Einsatzmöglichkeiten
Ein
Rollup dient dazu festzulegen, wie Daten aus einem oder mehreren Ursprungs-Ledger in ein Rollup-Ledger "hochgerollt", d.h. verdichtet zu werden. Da Sie im FI-SL-System mit vielen verschiedenen Ledgern arbeiten können, haben Sie die Möglichkeit, unterschiedliche Detaillierungsebenen und/oder unterschiedliche Dimensionen zu verwenden. Da manche Ledger für die Erstellung von kumulierten Berichten zu viele Detailinformationen und für den betreffenden Bericht möglicherweise irrelevante Dimensionen beinhalten, können Sie diese Informationen in einem Rollup-Ledger verdichten.Einführungshinweise
Wenn Sie einen bestimmter Bericht nur einmal ausführen wollen, ist es sinnvoll, die Daten vom Report Writer summieren zu lassen. Wenn der Report Writer jedoch für Ihre Berichte dieselben Daten mehrfach selektieren soll, sollten Sie diese Daten in einem Rollup-Ledger verdichten. Bei der Erzeugung von Berichten über Rollup-Ledger erhalten Sie wesentlich günstigere Verarbeitungszeiten als bei der Erzeugung von Berichten über die Ursprungs-Ledger.
Integration
Mit dem Rollup können Sie Daten sowohl aus SAP-Komponenten als auch aus externen Systemen verarbeiten. Wenn Sie ein Rollup-Ledger verwenden, werden die in einem oder mehreren anderen Ursprungs-Ledgern enthaltenen Informationen in einem einzigen Ledger zusammengefaßt. In dem in der folgenden Grafik dargestellten Beispiel wurden die in den beiden Ursprungs-Ledgern enthaltenen Daten in ein Rollup-Ledger verdichtet.


Wenn Sie ein Rollup-Ledger fortschreiben wollen, müssen Sie einen Rollup definieren. Damit Sie einen Rollup definieren können, müssen Sie zuvor ein Ledger als Rollup-Ledger definieren. Im Customizing der Speziellen Ledger aktivieren Sie bei der Ledgerdefinition das Kennzeichen Rollup erlaubt, um Ihre Ledger als potentielle Rollup-Ledger zu kennzeichnen. Weitere Informationen zur Definition von Ledgern und Ledgerklassen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) unter Spezielle Ledger ® Grundeinstellungen ® Stammdaten ® Ledger pflegen.
Funktionsumfang
Se können
Sets in Rollups verwenden.Mit der
Feldübertragung können Sie festlegen, welche Felder einer Sendertabelle in die Felder einer Fi-Sl-Empfängertaballe übertragen werden sollen.Sie haben die Möglichkeit festzulegen, ob durch einen bestimmten Rollup die
Einzelpostentabelle fortgeschrieben werden soll.Mit dem
Rolluptyp können Sie festlegen, wie die Daten verdichtet werden sollen.Über
Benutzer-Exits können Sie andere Programme aufrufen.Mit Application Link Enabling (ALE) und Intermediate Document (IDOC) können Sie
FI-Sl-Daten auf verteilte SAP-Systeme übertragen.Sie können einen Drill-Down auf die Daten der
Rollupeinzelposten des Ursprungsledgers durchführen.Wenn Sie einen
Rollup anlegen (Rollupkopf und Rollupstapel) definieren Sie, wie Daten von der Sendertabelle selektiert und dann im Rollup verdichtet und in die Empfängertabelle geschrieben werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter:Sie können den Rollup
prüfen, dokumentieren, anzeigen, ändern, stornieren, ausführen im Hintergrund ausführen und löschen.Beispiel
Wenn Sie einen Bericht definieren wollen, in dem nur die Kontendaten eines Ursprungs-Ledgers verwendet werden sollen, das 100 verschiedene Konten und für jedes dieser Konten 100 verschiedene Kostenstellen enthält, muß das System mindestens 10.000 Summensätze lesen (100 Konten * 100 Kostenstellen). Die Verarbeitung dieses Berichts ist sehr zeitintensiv. Um günstigere Verarbeitungszeiten zu erhalten, haben Sie die Möglichkeit, die Kontendaten des bzw. der Ursprungs-Ledger(s) in ein Rollup-Ledger zu verdichten, das lediglich 100 Summensätze enthält (d.h. einen Summensatz pro Konto). Die Werte der Kostenstellen werden summiert, für jedes Konto wird lediglich ein Summensatz für alle Kostenstellen gebildet.

In dem in der folgenden Grafik dargestellten Beispiel wurden die Daten des Ursprungs-Ledgers, das 100 Konten und 100 Kostenstellen (10.000 Summensätze) enthält, in ein Rollup-Ledger mit lediglich 100 Konten (100 Summensätze) verdichtet. Im Rollup-Ledger wird ein verdichteter Detaillierungsgrad erreicht.

Sie können Daten aus dem FI-SL-System in das FI-LC-System (Konsolidierung) "hochrollen", d.h. verdichten. Damit Sie Daten ins FI-LC-System hochrollen können, müssen die Gesellschaften, in die Daten hochgerollt werden sollen, das Datenübertragungs-Kennzeichen O haben (Verdichtung aus FI-SL; dieses Kennzeichen setzen Sie im FI-LC-Customizing. Wie man diese Parameter im Customizing setzt, lesen Sie im Einführungsleitfaden (IMG) der Speziellen Ledger.