Laden aus Datenstrom
Diese Funktion können Sie verwenden, um Bewegungsdaten oder Stammdaten und Hierarchien aus dem BI-System (SAP NetWeaver Business Intelligence
) oder aus verbundenen SAP-Quellsystemen in das Konsolidierungssystem (SEM-BCS) zu übernehmen.
Die Funktion Laden aus Datenstrom
können Sie alternativ oder ergänzend zu den anderen Datenübernahmeverfahren verwenden.
Innerhalb der Methode Laden aus Datenstrom
können Sie das Business Add-In (BAdI) zur Datenübernahme verwenden (UC_DATATRANSFER), um Mapping-Aktivitäten
durchzuführen, welche die Methode nicht unmittelbar unterstützt, z. B. ein Mapping mit dem Verhältnis Quellfeld : Zielfeld = 1 : n). Sie finden detaillierte Informationen hierzu in der Systemdokumentation des BAdI UC_DATATRANSFER sowie in der Dokumentation seiner
Methoden.
Wenn Sie die Daten aus dem BI-System in das Konsolidierungssystem laden wollen, müssen die zu ladenden Daten in einem InfoProvider (Bewegungsdaten) oder InfoObject (Stammdaten und Hierarchien) bereit stehen. Zum Beispiel müssen Sie EC-CS-Daten mit einem BI-Upload in einen InfoProvider hochgeladen haben.
Sie müssen eine Quelldatenbasis anlegen, die Sie für das Laden aus Datenstrom verwenden wollen, und diese Quelldatenbasis in der verwendeten Datenbasis angeben. In der Quelldatenbasis geben Sie folgende Daten an:
InfoProvider, aus dem Sie die Bewegungsdaten laden wollen
InfoObjectCatalog, der die InfoObjects enthält, aus denen Sie Stammdaten und Hierarchien laden wollen
Im Customizing der Methode Laden aus Datenstrom
geben Sie u. a. den InfoProvider für die Bewegungsdaten oder das InfoObject für die Stammdaten und Hierarchien an. Ferner legen Sie in einem Mapping fest, wie das System die Merkmale und Kennzahlen der Quelldaten
in der Konsolidierung abbilden soll. Schließlich haben Sie die Möglichkeit, Quell- und Zielselektionen vorzunehmen, indem Sie den Quellbereich festlegen (mit seinen Merkmalen und Kennzahlen) sowie den zu bebuchenden Zielbereich in der Datenbasis.
Wenn das System die Methode ausführt, schreibt es die Werte gemäß Ihrem Customizing in den Zielbereich der Datenbasis. Dabei leitet es die Werte für konsolidierungsspezifische Merkmale ab (z. B. Kontierungsebene und Defaultwerte für Unterkontierungen beim Laden von Bewegungsdaten).
Sie können folgende Daten von einem InfoProvider (z. B. InfoCube, ODS-Objekt) ins Konsolidierungssystem laden:
Meldedaten (Kontierungsebene 00)
Belege (Kontierungsebenen 01, 02, 10, 12, 20, 22 und 30)
Zusatzmeldedaten
Hinweis
Der Datentyp Vorgangsreihenfolge
schließt die Datenströme Vorgangsreihenfolge
und Vorgangssortierung
ein. Weitere Informationen finden Sie unter Automatische
Datenübernahme von Vorgängen.
Die Daten können aus einer anderen SAP-Komponente stammen, z. B.
FI-GL, FI-SL, CO-PCA oder CO-PA
EC-CS
SEM-BPS
Daten, die bereits in einem InfoProvider vorhanden sind, können Sie aus einem lokalen oder einem nicht-lokalen BI-System laden.
Sie können nicht nur auf die Daten zugreifen, die unmittelbar in einem InfoProvider abgelegt sind. Sie können auch auf solche Daten zugreifen, auf die das BI-System lediglich verweist, ohne dass die Daten physisch im BI-System abgelegt sind. Zum Beispiel können Sie einen InfoProvider angeben, der seine Daten aus einem operativen SAP-Quellsystem bezieht.
Der InfoProvider, der die Quelldaten bereitstellt, kann hinsichtlich seiner Struktur abweichen von den Datenstrukturen der Datenbasis in der Konsolidierung.
Für das Laden von Bewegungsdaten ordnen Sie die Methode Laden aus Datenstrom
einer Datenübernahmemethode zu, die Sie einer Datenübernahmemaßnahme zuordnen (siehe Customizing für das
Laden aus Datenstrom)
Beim Laden von Belegen hängt es von der Struktur des Quell-InfoProviders und dem Mapping ab, ob das System die Quellbelege 1:1 übernehmen kann. In jedem Fall erzeugt das System eine neue Belegnummer für den Zielbeleg. Wenn der Quell-InfoProvider das Merkmal Belegnummer
enthält
und in der Methode Laden aus Datenstrom
eine Mappingregel definiert ist, welche die Quell-Belegnummer der Ziel-Belegnummer zuordnet, kann das System die Belege 1:1 übernehmen. In diesem Fall schreibt das System die Quellbelegnummer in das Merkmal Referenzbelegnummer
des
Zielbelegs. Ansonsten wendet das System die Standard-Regeln für die Verbuchung von Belegen an (siehe auch Automatische Datenübernahme von Belegen).
Die Stammdaten und Hierarchien laden Sie aus einzelnen InfoObjects. Sie können nicht nur auf die Daten zugreifen, die unmittelbar in einem InfoObject des BI-Systems abgelegt sind. Sie können auch auf Daten zugreifen, auf die das InfoObject lediglich verweist, ohne dass die Daten physisch im BI-System abgelegt sind (virtuelles InfoObject). So können Sie z. B. die Stammdaten und Hierarchien von Konsolidierungseinheiten aus einem operativen SAP-Quellsystem laden.
Weitere Informationen finden Sie unter Laden von Stammdaten aus verbundenen SAP-Systemen.
Wenn Sie den Datentyp Vermögen/Verbindlichkeiten (Stammdaten)
wählen, können Sie festlegen, dass das System im Falle einer Merkmalsklammerung auch unabhängige (d. h. übergeordnete) Felder aus dem Datenstrom laden soll. Mit dieser Funktion können Sie z. B. die
Anlagenhauptnummer zusammen mit der Anlagenunternummer aus dem Datenstrom laden.
In einem dezentral geleiteten Konzern weichen die operativen Kontenpläne der Gesellschaften (FI-GL) von dem Positionsplan der Konzernzentrale (SEM-BCS) ab.
Jede der Konzerngesellschaften führt einen BI-Upload in einen InfoProvider durch.
Mit einem Mapping
innerhalb einer Methode Laden aus Datenstrom
können Sie die Merkmale und Kennzahlen einer Gesellschaft den Merkmalen und Kennzahlen in SEM-BCS zuordnen.
Das so angelegte Mapping können Sie ganz oder teilweise für andere Gesellschaften wieder verwenden.
Mit einer entsprechenden Datenübernahmemaßnahme führen Sie die Datenübernahme vom InfoProvider der Gesellschaft zum Konsolidierungsgebiet der Konzernzentrale durch.