Vorsteuerberichtigung für Anlagen durchführen Der Ablauf der Vorsteuerberichtigung für Anlagen unterscheidet sich nicht vom Standardablauf, wenn dies Zugangsbuchungen mit Vorsteuer sind. In einigen Sonderfällen können jedoch keine berichtigungsrelevante Buchungen aufgezeichnet werden, z. B. bei Anlagenabgängen. In diesen Fällen müssen Sie zusätzlich zu den automatischen Berichtigungsbasissätzen manuelle Berichtigungsbasissätze erfassen.
Für den Standardablauf der Vorsteuerberichtigung haben Sie die Einstellungen im Customizing vorgenommen (siehe Vorsteuerberichtigung durchführen ). Außerdem haben Sie dort definiert, für welche Anlagenklassen grundsätzlich eine Vorsteueraufteilung und Vorsteuerberichtigung durchgeführt werden soll.
Sie legen ein Berichtigungsobjekt an, um für die Anlage die vorsteuerberichtigungsrelevanten Daten zusammenzufassen.
Anlagenbewegung buchen
Die Buchungen auf Anlagen führen Sie mit den üblichen Buchungstransaktion des FI bzw. der Anlagenbuchhaltung durch. In einigen Transaktionen können Sie das Berichtigungsobjekt beim Buchen zuordnen, in anderen nicht. Wenn die Zuordnung beim Buchen nicht möglich ist, dann können Sie die Zuordnung nachträglich über den Zuordnungsfunktion vornehmen (Ursprungsbelege zuordnen).
Optionssätze ermitteln und Vorsteuer aufteilen
Die Optionssätze für die Vorsteueraufteilung für Anlagen werden (wenn sie nicht direkt im Beleg angegeben wurden) immer aus dem zugeordneten Berichtigungsobjekt ermittelt. Sie führen also die Optionssatzermittlung für die betroffenen Berichtigungsobjekte durch und führen anschließend die Vorsteueraufteilung durch. Der nicht abzugsfähige Anteil der Vorsteuer wird hierbei auf der Anlage aktiviert.

Ursprungsbeleg
Anlage: 6.250.000 € +
Vorsteuer: 1.000.000 €
Die Zugangsbuchung erfolgte auf eine Anlage, die einem Berichtigungsobjekt zugeordnet ist. Das Berichtigungsobjekt ist Träger eines Optionssatzes. Der Optionssatz zum Leistungsbezugsdatum beträgt 40% (d. h. 40% abzugsfähig).
Vorsteueraufteilung
Anlage 600.000 €
an
Vorsteuer -600.000 €
Berichtigungsbasissätze erfassen
Beim Standardablauf ermittelt das System die Berichtigungsbasis automatisch. Bestimmte Anlagenbuchungen wie Umbuchungen oder Abgänge werden jedoch ohne Vorsteuer gebucht und unterliegen daher nicht der Vorsteueraufteilung. Dennoch sind diese Buchungen relevant für die Vorsteuerberichtigung und müssen in die Berichtigungsbasis eingehen. Hierfür können Sie diese Daten auf zwei Wegen angeben:
Halbmanuell über Zuordnungsfunktion
Ursprungsbelege zuordnen
:
Die für die Berichtigung möglicherweise relevanten Anlagenbewegungen werden zwar aufgezeichnet, jedoch fehlen die Angaben zum abgehenden bzw. umgebuchten Steueranteil und bei Anlagenabgängen der Abgangsoptionssatz. Diese Werte müssen Sie manuell nachtragen.
Ordnen Sie dazu im Zuordnungsreport den Beleg zunächst einem Berichtigungsobjekt zu. Markieren Sie die Position und wählen Sie
Ber.b
asissatz anlegen.
Erfassen Sie die entsprechenden Daten.
Manuell in den Stammdaten des Berichtigungsobjekts :
Wählen Sie in der Registerkarte
Berichtigungsbasis
die Drucktaste
mit Quick-Info
Neuen Ber.basissatz hinzufügen.

Weitere Informationen zur Vorgehensweise für beide Wege finden Sie im Kapitel Berichtigungsbasissätze erfassen .
Sie berichtigen die Vorsteuer wie beschrieben für die Kontierungsobjekte.