Manuelle Behandlung von Bezugsnebenkosten 
Verwendung
Wenn Sie für bestimme Rechnungszwecke (z.B. Konzernkonsolidierung) vom Handelsrecht abweichende Aktivierungsvorschriften haben (z.B. bezüglich der Aktivierung von Frachtkosten), können Sie mit den Buchungstransaktionen der Anlagenbuchhaltung für Anlagenzugänge je Bewertungsbereich differenzierte AHK-Beträge erfassen (Funktion: Bereiche). Voraussetzung ist, daß der jeweilige Bereich nicht zwingend die AHK aus einem anderen Bereich übernimmt (FI-AA-Customizing: Wertübernahme festlegen).
Funktionsumfang
Aktivierungskonstellationen
Bei der Aktivierung einer Anlage können unterschiedliche Konstellationen auftreten:
Beide Fälle berücksichtigt das System durch eine entsprechende Behandlung der Aktivierungsdifferenzen.
Die folgende Abbildung zeigt alle denkbaren Aktivierungskonstellationen anhand der für die Konzernkonsolidierung erforderlichen Bewertungsbereiche. Der Bereich "Local HB1" (handelsrechtlicher Bereich) wird online mitgebucht. Der Bereich "Local HB2" (Konzernbereich in Hauswährung) wird periodisch mit abweichenden Aktivierungsprozentsätzen mitgebucht. Die Abbildung zeigt die auf den jeweiligen Konten (saldiert) gebuchten Beträge bei einem Anlagenzugang. Die Prozentangaben in der ersten Spalte beziehen sich auf die Aktivierungsprozentsätze in den jeweiligen Bereichen (HB1/HB2):

Aktivierungskonstellationen
Der Bereich "Local HB1" und "Local HB2" müssen unterschiedliche AHK-Bestandskonten in ihren Kontozuordnungen haben. Das Konto "Verbindlichkeiten" für den Bereich "Local HB1" entspricht in seiner Funktion dem Konto Verrechnung AHK in der Kontozuordnung des Bereichs "Local HB2": Das Konto "Aufwand" ist im Bereich "Local HB1" beispielsweise das Frachtkostenkonto. In der Kontozuordnung des Bereichs "Local HB2" ist es das Konto "Neutraler Aufwand".
Behandlung der Aktivierungsdifferenzen
Die Differenz aus handelrechtlichen AHK und abweichenden AHK bucht das System auf das Konto "Neutraler Aufwand". Dieses Konto müssen Sie in der Kontenzuordnung des vom handelsrecht abweichenden Bewertungsbereichs (z.B. Konzernbereich in Hauswährung) eintragen. Bei der Zugangsbuchung erstellt das System allerdings zunächst nur einen entsprechenden Anlageneinzelposten für die Anlagen-Nebenbuchhaltung. Die eigentliche Buchung auf das zugehörige Hauptbuchkonto erfolgt erst beim periodischen Mitbuchen der Bestandswerte dieses Bereiches.
Grafik: Anlagenzugang im Konzern
Wenn Sie einen Zugang buchen möchten, bei dem im handelsrechtlichen Bereich der Betrag 0 aktiviert werden soll, müssen Sie hierfür eine Bewegungsart verwenden, die per Customizing-Definition nur die Bereiche bebucht, in denen ein Betrag größer als Null aktiviert werden soll (z.B. 030).