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Vorgehensweisen FI-SL-Daten auf verteilte Systeme übertragen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Mit Application Link Enabling (ALE) und Intermediate Document (IDOC) können Sie FI-SL-Daten auf verschiedene SAP-Systeme übertragen. Mit einem Export-Rollup können Sie Ledgerdaten von einem lokalen auf ein zentrales System verteilen. Dies bietet Ihnen u.a. folgende Vorteile:

Hinweis

Die FI-SL-Datenbanktabelle, die Sie verteilen, muß in allen Systemen denselben Namen und dieselbe Grundstruktur haben. Sie haben dennoch die Möglichkeit, die Tabellenstruktur im zentralen System so zu definieren, daß sie weniger Felder enthält als in den lokalen Systemen, da im zentralen System nicht alle Detailinformationen gespeichert werden müssen. Die Tabellendefinitionen sollten jedoch nicht zu unterschiedlich sein.

Aus Gründen der Datenkonsistenz müssen auch die Customizing-Einstellungen für die Ledger und Buchungskreise bzw. Gesellschaften, die verteilt werden sollen, identisch sein.

Vorgehensweise

Wenn Sie Ledgerdaten von einem lokalen auf ein zentrales System übertragen wollen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Definieren Sie ein Verteilungsmodell.
  2. Durch das Verteilungsmodell wird festgelegt, in welches logische System (zentrale System) die Ledgerdaten verteilt werden sollen. Das logische System definieren Sie entweder auf Ledgerebene oder auf Ledger/Buchungskreis- bzw. Ledger/Gesellschafts-Ebene. Wenn das logische System definiert ist, wird allen lokalen Systemen mitgeteilt, daß sie ihre Daten diesem logischen System senden müssen.

    Ein Verteilungsmodell definieren Sie im ALE-Customizing (Anwendungsübergreifende Komponenten ® Verteilung (ALE) ® Verteilungskundenmodell).

  3. Definieren Sie einen Fehler-Workflow im zentralen System.
  4. Mit Hilfe des Fehler-Workflows können Sie die Fehler, die bei der Übertragung der FI-SL-Daten in das zentrale System auftreten, identifizieren und beheben.

    Workflows definieren Sie mit der Funktion Workflow-Grundeinstellungen vornehmen des ALE-Customizings (Anwendungsübergreifende Komponenten ® Verteilung (ALE) ® Grundeinstellungen).

  5. Pflegen Sie im zentralen System die Feldzuordnungstabelle EDIMAP.
  6. Damit Daten aus einem lokalen System in ein zentrales System exportiert werden können, muß die Tabelle EDIMAP fortgeschrieben werden. Durch diese Tabelle wird die Zuordnung des Feldes (der Felder) der FI-SL-Datenbanktabelle zum Feld (zu den Feldern) der Datenübertragungsstruktur (IDOC-Feld) festgelegt.

    Die Tabelle EDIMAP schreiben Sie mit Hilfe des Arbeitschrittes Zuordnungstabelle EDIMAP aktualisieren im FI-SL-Customizing fort (Finanzwesen ® Spezielle Ledger ® Werkzeuge ® Verteilung (ALE)).

  7. Generieren Sie die Export- und Importprogramme.
  8. Die Export- und Importprogramme müssen sowohl im zentralen System als auch in allen lokalen Systemen generiert werden.

    Diese Programme generieren Sie mit dem Arbeitsschritt Import-/Exportprogramme exportieren im FI-SL-Customizing (Finanzwesen ® Spezielle Ledger ® Werkzeuge ® Verteilung (ALE)).

  9. Definieren Sie im lokalen System (in den lokalen Systemen) ein Export-Ledger.
  10. Wenn die Daten eines FI-SL-Ledgers an ein zentrales System gesendet werden sollen, müssen Sie diesem FI-SL-Ledger ein Export-Ledger zuordnen.

    Im Export-Ledger werden alle Salden der bisher erfolgten Übertragungen gespeichert. Wenn Sie Daten innerhalb einer Periode mehrmals exportieren, wird nur der Differenzbetrag seit der letzten Übertragung an das zentrale System gesendet.

    Export-Ledger definieren Sie mit dem Arbeitsschritt Ledger pflegen im FI-SL-Customizing (Finanzwesen ® Spezielle Ledger ® Grundeinstellungen ® Stammdaten).

  11. Legen Sie im lokalen System (in den lokalen Systemen) einen Export-Rollup an.
  12. Mit dem Export-Rollup legen Sie fest, wie die Daten von einem lokalen auf ein zentrales System übertragen werden sollen. Sie können die Daten entweder auf 1:1-Basis übertragen oder sie mit einer selbst definierten Feldübertragungsregel summieren.

    Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Rollup anlegen.

  13. Führen Sie den Export-Rollup im lokalen System (in den lokalen Systemen) aus.

Wenn Sie den Rollup ausführen, werden die Daten in das zentrale System gebucht, das im Verteilungsmodell angegeben wurde. Hierbei richtet sich das System nach den von Ihnen im Export-Rollup festgelegten Kriterien. Sie können den Export-Rollup innerhalb einer Periode beliebig oft ausführen, da nur die Differenzbeträge ab der letzten Ausführung exportiert werden. Im Export-Ledger werden alle bereits übertragenen Beträge protokolliert.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Rollup ausführen.