Drill-Down auf Rollupeinzelposten durchführen
Verwendung
Sie haben die Möglichkeit einen Drill-Down auf die Daten der Rollupeinzelposten des Ursprung-Ledgers durchzuführen. Dies realisieren Sie mit Hilfe eines Report-Writer-Berichts den Sie für den Rollup-Ledger definieren.

Bei größeren Datenmengen zieht diese Funktion eine massive Laufzeiterhöhung nach sich. Wenn Sie das Kennzeichen Einzelposten schreiben setzen, schreibt das System Einzelposten auf die Einzelpostentabelle.
Wenn Sie nicht vorhaben, Ihre Rollups zu stornieren oder in einem für das Rollup-Ledger angelegten Bericht einen Drill-Down auf die Rollupeinzelposten durchzuführen (oder wenn Sie größere Datenmengen verdichten), sollten Sie dieses Kennzeichen nicht setzen, um unnötige Aktualisierungen der Datenbanken und somit Laufzeiterhöhungen zu vermeiden.
Vorgehensweise
Die Daten des Ursprungs-Ledgers werden in speziellen Rollupeinzelposten-Tabellen gespeichert. Z.Zt. ist es nicht möglich, diese Tabellen automatisch mit den FI-SL-Funktionen Tabellengruppe definieren zu installieren. Sie sollten die mit Ihrem System ausgelieferten Standardbeispieltabellen kopieren (GLREFU: Rollup-Isteinzelposten-Tabelle und GLREFV: Rollup-Planeinzelposten-Tabelle) und Ihren Anforderungen entsprechend modifizieren.
Weitere Informationen zur Installation von Rollup-Einzelpostentabellen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) der Speziellen Ledger.
Wenn Sie die Ursprungsdaten anzeigen wollen, müssen bei der Ausführung des Rollups Einzelposten geschrieben werden, die diese Ursprungsdaten enthalten. Wenn für die Einzelposten keine Datensätze fortgeschrieben werden, werden im Drill-Down-Bericht falsche Werte ausgegeben.
Wenn die Einzelposten aktualisiert werden sollen, müssen Sie bei der Rollupdefinition das Kennzeichen Einzelposten schreiben setzen (Kennzeichen Ablaufsteuerung).
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter
Rollup anlegen.Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter
Um den Drill-Down auszuführen, verwenden Sie die Funktion Bericht aufrufen. Hierzu müssen Sie in der Berichtsgruppe des Rollup-Berichts den Drill-Down-Bericht als Empfängerbericht angeben. Der Drill-Down-Bericht wird über die Bericht/Bericht-Schnittstelle aufgerufen, wenn Sie im Rollup-Bericht einen Bereich von Daten markieren.

Der Drill-Down-Bericht kann mit einem Standard-Einzelpostenbericht verglichen werden, Sie können beim Anlegen des Berichts jedoch nur Daten-Set-Einträge verwenden, die für die Rollup-Einzelpostentabellen definiert wurden (z.B. RBHSL-0 für Rollupbelege in Hauswährung für Istdaten).
Wie man Berichte mit der Funktion Bericht aufrufen ausführt, lesen Sie in
Bearbeitung ausgegebener Berichte.
Es ist z.Zt. nicht möglich, in einem Rollup-Bericht sowohl für Ist- als auch für Plandaten einen Drill-Down durchzuführen. Aus diesem Grund müssen Sie zum Anzeigen der Ist- und der Planeinzelposten zwei verschiedene Berichte definieren.
Die Rollupeinzelposten sind nur für Rollups und den Report Writer relevant. Aus diesem Grund können Sie mit den Funktionen Beleganzeige und Summenanzeige keine Rollupeinzelposten anzeigen.
Die Stornierungsfunktion kann sowohl mit den ‘normalen’ Einzelpostentabellen als auch mit den speziellen Rollup-Einzelpostentabellen verwendet werden. Wenn das System Einzelposten schreibt, prüft es, ob Rollup-Einzelpostentabellen vorhanden sind. Ist dies der Fall, werden die Einzelposten auf diese Tabellen geschrieben. Wenn keine Rollup-Einzelpostentabellen vorhanden sind, werden die Einzelposten auf die ‘normalen’ Einzelpostentabellen geschrieben.
Beispiel
Die Konten 101000, 102000 und 103000 werden mit Hilfe eines Rollups in Konto 100000 verdichtet. Für das Rollup-Ledger wird ein Report-Writer-Bericht definiert. In diesem Bericht werden nach Ausführung der Berichtsgruppe Daten für Konto 100000 ausgegeben.
Mit der Drill-Down-Funktion haben Sie die Möglichkeit, die Ursprungsdaten anzuzeigen, aus denen sich die Summe des Kontos 100000 zusammensetzt.
In der folgenden Grafik sehen Sie den Drill-Down-Bericht für Konto 100000. Der Bericht enthält die Daten des Ursprungs-Ledgers für die Konten 101000, 102000 und 103000.
In dem Bericht für das Rollup-Ledger sind die Daten für die Konten 101000, 102000 und 103000 summiert und in Konto 100000 substituiert, die Kostenstellendaten sind summiert und in den Sätzen für die Konten enthalten.
