Dokumentation zur VorgehensweiseEinstellungen zur Belegaufteilung vornehmen

 

Sie verwenden diese Vorgehensweise, um die Einstellungen im Customizing vorzunehmen, die erforderlich sind, um die Belegaufteilung in der neuen Hauptbuchhaltung einzusetzen.

Das Customizing für die Belegaufteilung gliedert sich in folgende Abschnitte:

  • Standardeinstellungen

    Wenn Sie die Belegaufteilung einsetzen wollen, müssen Sie die Standardeinstellungen vornehmen. Sie ordnen u. a. die Geschäftsvorfälle zu und definieren die Belegaufteilungsmerkmale.

  • Einstellungen zur erweiterten Belegaufteilung

    Die erweiterten Einstellungen benötigen Sie nur dann, wenn Sie das Standard-Belegaufteilungsverfahren modifizieren wollen. Sie definieren u. a. eigene Geschäftsvorfallsvarianten und eigene Belegaufteilungsregeln.

Voraussetzungen

Siehe den Abschnitt “Einführungshinweise” unter Belegaufteilung.

Vorgehensweise

Wählen Sie im Customizing des Finanzwesens (neu) unter Anfang des Navigationspfads Hauptbuchhaltung (neu) Navigationsschritt Geschäftsvorfälle Navigationsschritt Belegaufteilung Ende des Navigationspfads. Wählen Sie anschließend Wizards zur Belegaufteilung und den Wizard für die gewünschten Einstellungen oder führen Sie die im Folgenden beschriebenen Schritte einzeln aus.

Empfehlung Empfehlung

Wenn Sie zur Konfiguration der Belegaufteilung bzw. zum Anlegen von neuen Belegaufteilungsregeln den jeweiligen Wizard verwenden, müssen Sie die hier beschriebenen Schritte nicht ausführen.

Ende der Empfehlung.
Standardeinstellungen
  1. Sachkonten für Belegaufteilung klassifizieren

    In dieser IMG-Aktivität ordnen Sie Ihre Konten den Positionstypen zu.

  2. Belegarten für Belegaufteilung klassifizieren

    Hier ordnen Sie jede Belegart einem Geschäftsvorfall und einer Geschäftsvorfallsvariante zu.

  3. Saldo-Null-Verrechnungskonto definieren

    Hier definieren Sie ein Verrechnungskonto für Kontierungsobjekte, für die Sie eine Saldo-Null-Stellung wünschen, für den Fall, dass der Saldo nicht null ergibt.

  4. Belegaufteilungsmerkmale für Hauptbuchhaltung definieren

    Hier legen Sie fest, für welche Belegaufteilungsmerkmale die Belegaufteilung in der Hauptbuchhaltung gelten soll, z. B. Profitcenter oder Segment. Die festgelegten Belegaufteilungsmerkmale sollten Sie in mindestens einem Ledger führen. Welche Belegaufteilungsmerkmale Sie in Ihrem Ledger führen, bestimmen Sie über die Zuordnung von Szenarios oder kundeneigenen Feldern zu Ihren Ledgern.

    Weiterhin legen Sie hier die Behandlung dieser Belegaufteilungsmerkmale fest, u. a. ob eine Saldo-Null-Stellung bewirkt werden soll, ob das Feld ein Mussfeld ist und das entsprechende Partner-Feld.

  5. Belegaufteilungsmerkmale für Controlling definieren

    Hier legen Sie fest, welche zusätzlichen Belegaufteilungsmerkmale Sie für die Belegaufteilung vorsehen wollen. Die zusätzlichen Belegaufteilungsmerkmale sind nicht für die Hauptbuchhaltung, sondern für das Controlling oder andere Anwendungskomponenten relevant, welche die Belege aus der Hauptbuchhaltung übernehmen.

    Achtung Achtung

    Das System überträgt die ausgewählten Belegaufteilungsmerkmale nur dann in die angegebenen Belegpositionen, wenn das zu bebuchende Konto die Belegaufteilungsmerkmale auch unterstützen kann.

    Weitere Informationen finden Sie unter Folgeprozesse der Belegaufteilung.

    Ende der Warnung.
  6. Nachaktivierung von Skonto auf Anlagen definieren

    Hier können Sie das Skonto beim Zahlen einer anlagenrelevanten Rechnung auf der Anlage aktivieren. Wenn Sie diese Einstellung wählen, dann bucht das System den Skontobetrag im Zahlungsbeleg nicht auf das Skontokonto, sondern direkt auf die Anlage.

  7. Technische Belegaufteilungsmerkmale definieren

    Hier legen Sie fest, für welche Merkmale Sie die Belegaufteilung in zusätzlichen Funktionen durchführen wollen. Bei der Nutzung folgender Funktionen müssen Sie technische Belegaufteilungsmerkmale definieren:

  8. Konstante für nicht zugeordnete Prozesse bearbeiten

    Hier hinterlegen Sie Standardkontierungen (z. B. ein Standardsegment) für bestimmte Belegpositionen in Prozessen, wie z. B. der Kontoauszugsbuchung oder allgemein der Akonto-Zahlung, bei denen es nicht möglich ist, beim Buchen des Belegs bereits die korrekten Kontierungen abzuleiten.

  9. Belegaufteilung aktivieren

    In dieser IMG-Aktivität aktivieren Sie die Belegaufteilung. Die Belegaufteilung verwendet entweder das voreingestellte Standard-Belegaufteilungsverfahren oder das Belegaufteilungsverfahren, das Sie in der IMG-Aktivität Aufteilungsverfahren zuordnen einsetzen (siehe unten). Weitere Informationen finden Sie unter Aktivierung der Belegaufteilung.

Einstellungen zur erweiterten Belegaufteilung

Wenn Sie Änderungen am Standard-Customizing vornehmen müssen, empfehlen wir, eines der ausgelieferten Belegaufteilungsverfahren zu kopieren und die Änderungen in der Kopie vorzunehmen. Weitere Informationen finden Sie unter Belegaufteilungsverfahren.

In den Einstellungen zur erweiterten Belegaufteilung definieren Sie ein eigenes Belegaufteilungsverfahren und stellen die Belegaufteilung so ein, dass das System nicht das Standard-Belegaufteilungsverfahren anwendet, sondern Ihre eigenes Belegaufteilungsverfahren.

  1. Aufteilungsverfahren definieren

    Hier definieren Sie ein eigenes Belegaufteilungsverfahren zur Belegaufteilung. Ein Belegaufteilungsverfahren enthält die Belegaufteilungsregeln, nach denen das System die einzelnen Positionstypen behandelt.

  2. Aufteilungsregel definieren

    Hier definieren Sie die Belegaufteilungsregeln für die Belegaufteilung. Dabei ordnen Sie einem Belegaufteilungsverfahren pro Geschäftsvorfall eine oder mehrere Geschäftsvorfallsvarianten zu. Sie weisen ggf. den Kontoschlüssel für die Saldo-Null-Stellung und den führenden Positionstyp für buchungskreisübergreifende Vorgänge zu.

  3. Aufteilungsverfahren zuordnen

    Hier ordnen Sie das Belegaufteilungsverfahren zu, welches das System für die aktivierte Belegaufteilung anwendet. Wenn Sie ein eigenes Belegaufteilungsverfahren einsetzen möchten, dann müssen Sie es in dieser IMG-Aktivität zuordnen. Beachten Sie die Einführungshinweise unter Belegaufteilung.

  4. Geschäftsvorfallsvariante definieren

    Hier können Sie zu den Geschäftsvorfällen der Belegaufteilung eigene Geschäftsvorfallsvarianten definieren.

Ergebnis

Wenn Sie außerdem die zur Migration erforderlichen Aktivitäten ausgeführt haben (siehe die Einführungshinweise unter Belegaufteilung), dann haben Sie alle Einstellungen für die Belegaufteilung vorgenommen. Das System wendet die Belegaufteilung automatisch für alle einbezogenen Geschäftsvorfälle an.