Fallbezogene Rechnungserstellung
In der fallbezogenen Rechnungserstellung können Sie Rechnungen für einen Fall erstellen. Alle relevanten Daten für die Rechnungserstellung stehen Ihnen auf der Registerkarte Abrechnung
in der fallbezogenen
Rechnungsbearbeitung zur Verfügung.
Sie können die Rechnungserstellung eines Falles über folgende Funktionen beeinflussen:
Endabrechnungen können Sie nur für stationäre Fälle erstellen, die bereits entlassen sind, oder für ambulante Fälle, für die das Datum des Fallabschlusses gepflegt ist.
Eine Zwischenabrechnung ist möglich, unabhängig davon, ob der Fall entlassen ist bzw. ob das Fallendedatum des Falles gepflegt ist.
Weiterhin kann es je Kostenträger weitere Voraussetzungen geben, die erfüllt sein müssen, um eine Zwischen- oder Endabrechnung durchführen zu können. Beispielsweise kann ein Kostenträger nur dann eine Endabrechnung erlauben, wenn für den Fall eine Entlassungsdiagnose erfaßt wurde. Die Voraussetzungen des Kostenträgers sind in seinem Stammsatz hinterlegt.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter Endabrechnung/Zwischenabrechnung.
Hinweis
In der Landesversion Singapur gibt es den zusätzlichen Abrechnungsmodus vorläufige Rechnung.
Informationen hierzu finden Sie unter Vorläufige Rechnung (SG).
Wenn Sie eine Endabrechnung erstellen, selektiert das System automatisch alle noch nicht abgerechneten Leistungen des Falles. Für die Buchung des Fakturabelegs in der Finanzbuchhaltung geben Sie das Fakturadatum an. Das System schlägt Ihnen das Tagesdatum vor.
Für Zwischenabrechnungen können Sie ein Zwischenabrechnungsdatum angeben. Das System selektiert für die Abrechnung alle abrechenbaren Leistungen bis zu diesem Datum. Als Fakturadatum schlägt das System Ihnen das Zwischenabrechnungsdatum vor. Sie können jedoch auch ein vom Zwischenabrechnungsdatum abweichendes Datum als Fakturadatum angeben.
Weitere Informationen zum Fakturadatum finden Sie unter Fakturadatum.
Sie können Rechnungen im Test- oder im Echtmodus erstellen. Rechnungen, die Sie im Testmodus erstellen, sichert das System nicht. Der Abrechnungsstatus des Falles bleibt unverändert.
Bei Abrechnungen im Modus Echtabrechnung
können Sie eine Buchungssperre setzen. Bei gesetzter Buchungssperre erstellt das System den Fakturabeleg im SD; bucht diesen jedoch nicht in die Finanzbuchhaltung durch. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Buchungssperre.
Beachten Sie, daß bei der Rechnungserstellung im Echtmodus Fehler auftreten können, die im Testmodus nicht auftreten. Beispielsweise führt das System bei der Abrechnung im Testmodus keine Erlöskontenfindung durch und erstellt keinen entsprechenden Buchhaltungsbeleg. Etwaige Fehler, die im Zusammenhang mit der Erlöskontenfindung oder der Erstellung des Buchhaltungsbelegs zusammenhängen, treten daher nur bei der Abrechnung im Echtmodus auf.
Sie können den Umfang der Abrechnung beliebig einschränken. Zum Beispiel können Sie die Abrechnung über die Angabe eines Zwischenabrechnungsdatums auf einen bestimmten Zeitraum einschränken. Weiterhin stehen Ihnen verschiedene Kriterien zur Rechnungseinschränkung zur Verfügung. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Umfang der Abrechnung einschränken.
Sie können den Druck der erstellten Rechnungen in den Rechnungserstellungsprozeß integrieren. Für den Rechnungsdruck können Sie zwischen Testdruck und Echtdruck wählen. Auf der Registerkarte Druck
können Sie zusätzlich ein Ausgabegerät angeben, wenn Sie die Ausgabe
der Rechnung auf einem anderen als dem in den Systemeinstellungen hinterlegten Ausgabegerät wünschen.
Das Feld Datum
im Gruppenrahmen Information
zeigt das Datum an, an dem zuletzt ein Rechnungsdruck erfolgte. Ein farbig unterlegtes Datum zeigt an, daß noch kein Rechnungsdruck erfolgte, das IS-H-System jedoch schon eine EDI-Versandnachricht verschickt hat.
Zusätzlich zu diesen Funktionen steht Ihnen auf der Registerkarte Abrechnung
ein Infoblock und ein Meldungsblock zur Verfügung. Der Infoblock gibt Ihnen einen Überblick über den aktuellen Abrechnungsstatus des Falles und über die wichtigsten abrechnungsrelevanten
Daten. Weitere Informationen zum Infoblock finden Sie unter Fallbezogene Statusinformationen.
In dem Meldungsblock listet das System Nachrichten (Informationen, Warnungen und Fehler) auf, die die Abrechenbarkeit des Falles betreffen. Das System weist Sie so frühzeitig auf fehlende oder fehlerhafte Daten hin. Sie haben somit die Möglichkeit, den Fall zu überprüfen, bevor Sie die Abrechnung starten.
Hinweis
Nur für die Landesversionen Deutschland und Österreich relevant.
Aus der fallbezogenen Rechnungsbearbeitung heraus können Sie über bzw. Zuzahlung pflegen
in die Pflege der Anzahlungen bzw. Zuzahlungen verzweigen.
Aus der fallbezogenen Rechnungsbearbeitung heraus können Sie über im Gruppenrahmen Weitere Optionen
einstellen, ob die bei der Abrechnung
auftretenden Meldungen in einem Meldungsdialog oder im Meldungsbereich erscheinen.
Im Meldungsdialog dargestellte Meldungen erscheinen vor dem eigentlichen Test- oder Echtdruck der Rechnungen. Sie können die Meldungen aus diesem Dialog ausrucken.
Die Meldungen zu Leistungsregeln zeigt Ihnen das System ebenfalls im Meldungsblock der fallbezogenen Rechnungsbearbeitung an. Um die Meldungen immer aktuell zu halten, durchläuft das System die Leistungsregeln auch bei bestimmten Aktionen innerhalb der Transaktion, z.B. beim Wechsel von Test- auf Echtabrechnung.
In der Menüleiste können Sie über die Durchführung der Leistungsregeln für den Meldungsblock abstellen.
In diesem Fall führt das System die Leistungsregeln erst bei der Funktion Abrechnen
durch und zeigt die Meldungen dann in einem Dialogfenster an.
In der fallbezogenen Rechnungsbearbeitung können Sie das Prüfschema temporär lokal abändern. Dies kann sinnvoll sein, wenn eine Leistungsaktion, die ohne Bestätigung abläuft, in einem bestimmten Fall nicht laufen darf. Rufen Sie in diesem Fall vor der Funktion Abrechnen
über
die Menüleiste die Funktion und entfernen Sie das Kennzeichen A
(für Aktiv) für diese Aktion.
Hinweis
Beachten Sie, daß das angezeigte Prüfschema vom Prüfzeitpunkt und damit vom momentan eingestellten Abrechnungsmodus abhängig ist (Testabrechnung, Echtabrechnung und vorläufige Abrechnung in der Landesversion SG). Das bedeutet, wenn Sie das Prüfschema im Modus Testabrechnung ändern und danach in den Modus Echtabrechnung wechseln, sind die Änderungen am Prüfschema für diesen Prüfzeitpunkt nicht mehr vorhanden.
Die Änderungen am Prüfschema bleiben nur zur Laufzeit der aktuellen Transaktion erhalten.
Wenn Sie die Business Function SAP Patient Management: Legal Process Adoption
(ISH_MISC1
) aktiviert haben, stehen Ihnen zusätzlich folgende Funktionen zur Verfügung:
Spaltenfindung
Mit dem Business Add-In (BAdI) ISH_FIND_COLUMN
können Sie im Rahmen der Preisermittlung die zuvor vom System ermittelte Tarifspalte ändern.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Customizing unter .
Preisfindung
Sie können einen Geschäftspartner (in der Rolle Kostenträger
) bei den Leistungen hinterlegen. Sie können die Preisfindung dann so steuern, dass das System einen bestimmten Kostenträger für die Preisfindung dieser Leistung
heranzieht.
Um Leistungen von der Übernahme eines Kostenträgers auszuschließen, obwohl dieser die Leistungen übernehmen würde, können Sie die Leistung m Feld Abrechnungstyp
speziell kennzeichnen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Customizing unter .
Individuelle Zahlungsverteilung
Mit der individuellen Zahlungsverteilung können Sie die manuelle Anpassung des Vorschlags dr Standardzahlungsverteilung vornehmen. Wenn Sie einen individuellen Vertragstyp anlegen, können Sie sich das Ergebnis der Zahlungsverteilung anzeigen lassen. Wenn Sie einen Fall bereits über das Nachtragstool (Landesversion Schweiz) bearbeitet haben, dann kann das System die Leistungspositionen nur anzeigen, aber nicht ändern. Dies gilt auch, wenn einem Fall ein Vertragstyp zugeordnet ist, der einen Kundenfunktionsbaustein hinterlegt hat.
Um sicherzustellen, dass durch die Leistungsregeln alle Leistungen angelegt und aktualisiert worden sind, führt das System alle Leistungsregeln, die dem Ereignis Zwischenabrechnung zugeordnet sind, beim Aufrufen der individuellen Zahlungsverteilung auf. Anschließend führt das System die Preisfindung und Zahlungsverteilung durch und zeigt das Ergebnis an.