Einsatzmöglichkeiten
Die Komponente "Konsolidierungsanforderungen" ermöglicht es, die anlagenseitige Konzernkonsolidierung auf Basis der Anlagenbuchhaltungsdaten vorzubereiten.
Funktionsumfang
Für Konsolidierungs- bzw. Berichtsanforderungen können Sie im System Bewertungsbereiche in beliebigen Währung führen. Ein Ausnahme bildet der Leitbereich (01). Er hat immer zwingend die Hauswährung des jeweiligen Buchungskreises.
Die Währung ist eine Eigenschaft des Bewertungsbereiches auf Buchungskreisebene (FI-AA-Customizing: Fremdwährungen).
Bei Bereichen in Fremdwährung rechnet das System alle Bewegungen mit Zugangscharakter zum Tageskurs des Buchungsdatums in die Fremdwährung um. Abschreibungen und anteilige Werte bei Abgängen und Umbuchungen werden direkt in der Fremdwährung gerechnet.
Bewertungsbereiche für die Konsolidierung
Meist wird ein Bewertungsbereich in einer Fremdwährung benötigt, wenn der betroffene Buchungskreis zu einem ausländischen Konzern mit abweichenden Bewertungsvorschriften gehört. Für die Konzernkonsolidierung wird hier im allgemeinen ein eigenes Konzernledger im Hauptbuch geführt. Die Werte des Konzernbereiches sollen dann auf das Konzernledger gebucht werden.
In diesem Fall müssen Sie neben dem Bewertungsbereich in Fremdwährung/Konzernbewertung auch einen bewertungsseitig identischen Bereich in der lokalen Hauswährung zu führen. Den Bereich in der Fremdwährung müssen Sie so definieren, daß er immer zwingend die Buchungswerte und Bewertungsvorschriften aus dem Konzernbereich in lokaler Währung übernimmt (ohne, daß Abweichungen eingebbar sind). Außerdem benötigen Sie einen Bereich in Fremdwährung mit lokalen Bewertungsvorschriften. Insgesamt sind also bei konzernseitig abweichender Währung und abweichenden Bewertungsvorschriften vier Bewertungsbereiche für eine korrekte Konsolidierung erforderlich:
Auf diese Weise lassen sich im Rahmen der Konsolidierungsarbeiten die Differenzen aus der Währungsumrechnung exakt von Differenzen aufgrund unterschiedlicher, lokaler Bewertungsvorschriften trennen.

Vergleichen Sie zur Konzernkonsolidierung im R/3-System bitte auch die Dokumentation des Systems
FI-LC Konsolidierung und die Ausführungen im Abschnitt
Parallele Währungen im Hauptbuch.
Mitbuchen eines Konzernbewertungsbereiches
Die Abschreibungen eines Konzerbewertungsbereiches in Fremdwährung können ebenso wie die Abschreibungen des handelrechlichen Bereiches per Batch-Input periodisch auf ein entsprechendes Konzern-Ledger gebucht werden (vgl.
Buchen der Abschreibungen).Die Bestandsveränderungen können Sie ebenfalls per Batch-Input im Konzernledger mitbuchen. Verwenden Sie hierzu das entsprechende Buchungsprogramm (vgl.
Parallele Bewertungen). Das System verwendet bei diesen Bestandbuchungen die Konsolidierungsbewegungsart der ursprünglich verwendeten Originalbewegungsart. Die Originalbewegungsart ermittelt das System aus dem online in das lokale Ledger gebuchten FI-Beleg. Die Konsolidierungsbewegungsart ist in den Bewegungsartendefinitionen im FI-AA-Customizing hinterlegbar. Durch die Verwendung der Konsolidierungsbewegungsart ist gewährleistet, daß auch im Konzernledger die Art der Bestandsbewegungen für entsprechende Auswertungen (z.B. Gitter) zur Verfügung steht.Da für die Konzernkonsolidierung neben dem Buchungsbetrag in Fremdwährung auch der korrespondierende Betrag in lokaler Hauswährung benötigt wird, bucht das System bei den AfA- und Bestandsbuchungen auf das Konzernledger neben dem Konzernwährungsbetrag des Konzernbereiches zusätzlich den Hauswährungsbetrag aus dem zugrundeliegenden Konzernbereich in lokaler Hauswährung. In einem Beleg steht also sowohl der Konzernwährungs- als auch der lokale Hauswährungsbetrag zur Verfügung. Den Konzernwährungsbetrag (Konzernwährung) bucht das System als Transaktionswährung und den lokalen Hauswährungsbetrag als Hauswährung des jeweiligen Beleges.

Wenn Sie keine besonderen Konsolidierungsanforderungen haben und nur in Fremdwährungen berichten möchten, müssen Sie nicht unbedingt einen eigenen Bereich in Fremdwährung führen. Alternativ hierzu können Sie im Customizing des Systems FI-AA Umrechnungsmethoden definieren und diese bei allen Standardreports als Startparameter angeben (vgl. Einführungsleitfaden).
Differenzierte Aktivierungsvorschriften im Konzern
Vergleichen Sie hierzu bitte die Ausführungen im Abschnitt
Manuelle Behandlung von Bezugsnebenkosten.Behandlung von Anlagentransfers
Vergleichen Sie hierfür bitte die Ausführungen in den Abschnitten
Transfers aus Konzernsicht und Systemeinstellungen für automatische Anlagentransfers.