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Verwendung

Wenn Sie an bestimmten Stellen im System eine Menge eines Materials eingeben, das für die Stoffmengenverfolgung relevant ist, prüft das System, ob durch diese Eingabe eine Mengengrenze überschritten wird. Wenn eine Mengengrenze überschritten wird, löst das System Folgeaktionen aus, wodurch Sie sicherstellen können, dass Mengengrenzen eingehalten werden und Vorschriften erfüllt werden.

Voraussetzungen

Sie haben im Customizing der Stoffmengenverfolgung die Customizing-Aktivität Online-Prüfungen einstellen bearbeitet.

Funktionsumfang

Im Standard führt das System die Online-Prüfungen innerhalb folgender Anwendungen aus:

Bestellung

Bestellanforderung

Auslieferung

Kundenauftrag

Fertigungsauftrag

Mögliche Folgereaktionen sind:

Das System gibt eine Meldung aus.

Das System verschickt die Meldung alsSAP-Mail.

Das System blockiert einen betriebswirtschaftlichen Prozess, so dass sichergestellt ist, dass z. B. ein zu überwachender Stoff mit überschrittener Menge nicht weiter eingekauft, produziert oder verkauft wird.

Ob das System einen Prozess blockieren kann, hängt von dem Objekt ab, das sie bearbeiten.

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

In Fertigungs-, Prozess- und Kundenaufträgen werden Folgeprozesse über einen Anwenderstatus blockiert. Welches Statusprofil und welcher Anwenderstatus verwendet werden, legen Sie über die UmgebungsparameterSVT_PRO_PROFILE,SVT_PRO_STATUS,SVT_SO_PROFILE undSVT_SO_STATUS fest. Weitere Informationen zum Anwenderstatus finden Sie in der Dokumentation der Umgebungsparameter.

Falls für Aufträge bereits ein Anwenderstatus gesetzt wird, muss der Anwenderstatus für die Stoffmengenverfolgung in das existierende Statusschema aufgenommen werden. Dieser Vorgang, insbesondere den der Integration ein bestehendes Statusschema beschreibt der SAP-Hinweis 1111196.

Der UmgebungsparameterSVT_PRO_PROFILE bzw.SVT_SO_PROFILE muss entsprechend angepasst werden.

Falls Sie das Verhalten beim Setzen des Anwenderstatus an Ihre Anforderungen anpassen möchten, ersetzen Sie den Funktionsbaustein im Feld Folgebeleg sperren in der Customizing-Aktivität Online-Prüfungen einstellen mit einem kundeneigenen Baustein. Verwenden Sie den Standardbaustein als Kopiervorlage.

Bei Bestellungen werden Prozesse nicht durch einen Anwender-Status blockiert, sondern durch die Funktion Merken . Gemerkte Bestellungen sind fehlerhafte oder unvollständige Bestellung, die mit der Funktion Merken im SAP-System abgelegt wurden. Gemerkte Bestellungen können zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeitet oder vervollständigt werden. Sie werden nicht an Lieferanten übermittelt, allerdings sind gemerkte Bestellungen disporelevant.

Folgende Funktionen sind nicht möglich:

Nachrichtenausgabe

Freigabe

Buchung eines Wareneingangs

Buchung einer Rechnung

Die Unterstützung der Funktion Merken in Zusammenhang mit der Stoffmengenverfolgung ist durch den SAP-Hinweis 1263281 realisiert. Weitere Erläuterungen hierzu entnehmen Sie der Rubrik Lösung dieses Hinweises.

Beachten Sie, dass die Funktion Merken nur solange zur Verfügung steht, solange eine Bestellung nicht gesichert wurde. Bestellungen, die gesichert wurden, können nicht mehr gemerkt werden.

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

In der Mengenermittlung ermittelt das System die Mengen der Stoffe, die überwacht werden müssen. Es addiert täglich die Mengen für jeden Stoff zu den zuvor ermittelten Gesamtmengen und sichert die aktuelle Gesamtmenge in den Tabellen der Stoffmengenverfolgung. Dazu führen Sie den Report RREGCH_VT einmal initial aus und planen ihn dann so ein, dass er täglich die Gesamtmenge aktualisiert. In den Online-Prüfungen verwendet das System die zuletzt gesicherte Gesamtmenge aus der Mengenermittlung und die im aktuellen Beleg eingegebene Menge. Dadurch bleiben die am aktuellen Tag eingegebenen Mengen anderer Belege unberücksichtigt. Dies stellt zwar momentan eine kleine Ungenauigkeit dar, verbessert jedoch die Performance deutlich. Bei der nächsten, täglichen Aktualisierung der Gesamtmenge wird die Ungenauigkeit korrigiert, da dabei alle Belege eines Tages berücksichtigt werden.

Welche Folgereaktionen das System im entsprechenden Fall ausführt, ist abhängig von den im Customizing vorgenommenen Einstellungen zu den speziellen und allgemeinen Mengengrenzwerten. Übersteuert werden diese Einstellungen durch stoffspezifische Mengengrenzen und firmenspezifische Registrierungen (siehe Mengengrenzen ).

Sie können sich die Meldungen anzeigen, die bei den Online-Prüfungen aufgetreten sind. Wählen Sie dazu in der Transaktion Protokoll anzeigen ( CBRC10) folgende Unterobjekte:

Verkauf: Lieferung (DELIVERY), wenn Sie Meldungen anzeigen wollen, die bei der Prüfung von Lieferungen aufgetreten sind

Produktion: Produktion (PRODUCTION), wenn Sie Meldungen anzeigen wollen, die bei der Prüfung von Fertigungs- oder Prozessaufträgen aufgetreten sind

Einkauf: Bestellung (PURCHASE), wenn Sie Meldungen anzeigen wollen, die bei der Prüfung von Bestellungen aufgetreten sind

Einkauf: Bestellanforderung (PURCHASE_REQUISITION), wenn Sie Meldungen anzeigen wollen, die bei der Prüfung von Bestellanforderungen aufgetreten sind

Verkauf: Verkaufsbelege (SALES), wenn Sie Meldungen anzeigen wollen, die bei der Prüfung von Verkaufsaufträgen aufgetreten sind

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

Weitere Informationen finden Sie unter BAdI-Implementierungen für die Online-Prüfung .