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Objektdokumentation Allgemeine Eigenschaften von Monitorbaumelementen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Definition

Jedes Monitorbaumelement (MTE) besitzt Eigenschaften, die nähere Informationen zu dem Element enthalten. Die Eigenschaften teilen sich in zwei Gruppen auf:

·         Eigenschaften, die von der Art des MTEs abhängen; dies sind:

Eigenschaften von Protokollattributen

Eigenschaften von Performance-Attributen

Eigenschaften von Statusattributen

·         Eigenschaften, die unabhängig von der Art des MTEs sind; diese werden als allgemeine Eigenschaften bezeichnet

Zu den allgemeinen Eigenschaften eines MTEs gehören zunächst eine Nachrichtenklasse und Nachrichtennummer; diese enthält eine kurze Beschreibung des MTEs. Daneben enthalten die allgemeinen Eigenschaften noch Informationen zu möglichen Alerts. Da Alerts aber nur bei Monitorattributen generiert werden können, gelten die folgenden Eigenschaften nur für die Attribute, die zu dem Objekt gehören:

·         Schwere und Gewichtung des Alerts, der zu dem MTE gehört

·         Anzahl der Alerts, die zu diesem MTE maximal gespeichert werden soll

·         Bedingungen, unter denen kein Alert generiert werden soll

Dabei sind die Eigenschaften verschiedener MTEs einer MTE-Klasse standardmäßig identisch, Sie können allerdings auch Eigenschaften individuell für einzelne MTEs ändern (siehe unter Eigenschaften und Methodenzuordnungen ändern).

Verwendung

Die allgemeinen Eigenschaften bestimmen vor allem die Behandlung von Alerts. Falls also Alerts bestimmter MTE-Klassen oder einzelner MTEs für die Überwachung Ihrer IT-Landschaft besonders wichtig sind, können Sie durch Änderung der allgemeinen Eigenschaften dafür sorgen, daß diese Alerts z. B. bevorzugt im Alert-Monitorbaum nach oben gemeldet werden oder eine größere Anzahl dieser Alerts im Monitorsegment gespeichert werden.

Struktur

Es gibt die folgenden allgemeinen Eigenschaften:

Eigenschaft

Bedeutung

Nachrichtenklasse und
Nachrichtennummer

Meldungs-ID, welche eine Beschreibung des MTEs enthält. Sie können diese ändern, falls Sie einen eigenen Meldungstext erfaßt haben

Gewichtung der auszulösenden Alerts

Bedeutung eines Alerts; bei gleicher Alertfarbe wird der Alert mit der höheren Gewichtung im Alert-Monitorbaum nach oben gemeldet (CCMS verwendet hier lediglich Werte bis 50, so daß Sie durch Vergabe einer höheren Gewichtung gewährleisten können, daß dieser Alert nach oben gemeldet wird)

Maximale Anzahl der gehaltenen Alerts

Begrenzung der Anzahl der Alerts, welche im Monitorsegment des gemeinsamen Speichers (Shared Memory) gehalten werden sollen

Welche Alerts sollen gehalten werden?

alle: Unabhängig von der maximalen Anzahl der gehaltenen Alerts werden weitere Alerts dieses MTEs gespeichert, solange noch freier Speicherplatz im Monitorsegment existiert. Falls kein freier Speicherplatz mehr existiert, werden die Hälfte der überzähligen (d. h. der über die maximale Anzahl hinausgehenden Alerts) gelöscht.

Beispiel

Die maximale Anzahl der gehaltenen Alerts ist 10, zum MTE existieren im Monitorsegment 50 Alerts. Wenn das Segment jetzt voll ist, reduziert die Monitoring-Architektur die Anzahl der Alerts von 50 auf 30, da die Hälfte der überzähligen 40 Alerts gelöscht werden.

die ältesten: Falls die maximale Anzahl der gehaltenen Alerts erreicht wurde, werden solange keine Alerts dieses MTEs mehr gespeichert, bis Alerts erledigt wurden.

die jüngsten: Falls die maximale Anzahl der gehaltenen Alerts erreicht wurde, wird für jeden neuen Alert dieses MTEs der jeweils älteste Alert gelöscht. SAP empfiehlt diese Einstellung.

Keine Alerts auslösen innerhalb der ersten ...

Vermeidung von Alerts nach dem Einschalten eines Anwendungs­servers, während dem für viele MTEs noch keine aussagekräftigen Werte vorliegen (z. B. bei der Pufferqualität)

Bei Ausbleiben der Wertemeldung inaktiv setzen nach ...

Anzahl von Sekunden, nach der das MTEs mit der Meldung "Wert ist veraltet" den Farbzustand grau erhält; dies bietet die Möglichkeit, inaktive Knoten zu erkennen

Zusätzlich Heartbeat-Alert auslösen

Möglichkeit, bei Ausbleiben der Wertemeldung automatisch einen Alert generieren zu lassen (siehe Bei Ausbleiben einer Wertemeldung Heartbeat-Alert auslösen)

Achtung

Die Anzahl und Auswahl der Alerts, die gehalten werden sollen, haben entscheidende Bedeutung für die Funktion der Monitoring-Architektur: falsche Einstellungen können ein Vollaufen des Monitorsegments verursachen, in dem die Alerts gespeichert werden. SAP empfiehlt darum:

·         Sie sollten grundsätzlich die jüngsten Alerts halten. Um alle Vorkommen von alle Alerts sollen gehalten werden in die jüngsten Alerts sollen gehalten werden umzustellen, verwenden Sie den Report RSAL_KEEPALTYPE_MODIFY. Führen Sie den Report einmal pro betroffenem SAP-System sowie nach jedem Upgrade der Monitoring-Architektur aus.

·         Sie sollten regelmäßig Alerts erledigen, um verfügbaren Speicherplatz im Monitorsegment zu gewinnen. Bei einer großen Anzahl von MTEs ist es sinnvoll, Bedingungen zu definieren, bei denen das System Alerts automatisch erledigen soll.

·         Beachten Sie den Teilbaum Space des Monitors CCMS Selfmonitoring. Falls der freie Speicherplatz im Monitorsegment nicht ausreicht, wird dort ein entsprechender Alert generiert.

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