Einsätze, Übungen und Verlegungen planen

Einsatzmöglichkeiten

Neben der Abbildung des Grundbetriebes von Streitkräften, Polizei- und Hilfsorganisationen sowie der Unterstützung ihrer betriebswirtschaftlichen Prozesse ist die Planung und Durchführung von Einsätzen und Übungen das wesentliche Anwendungsgebiet der Komponente Defense Forces & Public Security .

Zur Durchführung von Einsätzen und Übungen aus dem Grundbetrieb heraus bilden Sie wie für den Grundbetrieb selbst mit Hilfe der Objekte der Organisatorischen Flexibilität organisatorische Strukturen für Ihre Einsätze und Übungen einschließlich deren personellen und materiellen Ressourcen ab.

Zusätzlich führen Sie eine Verlegeplanung durch, mit der Sie festlegen, wie Sie die Ressourcen der organisatorischen Elemente Ihrer Einsatz- bzw. Übungsstrukturen in das Einsatz-/ Übungsgebiet verlegen.

Voraussetzungen

Sie haben sich mit den Objekten der Organisatorischen Flexibilität (Strukturelement, Materialplanungsobjekt etc.) vertraut gemacht.

Ablauf

Einsatz-/Übungsstruktur

Zunächst bilden Sie eine Einsatz- bzw. Übungsstruktur ab:

  1. Sie legen bei Bedarf für Einsatz- und Übungsstrukturen jeweils ein eigenes Wurzelobjekt an, um diese Strukturen getrennt von Strukturen des Grundbetriebes im System abzulegen.

  2. Sie legen unterhalb des Wurzelobjektes mit Hilfe eines Strukturelementes die übergreifenden Eigenschaften des Einsatzes bzw. der Übung fest.

  3. Sie bilden unterhalb des führenden Strukturelementes mit Hilfe weiterer Strukturelemente die Einsatz- bzw. Übungsstruktur fest.

  4. Sie legen das materielle und personelle Soll der Strukturelemente fest.

Siehe dazu Objekte für Einsatz-/Übungsstrukturen anlegen/zuordnen . Das personelle Soll können Sie alternativ auch über eine Kontingentplanung festlegen.

Anschließend nehmen Sie die personelle Besetzung vor:

Sie ordnen den Planstellen Ihrer Einsatz- bzw. Übungsstruktur Personen aus dem Grundbetrieb zu.

Siehe dazu Personelle Besetzung .

Verlegeplanung

Um für die Ressourcen dieser Einsatz- bzw. Übungsstruktur eine Verlegeplanung durchführen zu können, müssen folgende Voraussetzungen geschaffen werden:

  1. Sie definieren eine Verlegung , die hauptsächlich den Zeitraum des Verlegeprozesses festlegt.

  2. Sie definieren Verlegeschritte und weisen diesen einen Typ zu, um festzulegen, welche logistischen Folgeprozesse durch diesen Verlegeschritt angestoßen werden sollen.

Nun können Sie für die Ressourcen Ihrer Einsatz- bzw. Übungsstruktur eine Verlegeplanung durchführen:

  1. Sie ordnen die Strukturelemente der gewünschten Verlegung zu.

  2. Sie ordnen dieser Zuordnung eines Strukturelementes zu einer Verlegung die gewünschten Verlegeschritte zu und geben an, wann dieser Verlegeschritt für dieses Strukturelement in dieser Verlegung durchgeführt werden soll.

  3. Sie ordnen die für den Einsatz vorgesehenen Materialplanungsobjekte , Ausstattungspakete , Vorratspakete und Planstellen diesen Zuordnungen zwischen Strukturelement, Verlegung und Verlegeschritten zu.

  4. Sie ordnen diesen Zuordnungen zwischen Strukturelement, Verlegung und Verlegeschritten Packvorschriften zu.

  5. Sie führen für das zugeordnete Personal und Material eine Groblastvorschau durch

Siehe dazu Verlegeplanung .

  1. Sie führen für die zugeordneten Materialplanungsobjekte eine Ausplanung über den Leitverband durch. Siehe dazu Materielle Planung und Ermittlung des Versorgers .

    Hinweis Hinweis

    Zur Verlegung von Material, das nicht nur über Materialplanungsobjekte, sondern außerdem als Technisches Objekt abgebildet ist und über Versetzung zugeordnet wird, siehe Technische Objekte .

    Ende des Hinweises

Ergebnis

Sie haben für die von Ihnen abgebildete Einsatz- bzw. Übungsstruktur eine Verlegeplanung durchgeführt.

Sie können nun die Erstausstattung der Strukturelemente anstoßen (Aufstellung). Dabei werden je nach Verlegeschritttyp die notwendigen logistischen Folgebelege erzeugt. Siehe dazu Verlegung von Material .

Hinweis Hinweis

Die Folgeversorgung für Nichtverbrauchsgüter erfolgt wie die Versorgung im Grundbetrieb über die Anwendung Planung der materiellen Anteile und dabei über die Ermittlung von Versorgungsbeziehungen . Die Folgeversorgung von Einzel- und Mengenverbrauchsgütern erfolgt über die Auswertung von Meldebeständen bzw. Standardfunktionen der Materialwirtschaft .

Es kann auch eine Erstversorgung mit Einzel- und Mengenverbrauchsgütern ohne Verlegung durchgeführt werden. Siehe dazu Logistische Bedarfe und Erstversorgung .

Ende des Hinweises