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 Ablauf der Stoffmengenverfolgung Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

Einsatzmöglichkeiten

Siehe Stoffmengenverfolgung .

Voraussetzungen

  • Sie haben im Customizing der Stoffmengenverfolgung die Customizing-Aktivitäten bearbeitet.

  • Sie haben im Customizing der Grunddaten und Werkzeuge in der Customizing-Aktivität Gesetzliche Listen festlegen die benötigten Vorschriften als gesetzliche Liste angelegt. Siehe hierzu auch Verwaltung von gesetzlichen Listen .

  • Sie haben im Customizing der Grunddaten und Werkzeuge in der Customizing-Aktivität Umgebungsparameter festlegen , die für die Stoffmengenverfolgung relevanten Umgebungsparameter festgelegt.

  • Die Stammdaten der zu überwachenden Stoffe sind in die Tabellen der Stoffmengenverfolgung übertragen. Siehe hierzu RREGCH_FILL unter Reports für die Stoffmengenverfolgung .

  • Die Mengenüberwachung und die Online-Prüfungen der Stoffmengenverfolgung finden in einem Logistik-System statt. Dies bedeutet bei verteilten Systemen Folgendes:

    • Wenn sich Ihre EH&S- und Logistik-Daten in verschiedenen Systemen befinden, müssen Sie die relevanten Stoffdaten aus dem EH&S-System in das Logistik-System befüllen, auf dem die Mengenüberwachung und die Online-Prüfungen stattfinden. Dazu verwenden Sie den Report RREGCH_FILL mit Angabe einer RFC- Destination.

    • Wenn sich Ihre Material- und andere Logistikdaten in verschiedenen Systemen befinden, müssen Sie diese Daten per Application Link Enabling (ALE) in das Logistik-System verteilen, auf dem die Mengenüberwachung und die Online-Prüfungen stattfinden.

    • Eine rechtliche Einheit (z.B. Buchungskreis), die über mehrere Systeme verteilt ist, wird nicht unterstützt.

  • Die relevanten Klassen, Bewertungsarten und Merkmale für die Stoffmengenverfolgung sind im System vorhanden. Siehe hierzu auch den SAP -Hinweis 945038.

  • Die Struktur der EH&S-Stammdaten entspricht den Vorgaben für die Stoffmengenverfolgung.

Ablauf

  1. Sie legen die benötigten Stammdaten an:

    1. Sie kennzeichnen die Materialien , die für die Stoffmengenverfolgung relevant sind.

    2. Sie legen bei Bedarf in den Stoffen zu den Materialien spezielle Zusammensetzungen an, die nur die Stoffe enthalten, die für die Stoffmengenverfolgung relevant sind.

    3. Sie erfassen die Mengengrenzen . Dabei können Sie verschiedene Mengenschwellen angeben und z.B. einrichten, dass das System Sie rechtzeitig warnt, bevor eine Mengengrenze erreicht wird.

  2. Das System ermittelt die Mengen der zu überwachenden Stoffe:

    1. Das System ermittelt die zu überwachenden Materialien.

    2. Das System ermittelt zu den Materialien die zu überwachenden Stoffe.

    3. Das System ermittelt die Zusammensetzung der Stoffe und verwendet alle dabei auf der tiefsten Ebene gefundenen Stoffe als zu überwachenden Stoffe. Stoffe, die ihrerseits aus anderen Stoffen zusammengesetzt sind, werden nicht überwacht.

    4. Das System ermittelt für jeden zu überwachenden Stoff täglich die Menge, die eingekauft, importiert, hergestellt, verkauft oder exportiert wurde.

    5. Das System summiert die ermittelten Mengen auf. Dadurch können Sie jederzeit abfragen, wie viel Sie von einem zu überwachenden Stoff bereits eingekauft, importiert, hergestellt, verkauft oder exportiert haben.

  3. Sie überwachen, dass die registrierten Mengen nicht überschritten werden:

    • In der Mengenüberwachung lassen Sie sich die aktuellen und aufsummierten Mengen der zu überwachenden Stoffe anzeigen. Dabei erhalten Sie auch Informationen darüber, für welche Stoffe eine Mengengrenze bald erreicht wird oder bereits überschritten wurde.

    • In den Online-Prüfungen prüft das System, ob eine Mengengrenze überschritten wird, wenn Sie an bestimmten Stellen eine Menge eines relevanten Materials eingeben, z.B., wenn Sie eine Bestellung, einen Produktionsauftrag oder einen Verkaufsbeleg anlegen.

  4. Wenn eine registrierte Menge bald erreicht oder überschritten wird, sind verschiedene Folgeaktionen möglich:

    • Das System gibt eine Meldung aus.

    • Das System verschickt die Meldung als SAP -Mail.

    • Das System blockiert einen betriebswirtschaftlichen Prozess, so dass sichergestellt ist, dass z.B. ein zu überwachender Stoff mit überschrittener Menge nicht weiter eingekauft, produziert oder verkauft wird.

  5. Sie reagieren auf die Folgeaktionen, indem Sie bei den Behörden bei Bedarf eine größere Menge registrieren, den höheren Wert im System entsprechend anpassen sowie die gesperrten Belege anzeigen und wieder entsperren .

  6. Sie überführen nach Ablauf eines Überwachungszeitraums, z.B. nach Ablauf eines Kalenderjahres, die Mengen in die entsprechende Eigenschaft des Standardeigenschaftsbaums, die Sie von einem zu überwachenden Stoff im Überwachungszeitraum eingekauft, importiert, hergestellt, verkauft oder exportiert haben.