Goodwill bei Abgängen und Umbuchungen Sie haben zwei Möglichkeiten, den Goodwill-AHK-Wert und die kumulierten Abschreibungen bei Teilabgängen und Umbuchungen behandeln zu lassen:
anteilsproportionale Reduktion oder
keine bzw. vollständige Reduktion
Bei
Teilabgängen
und
Umbuchungen
hängt die Behandlung früherer Buchungen der Kapitalkonsolidierung hinsichtlich Goodwill (AHK-Werte und kumulierte Abschreibungen) von der Einstellung
Goodwill bei Abgängen
in der
Systemnutzung
ab.
Diese Einstellung ist versionsabhängig, nicht aber zeitabhängig. Sollen also Abschlüsse in Vorperioden wiederholt werden, so ist u.U. diese Einstellung zuvor anzupassen.
Es gibt folgende Optionen für den
Goodwill bei Abgängen
:
Der AHK-Wert und die kumulierte Abschreibung werden folgendermaßen behandelt:
Bei Teilabgängen: Reduktion gemäß der Abnahme der Anteilsprozentsätze
Bei Umbuchungen: Reduktion gemäß der Abnahme der Anteilsprozentsätze und Transfer auf die zukaufende Obereinheit
Die Reduktionen des AHK Wertes werden dabei in den Kennzahlen DA und DP (für Effekte der Vorperioden) im Goodwilldatenstrom festgehalten und stehen damit sowohl dem Reporting über die Goodwilldaten und nachfolgenden Vorgängen zur Verfügung. Zusätzlich wird der Abgang der kumulierten Wertberichtigung in der Kennzahl DD abgelegt.
Kennzahl |
Bedeutung |
|---|---|
DA |
Kumulierte Korrektur der AHK durch Abgang in akt. Periode |
DP |
Kumulierte Korrektur der AHK durch Abgang aus Vorperioden |
DD |
Kumulierte Wertberichtigung durch Abgang in aktueller Periode |
Der Goodwill wird entweder überhaupt nicht oder in voller Höhe reduziert (bei Teilabgängen) bzw. transferiert (bei Umbuchungen). Ob es zu keiner oder einer vollständigen Reduktion kommt, richtet sich nach den Beteiligungsdaten des individuellen Vorgangs. In den Zusatzmeldedaten zur Beteiligung werden die beiden Fälle durch das Kennzeichen
Vollständige Reduktion
unterschieden, während im Falle von Summendaten die Unterscheidung an der Meldeposition/Unterposition festgemacht wird (siehe den Abschnitt
Datenherkunft
). In beiden Fällen führt die Abweichung gegenüber der anteilsproportionalen Reduktion zur Buchung eines Ergebniseffekts.
Keine Reduktion:
Der Betrag, um den der Anschaffungsbuchwert beim Goodwill-Verhalten
Anteilsproportionale Reduktion
reduziert würde, führt zu einem Ertrag aus Abgang und damit zu einem Ergebniseffekt.
Vollständige Reduktion:
Die Reduktion des Goodwill-AHK-Werts und der kumulierten Abschreibung führt zusammen mit dem Betrag, um den der Anschaffungsbuchwert beim Goodwill-Verhalten
Anteilsproportionale Reduktion
reduziert würde, zu einem Aufwand aus Abgang und damit einem Ergebniseffekt.
Die so entstandenen Effekte werden in den Kennzahlen DI und DJ (für Effekte der Vorperioden) des Goodwilldatenstroms festgehalten. Diese stehen damit dem Reporting über den Goodwilldatenstrom sowie nachfolgenden Vorgängen der Kapitalkonsolidierung zur Verfügung.
Kennzahl |
Bedeutung |
|---|---|
DI |
Ertrag aus AHK bei Abgang in aktueller Periode (in HW und KW) |
DJ |
Ertrag aus AHK bei Abgang in Vorperioden (in HW und KW) |
Im Gegensatz zu den Kennzahlen AP und DP unterliegen die Kennzahlen DI und DJ nicht der Währungsumrechnung und beeinflussen ihrerseits auch nicht die Kennzahlen für Währungsumrechnung (siehe den Abschnitt Goodwill in Hauswährung ).
Bei indirekten Anteilserniedrigungen wird das Verhalten des Goodwill (keine Reduktion oder vollständige Reduktion) vom auslösenden direkten Abgang abgeleitet.
Wird in einem Teilkreis eine erfasste Umbuchung in einen Teilabgang uminterpretiert, so wird auch hier das Verhalten des Goodwill vom erfassten Vorgang abgeleitet.
In den Zusatzmeldedaten muss das Kennzeichen
Vollständige Reduktion
pro Obereinheit eindeutig sein. Beim Lesen der Beteiligungsdaten aus Summendaten muss entsprechend die Meldeposition/Unterposition für jede Obereinheit ein eindeutiges Goodwillverhalten (keine oder vollständige Reduktion) ergeben.
In indirekten Umbuchungen werden frühere indirekte Goodwills der hier beschriebenen Logik unterworfen. Außerdem finden Anpassungen an veränderte Kreisanteile statt:
Bei Zugängen mit direkten Anteilen findet eine Minderheitenanpassung früherer Goodwills statt.
Bei Zugängen mit Kreisanteilen wird eine Anpassung der Goodwill-AHK Werte und der kumulierten Wertberichtigung früherer Goodwills durchgeführt.
Bei indirekten Umbuchungen wird das Verhalten des Goodwill (Keine Reduktion oder vollständige Reduktion) von der auslösenden direkten Umbuchung abgeleitet.
In indirekten Umbuchungen werden frühere indirekte Goodwills der hier beschriebenen Logik unterworfen. Außerdem finden Anpassungen an veränderte Kreisanteile statt:
Bei Zugängen mit direkten Anteilen findet eine Minderheitenanpassung früherer Goodwills statt.
Bei Zugängen mit Kreisanteilen wird eine Anpassung der Goodwill-AHK Werte und der kumulierten Wertberichtigung früherer Goodwills durchgeführt.
Um die Option
Keine oder vollständige Reduktion
nutzen zu können, müssen Sie die entsprechende Einstellung im Customizing der Kapitalkonsolidierung in der Systemnutzung vornehmen.
Beispiele zum Goodwill bei Abgängen und Umbuchungen finden Sie in den folgenden Abschnitten: