln sind geeignet, die beabsichtige Zuordnung in der Zielhierarchie herzustellen:
Zielfeld |
Mappingregel |
Kostenrechnungskreis (KoReKreis) |
Konstante
|
Konsolidierungs-Profitcenter (Kons-PC) |
Die ersten drei Zeichen des Profitcenters übernehmen. |
Benutzerdefiniertes Attribut |
Benutzerdefiniertes Attribut aus den Profitcenter-Stammdaten übernehmen. |
Beschreibung kurz |
Beschreibung (kurz) aus den Profitcenter-Stammdaten übernehmen. |
Beschreibung mittel |
Beschreibung (mittel) aus den Profitcenter-Stammdaten übernehmen. |
Die folgende Tabelle zeigt die interne Struktur für die Zielstammdaten, nachdem das System die Quellstammdaten unter Anwendung der Mappingregeln Zeile für Zeile übertragen hat:
KoReKreis |
Kons-PC |
Benutzerdef. Attribut |
Beschreibung kurz |
Beschreibung mittel |
9000 |
P11 |
USER111 |
TXT111 |
TXT111 |
9000 |
P11 |
USER113 |
TXT113 |
TXT113 |
9000 |
P11 |
USER118 |
TXT118 |
TXT118 |
9000 |
P12 |
USER122 |
TXT122 |
TXT122 |
9000 |
P12 |
USER125 |
TXT125 |
TXT125 |
Die folgende Tabelle zeigt die interne Struktur der Zielstammdaten, nachdem das System die Knoten sortiert und die gleichnamigen Knoten bis auf den ersten gelöscht hat:
KoReKreis |
Kons-PC |
Benutzerdef. Attribut |
Beschreibung kurz |
Beschreibung mittel |
9000 |
P11 |
USER111 |
TXT111 |
TXT111 |
9000 |
P12 |
USER122 |
TXT122 |
TXT122 |