Vorgänge

Verwendung

Mit einem Vorgang der Kapitalkonsolidierung können Sie die Beteiligungen von Konsolidierungseinheiten innerhalb eines Konsolidierungskreises eliminieren.

Ein Vorgang ist ein elementarer Schritt innerhalb der Kapitalkonsolidierung, bei dem das System insbesondere folgende Konsolidierungspositionen behandelt:

Es gibt folgende Vorgänge:

  • Erwerb, Veräußerung und Umbuchung von Anteilsbesitz bzw. die daraus resultierenden indirekten Anteilsänderungen

  • Erhöhung und Herabsetzung des Eigenkapitals

  • Ausweis von Minderheiten am thesaurierten Eigenkapital

  • Aktivierung sowie Abschreibung bzw. Verrechnung von Goodwill

  • Wechsel der Kapitalkonsolidierungsmethode

Voraussetzungen

Sie haben das Customizing der Kapitalkonsolidierung konsistent eingerichtet.

Sie haben die Meldedaten und die Zusatzmeldedaten erfasst, um einen bestimmten Vorgang auszulösen.

Funktionsumfang

Die von der Kapitalkonsolidierung zu behandelnden Vorgänge wie Erstkonsolidierung, Folgekonsolidierung, Kapitalveränderungen, Beteiligungsfortschreibungen, Abgänge, Umbuchungen usw. werden vom Konsolidierungssystem mit automatischen Buchungen unterstützt.

Pro Vorgang bucht das System einen Beleg mit der Kontierungsebene 30. Innerhalb eines Belegs sind die Felder der Rolle Beteiligungseinheit und Konsolidierungskreis immer gefüllt und konstant.

Für komplexe Vorgänge wie Abgänge und Umbuchungen benötigt das System Informationen über Kapitalkonsolidierungsbuchungen aus vorausgegangenen Vorgängen. Diese Informationen werden auf statistischen Positionen festgehalten. Alle statistischen Positionen müssen voneinander verschieden sein. Es gibt verschiedene Typen von statistischen Positionen:

  • Statistische Kapitalpositionen

  • Statistische Jahresüberschusspositionen

  • Korrigierte statistische Jahresüberschusspositionen

  • Statistische Meldeumfänge

  • Statistische Goodwill-Positionen

Mit Ausnahme der statistischen Jahresüberschüsse sind alle statistische Buchungen universell, d.h. sie hängen nicht von der Einbeziehungsart ab. Wird eine Beteiligungseinheit z.B. vollkonsolidiert, so bucht das System zusätzlich auch die statistischen Buchungen so, als ob die Beteiligungseinheit at equity einbezogen würde. Die universellen statistischen Buchungen sind Voraussetzung für die Funktionen Methodenwechsel und Organisationsänderung.

Die Buchungen der Kapitalkonsolidierung hängen wesentlich davon ab, in welcher Reihenfolge das System die erfassten Vorgänge zur Kapitalkonsolidierung bearbeitet. Die Reihenfolge ist abhängig von folgenden Faktoren:

Die Gesamtreihenfolge der Vorgänge ergibt sich dann folgendermaßen:

  1. Aus den erfassten Zusatzmeldedaten zur Beteiligungsentwicklung leitet das System eine Beteiligungshierarchie ab.

  2. Pro Konsolidierungseinheit sortiert das System die erfassten Vorgänge nach der Defaultvorgangsreihenfolge.

  3. Die Gesamtreihenfolge erstellt das System durch Abmischen der Beteiligungshierarchie und der Defaultreihenfolge:

    1. Zuerst arbeitet das System die Hierarchieebenen von der obersten bis zur untersten ab.

    2. Pro Hierarchieebene arbeitet es die Konsolidierungseinheiten in alphanumerischer Reihenfolge ab.

    3. Pro Konsolidierungseinheit arbeitet es alle Vorgänge bis zur Zuerst-bis-Grenze ab.

    4. Anschließend arbeitet es die Vorgänge nach der Grenze ab. Dabei verwendet es die umgekehrte Reihenfolge der Konsolidierungseinheiten.