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Vorgehensweisen Cash Concentration bearbeiten Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Auf der Registerkarte Cash Concentration legen Sie grundlegend fest, nach welchen Regeln das System die Cash Concentration für den zu bearbeitenden Rahmenvertrag und alle seine fälligen Teilnehmerkonten ausführt.

Im Gruppenrahmen Zahlungsverbindung bestimmen Sie, welches Konto Sie als Zahlungsverbindungs-Konto (Wurzelkonto) für Ihren Rahmenvertrag verwenden möchten und über welchen Zahlweg (z.B. Datenträgeraustausch oder Interne Buchung) das System die durch die Cash Concentration erzeugten Zahlungsaufträge für dieses Konto abwickelt. Das Zahlungsverbindungs-Konto kann auch ein externes Konto sein, das nicht im Account Management geführt wird.

Im Gruppenrahmen Ausführungsdaten bestimmen Sie, wie das System den Cash-Concentration-Lauf ausführt. Mit der Übertragungsregel steuern Sie, auf welcher Grundlage die Bildung von Übertragungsbuchungen bei der Cash Concentration erfolgen soll, z.B. auf der Basis stichtagsbezogener buchhalterischer oder valutarischer Salden. Bei Anwendung der Übertragungsregel stichtagsbezogen: buchhalterisch haben Sie die Möglichkeit, risikobehaftete Beträge, wie ausführungstagspezifische E.v.-Salden oder Salden dispositionsrelevanter Vornotizen, bei der Ermittlung der Transferbeträge zu berücksichtigen und damit das Risiko am Teilnehmerkonto zu blockieren.

Die Limitprüfung steuert, ob und in welchen Umfang eine Limitprüfung unter Beachtung der Kontolimite bei der Erzeugung von Übertragungsbuchungen durch die Cash Concentration stattfindet.

Voraussetzungen

In dem Rahmenvertragsprodukt, auf dem Ihr Rahmenvertrag basiert, muss das Ausstattungsattribut Cash Concentration aktiviert sein.

Falls das Ausstattungsattribut Cash Concentration im Produkt als änderbar (geöffnetes Schloss) eingestellt wurde, muss in dem Rahmenvertrag in der Registerkarte Ausstattungen die Ausstattung Cash Concentration aktiviert sein.

Vorgehensweise

...

       1.      Geben Sie im Gruppenrahmen Zahlungsverbindung das Zahlungsverbindungs-Konto für die Cash Concentration ein und legen Sie fest, über welches Medium die Zahlungsaufträge ausgeführt werden sollen.

       2.      Definieren Sie im Gruppenrahmen Ausführungsdaten die Steuerparameter Übertragungsregel, Limitprüfung und Teilausführung.

Übertragungsregel

Die Übertragungsregel wird auf Rahmenvertragsebene definiert und gilt für den gesamten Rahmenvertrag und dessen Teilnehmerkonten. Sie können die Übertragungsregel nicht mehr ändern, sobald Sie ein Konto zu irgendeinem Zeitpunkt dem Rahmenvertrag zugeordnet haben.

Folgende Abbildung gibt einen Überblick über die Übertragungsregeln:

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Die Übertragungsregel steuert, wie die zu buchenden Werte übermittelt und übertragen werden. Es werden zwei Gruppen unterschieden:

·        Stichtagsbezogene Saldenermittlung

Bei den Übertragungsregeln mit stichtagsbezogener Saldenermittlung werden die Salden der fälligen Teilnehmerkonten zum Buchungsdatum der Tagesendverarbeitung betrachtet. Je nach gewählter Übertragungsregel handelt es sich bei dem Saldo entweder um den valutarischen oder den buchhalterischen Saldo.

Bei der Übertragungsregel stichtagsbezogen: buchhalterisch können Sie im Feld Ermittlung Übertrag steuern, ob der Saldo dispositionsrelevanter Vornotizen und der ausführungstagspezifische E.v.-Saldo bei der Berechnung des Transferbetrages berücksichtigt werden sollen. Zusätzlich kann der Transferbetrag bei einer buchhalterischen Überschreitung des Höchstsaldos durch den valutarischen Saldo begrenzt werden (Valutendeckelung).

Kennzeichnend für die Übertragungsregeln der stichtagsbezogenen Saldenermittlung ist, dass zu jedem Cash-Concentration-Lauf für jede Beziehung zwischen den Teilnehmerkonten maximal ein Umsatz, d.h. ein Zahlungsauftrag erzeugt wird.

Das Buchungsdatum und Valutadatum der Zahlungsaufträge entsprechen dem Buchungsdatum der Tagesendverarbeitung.

·        Nicht stichtagsbezogene Saldenermittlung

Bei der nicht stichtagsbezogenen Saldenermittlung werden die täglichen Salden bzw. Umsätze zwischen zwei Cash-Concentration-Läufen der fälligen Teilnehmerkonten betrachtet. Für jeden dieser Salden wird entschieden, ob das Teilnehmerkonto Mittel abgeben muss oder ob dem Konto Mittel zuzuführen sind.

Bei der nicht stichtagsbezogenen Saldenermittlung wird zwischen der valutengenauen Saldenermittlung und der valutengenauen Saldenermittlung – differenziert nach Buchungstag unterschieden:

¡        Valutengenau:

Das System ermittelt den valutarischen Saldo für jeden Tag zwischen (einschließlich) dem letzten Cash-Concentration-Lauf (bzw. dem Teilnahmebeginn des Kontos am Rahmenvertrag) und dem aktuellen Cash-Concentration-Lauf für jedes fällige Teilnehmerkonto. Als Startdatum, ab dem beim ersten Cash-Concentration-Lauf die Salden ermittelt werden, dient das Startdatum der Beziehung (dieses Startdatum wird beim Einfügen des Kontos in die Hierarchie automatisch vom System gesetzt).

Das Buchungsdatum der Zahlungsaufträge ist das Buchungsdatum der Tagesendverarbeitung. Das Valutadatum der Zahlungsaufträge wird auf das Valutadatum gesetzt, an dem ausgeglichen wird.

¡        Valutengenau – differenziert. nach Buchungstag:

Das System ermittelt die valutarischen Soll- und Habenumsätze für jeden Buchungstag zwischen dem letzten Cash-Concentration-Lauf (bzw. dem Teilnahmebeginn des Kontos am Rahmenvertrag) und dem aktuellen Cash-Concentration-Lauf für jedes fällige Teilnehmerkonto. Dabei werden Posten mit gleichem Valutadatum aber unterschiedlichem Buchungsdatum immer in getrennten Zahlungsaufträgen gebucht. In Abhängigkeit des Kennzeichens Zahlungsposten für Soll und Haben getrennt buchen werden die Soll- und Habenumsätze für einen auszugleichenden Buchungstag zusammengebucht. Das System bucht die valutarischen Soll- und Habenumsätze um, ohne den Sockelbetrag zu ändern. Wenn Sie den Sockelbetrag zwischen zwei Cash-Concentration-Läufen geändert haben, nimmt das System eine Korrekturbuchung vor, wobei das System Buchungsdatum gleich Valutadatum gleich aktuelles Buchungsdatum der Tagesendverarbeitung setzt.

Das Buchungsdatum der Zahlungsaufträge ist das Buchungsdatum der Tagesendverarbeitung. Das Valutadatum der Zahlungsaufträge wird auf das Valutadatum gesetzt, an dem ausgeglichen wird.

Limitprüfung/Teilausführung

Die Limitprüfung steuert, ob und wie eine Limitprüfung für alle Konten einer Kontenhierarchie während eines Cash-Concentration-Laufs erfolgen soll. In Abhängigkeit des Kennzeichens Teilausführung reagiert das System unterschiedlich auf das Ergebnis der Limitprüfung. Beachten Sie dazu die zugehörige Feldhilfe.

Siehe auch

Weitere Informationen über Cash Concentration finden Sie unter Cash Concentration.

Weitere Beispiele zum Thema Cash Concentration finden Sie unter Beispiel einer Kontenhierarchie und Bespiel einer Cash Concentration.

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