Objekte direkt übersetzen 
Sie können einzelne Objekte direkt in Transaktion SE63 aufrufen und übersetzen, ohne einen Arbeitsvorrat aufzurufen.
Obwohl wir grundsätzlich empfehlen, Objekte über einen Arbeitsvorrat zu übersetzen, kann ein Direktaufruf eines Objekts zur Übersetzung in den folgenden Fällen erforderlich sein:
Das System, in dem die Übersetzung benötigt wird, ist nicht als Übersetzungssystem eingerichtet.
Sie müssen nur ein einziges Objekt bearbeiten. In diesem Fall ist es schneller, das Objekt direkt aufzurufen, statt einen persönlichen Arbeitsvorrat für mehrere Objekte aufzurufen.
Es gibt verschiedene Arten, Objekte direkt in Transaktion SE63 zur Übersetzung aufzurufen:
über das SE63-Menü
über das Texttypkürzel
über das Objekttypkürzel
über ein Meta-Objektkürzel (nicht für alle Objekttypen verfügbar)
über das Transportobjekt, siehe hierzu Transportobjekt übersetzen
Im Dokument Objekte direkt in SE63 zur Übersetzung aufrufen ist genauer beschrieben wie Sie beim Direktaufruf von Objekten vorgehen.
Um Objekte in Transaktion SE63 direkt zur Übersetzung aufrufen zu können, benötigen Sie folgende Informationen:
Objekttyp
Technischer Name
Beim direkten Aufruf von Objekten in der Transaktion SE63 gelangen Sie auf ein Eingabebild, auf dem Sie den technischen Namen des Objekts, den Übersetzungsbereich, aus dem das Objekt stammt, sowie Quell- und Zielsprache angeben müssen. Für jeden Objekttyp gibt es ein eigenes Eingabebild.
Das System öffnet das gewünschte Objekt im entsprechenden Editor, z. B. im Langtext-Editor, wenn Sie einen ABAP-Langtext aufrufen.
Es gibt folgende Texttypkürzel:
s für ABAP-Kurztexte
d für ABAP-Langtexte (Standarddokumentation)
o für andere ABAP-Langtexte
t für Transportobjekte
x für Nicht-ABAP-Oberflächentexte (Fragmente)
y für Nicht-ABAP-Oberflächentexte (Sätze)
z für Nicht-ABAP-Texte mit eigener Formatierung
Weitere Informationen über Texttypen finden Sie unter Transaktion SE63 im Abschnitt “Funktionsumfang”.
Objekttypen, denen auf der Transportseite mehrere R3TR-Transportobjekte gegenüberstehen, sind auf der Übersetzungsseite in Untertypen unterteilt, um einen einheitlichen Bezug zu den R3TR-Transportobjekten herzustellen. Dies betrifft Oberflächentexte, Reporttexte, Screen Painter-Texte und Screen Painter-Header, Feldauswahlen, Entwicklungsdokumentation zu Oberflächen, Funktionstitel und Funktionsgruppen. Die R3TR-Transportobjekte werden in den Objekttypkürzeln der Übersetzungsumgebung durch Zahlen wie folgt identifiziert:
1: FUGR (Funktionsgruppe)
2: FUGS (Funktionsgruppe mit Customer-Include: SAP-Teil)
3: FUGX (Funktionsgruppe mit Customer-Include: Kunden-Teil)
4: PROG (Programm)
5: TRAN (Transaktion)
6: CNTY (Context)
7: LDBA (Logische Datenbank)
8: CLAS (Klasse)
Beispiel
RPT1 = Reporttexte zu Funktionsgruppen
SRT4 = Screen Painter-Texte zu Programmen
Je nachdem, welches R3TR-Transportobjekt hinter einem Übersetzungsobjekt steht, ist der technische Name, über den das Objekt direkt aufrufbar ist, unterschiedlich. Es gelten folgende Konventionen:
FUGR: SAPL aus dem Objektnamen entfernen
FUGS: SAPL aus dem Objektnamen entfernen
FUGX: SAPL aus dem Objektnamen entfernen
PROG: SAP* im Objektnamen belassen
CNTX: CONTEXT_S aus dem Objektnamen entfernen
LDBA: SAPDB aus dem Objektnamen entfernen
CLAS: Gleichheitszeichen (===) aus dem Objektnamen entfernen.
Beispiel
Im System gibt es den Report SAPLORG. Um die zugehörigen Funktionsgruppentexte (RPT1) direkt zu übersetzen, rufen Sie den Report mit dem technischen Namen ORG auf. Um aber Programmtexte (RPT4) zu übersetzen, geben Sie als Reportnamen SAPLORG ein.
Für den Transport von Tabellen sind die Mandantenabhängigkeit und die Auslieferungsklasse der Tabelle relevant. Aus dem Objekttyp der Tabelle ist deswegen ersichtlich, ob die Tabelle mandantenabhängig ist oder nicht. Bei mandantenabhängigen Tabellen ist der dritte Buchstabe im Objekttypkürzel ein D, bei mandantenunabhängigen Tabellen ein I. Der letzte Buchstabe des vierstelligen Tabellenkürzels entspricht der Auslieferungsklasse der Tabelle.
Beispiel
Eine mandantenabhängige Systemtabelle kann über das Kürzel TADS direkt aufgerufen werden, eine mandantenunabhängige Customizing-Tabelle hingegen über das Kürzel TAIC.
Da es gelegentlich für den Übersetzer nicht ersichtlich ist, welches R3TR-Transportobjekt hinter einem Übersetzungsobjekt steht, oder welcher Auslieferungsklasse eine Tabelle angehört, wurden für den Direktaufruf von unterteilten Objekttypen Meta-Objekttypen eingeführt. Beim Direktaufruf über diese Meta-Objekttypen ermittelt dann das Übersetzungssystem den technisch korrekten Objekttyp. Da hierbei über alle Untertypen gesucht wird, dauert der Aufruf mit Meta-Objekten länger als der Aufruf über das eigentliche Objekttypkürzel. Es gibt folgende Meta-Gruppierungen:
Meta-Objekttyp | Objekttypen |
CUA (Oberflächentexte) | CA1, CA2, CA3, CA4, CA5, CA7 |
CUAD (Entwicklerdoku zu Oberflächen) | CAD1, CAD2, CAD3, CAD4, CAD5, CAD7 |
FSEL (Feldauswahl) | FEL1, FEL2, FEL3, FEL4 |
FUNC (Funktionstitel, -parameter, -ausnahmen) | FNC1, FNC2, FNC3 |
LIBT (Funktionsgruppen) | LBT1, LBT2, LBT3 |
REPT (Textelemente) | RPT1, RPT2, RPT3, RPT4, RPT6, RPT7, RPT8 |
SCRH (Screen Painter-Header) | SRH1, SRH2, SRH3, SRH4, SRH8 |
SCRT (Screen Painter-Texte) | SRT1, SRT2, SRT3, SRT4, SRT8 |
SSCT (Bildsteuerung) | SCT1, SCT2, SCT3, SCT4 |
TABL (Tabellen) | TADA, TADC, TADW, TADE, TADG, TADS, TAIA, TAIC, TAIE, TAIG, TAIS, TAIW |
Der technische Name kann sich je nach Objekttyp unterschiedlich zusammensetzen. Folgende Konventionen existieren:
<Technischer Name ohne Zusätze>
Dies gilt für die meisten Objekttypen, z. B. Datenelemente, Reporttexte, Domänen.
<Technischer Name><Leerzeichen><Technischer Bezeichner>
Dies gilt für Objekttypen, deren technischer Name allein nicht eindeutig ist. Beispiele sind Screen Painter-Texte (Bildnummer), Nachrichtentexte (Meldungsnummer) und mandantenunabhängige Tabellen einschließlich logischer Objekte (Tabellenbezeichner). Da die Länge aller Schlüssel fixiert ist, werden zwischen dem technischen Namen und dem technischen Bezeichner so viele Leerzeichen eingefügt bis die fixierte Schlüssellänge erreicht ist. Wir empfehlen, die Leerzeichen mit Platzhaltersuche zu ermitteln.
<Mandant><Technischer Name><Leerzeichen><Technischer Bezeichner>
Dies gilt für mandantenabhängige Tabellen. Auch hier empfehlen wir, mit Platzhalter zu suchen.
<Mandant><Technischer Name>
Dies gilt für sonstige mandantenabhängige Objekte, z. B. Rollen oder Formulare.