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Cash Concentration 
Die Cash Concentration bietet die Möglichkeit, innerhalb eines Rahmenvertrags auf Basis von Übertragungsregeln und Beziehungsattributen automatische Umbuchungen in einem bestimmten Rhythmus vorzunehmen.
Ziel der Cash Concentration ist es, die Kontosalden der Teilnehmerkonten zu definierten Zeitpunkten in bestimmten Wertebereichen zu halten. Ein Hauptkonto (Wurzelkonto) an oberster Stelle der Kontenhierarchie nimmt die überschüssigen Salden der anderen Konten auf bzw. gleicht die dort vorhandenen Unterdeckungen aus. Beispielsweise können Sie festlegen, dass ein Konto immer einen bestimmten Mindestsaldo aufzuweisen hat oder dass das noch vorhandene Guthaben auf einem Konto an jedem Monatsende auf ein anderes Konto (z.B. ein Geldanlagekonto) übertragen wird.
Bei der Übermittlung der Transferbeträge können risikobehaftete Beträge, wie ausführungstagspezifische E.v.-Salden oder Salden dispositionsrelevanter Vornotizen, berücksichtigt werden, wodurch das Risiko am Teilnehmerkonto blockiert wird. Zusätzlich können Sie den Transferbetrag bei einer buchhalterischen Überschreitung des Höchstsaldos durch den valutarischen Saldo begrenzen (Valutendeckelung). Weitere Informationen dazu finden Sie unter Cash Concentration bearbeiten.
Die in der Cash Concentration benutzten Hierarchien können zwei oder mehrstufig sein. Mit Ausnahme des Obersten Knotens wird auf jeder Ebene der Hierarchie, in Abhängigkeit von der Fälligkeit, entschieden, ob das Teilnehmerkonto für den nächsten Cash-Concentration-Lauf relevant, d.h. fällig ist. Ein Teilnehmerkonto ist für die Cash Concentration fällig, wenn das Datum der Nächsten Fälligkeit am Konto kleiner / gleich dem Selektionsdatum des nächsten Cash-Concentration-Laufs ist. Alle fälligen Konten eines Rahmenvertrags werden bei der Cash Concentration berücksichtigt.
Beim Ausführen eines Cash-Concentration-Laufs erzeugt das System Zahlungsaufträge zugunsten oder zulasten von Teilnehmerkonten innerhalb der von Ihnen angelegten Kontenhierarchie.
Sie können die Cash Concentration entweder für einen einzelnen Rahmenvertrag als Einzellauf oder im Rahmen eines parallelisierten Massenlaufs (z.B. im Rahmen der Tagesendverarbeitung) für eine bestimmte Menge von Rahmenverträgen ausführen. Im Massenlauf kann die Menge der zu verarbeitenden Rahmenverträge durch Angabe von Bankbuchungskreisen und/oder Rahmenvertragsprodukten eingeschränkt werden.
Den Einzellauf Cash Concentration starten Sie vom Bild SAP Easy Access unter Account Management ® Rahmenvertrag ® Cash Concentration für einen Rahmenvertrag ® Cash Concentration starten.
Den Massenlauf Cash Concentration starten Sie vom Bild SAP Easy Access unter Account Management ® Periodische Arbeiten ® Cash Concentration ® Massenlauf mit Paketvorlage starten bzw. Massenlauf ohne Paketvorlage starten.
Weitere Informationen finden über das Ausführen der Cash Concentration finden Sie unter Cash-Concentration-Lauf durchführen.
Voraussetzung für die Teilnahme von Konten an einer Cash Concentration ist die Zugehörigkeit zu einem Rahmenvertrag, der auf einem Rahmenvertragsprodukt basiert, bei dem das Ausstattungsattribut Cash Concentration aktiviert ist. Sie können die Cash Concentration nur für solche Rahmenverträge durchführen, bei denen diese Ausstattung aktiv ist. Prüfen Sie ggf. die Ausstattungen in der Rahmenvertragsbearbeitung auf der Registerkarte Ausstattungen.
Die Benennung eines Hauptkontos und die Anlage eines Rahmenvertrags nehmen Sie im Bild SAP Easy Access unter Account Management ® Rahmenvertrag ® Stammdaten des Rahmenvertrags ® Rahmenvertrag anlegen auf der Registerkarte Cash Concentration bzw. Registerkarte Vertragsbeziehungen vor.
Sie definieren einen Rahmenvertrag und bestimmen durch den Aufbau der Kontenhierarchie, welche Konten an welche Konten Mittel abgeben bzw. von welchen Konten Mittel empfangen.
Bei einer Hierarchiedarstellung mit horizontal abgebildeten Hierarchiestufen erfolgt die Bearbeitungsreihenfolge so, dass die Konten der jeweiligen Hierarchiestufe unterhalb des Hauptkontos von links nach rechts abgearbeitet werden. Bei weitergehender hierarchischer Verzweigung unterhalb des jeweils betrachteten Kontos werden die untergeordneten Stufen vorher in analoger Reihenfolge abgearbeitet.
Die folgende Beispielhierarchie soll die Bearbeitungsreihenfolge verdeutlichen:

Die Bearbeitung wird wie folgt durchgeführt:
...
...
1. Konto der AG Nord
2. Konto der Tochter A von AG Mitte
3. Konto der Filiale von Tochter B von AG Mitte
4. Konto der Tochter B von AG Mitte
5. Konto der Tochter C von AG Mitte
6. Konto der AG Mitte
7. Konto der AG Süd
Das Konto der Holding wird von der Cash Concentration nicht bearbeitet, sondern stellt liquide Mittel für die anderen Konten zur Verfügung bzw. empfängt solche von diesen.
Sie definieren auf Ebene des Rahmenvertrags auf der Registerkarte Cash Concentration, die Übertragungsregel, Limitprüfung und Teilausführung.
Auf Ebene des einzelnen Teilnehmerkontos können Sie folgende Eigenschaften festlegen:
· Unabhängig von der ausgewählten Übertragungsregel:
¡ welche Vorgangsarten für die Buchungen verwendet werden sollen
¡ in welchem zeitlichen Rhythmus die Cash Concentration ablaufen soll
· Wenn Sie nicht die Übertragungsregel Nicht stichtagsbezogen: Valutengenau: differenziert nach Buchungsdatum ausgewählt haben:
¡ ob und in welcher Höhe ein Mindestsaldo bzw. Höchstsaldo auf dem Konto nach dem Cash-Concentration-Lauf verbleiben soll
¡ auf welche Minimal- bzw. Maximalhöhe sich der durch die Cash Concentration erzeugte Transferbetrag mindestens belaufen muss bzw. höchstens belaufen darf
¡ ob und wie Beträge gerundet werden sollen
· Wenn Sie als Übertragungsregel Nicht stichtagsbezogen: Valutengenau: differenziert nach Buchungsdatum ausgewählt haben:
¡ Saldo, den das Teilnehmerkonto grundsätzlich aufweisen soll
Weitere Informationen zum Einzellauf, zum parallelisierten Massenlauf der Cash Concentration, sowie zur Reaktion des Systems auf Fehler finden Sie unter Cash-Concentration-Lauf durchführen.
Prüfen Sie das Ergebnis der Cash Concentration im Anwendungsprotokoll Cash Concentration, indem Sie im Bild SAP Easy Access unter Account Management ® Protokolle ® Cash Concentration ® Anwendungsprotokoll Cash Concentration wählen.
Sie können die Funktionalität der Cash Concentration beispielsweise für folgenden Fall nutzen:
Regelmäßig am Ende eines Monats soll der Überschuss von mehreren Gehaltskonten auf ein Anlagekonto übertragen werden. Darüber hinaus soll bei einem weiteren Konto zu Beginn des folgenden Monats ein fester Betrag (280 EUR) zur Auszahlung kommen.
Legen Sie hierzu eine Hierarchie mit dem Anlagekonto als Hauptkonto (Wurzelkonto) und allen übrigen Konten als Knoten der nächsten Hierarchieebene an. Setzen Sie bei den Gehaltskonten einen maximalen Saldo von 0 EUR an. Bei dem weiteren Konto mit der regelmäßigen Auszahlung im Folgemonat setzen Sie einen minimalen Saldo in Höhe des Auszahlungsbetrages (280 EUR) fest
Weitere Beispiele finden Sie unter Beispiel einer Cash Concentration und Beispiel einer Kontenhierarchie.