Goodwillbehandlung

Verwendung

Mit der Goodwillbehandlung definieren Sie das Verfahren für die Wertberichtigung des Goodwill .

Voraussetzungen

  1. Sie haben die gewünschten Goodwillbehandlungsarten in der Systemnutzung aktiviert. Dies geschieht separat für den positiven und den negativen Goodwill.

  2. Für jede Goodwillbehandlung haben Sie festgelegt, ob die Definition der Laufzeit und Buchungspositionen des Goodwill global, pro Kapitalkonsolidierungsmethode oder mit Ausnahmen erfolgen soll.

  3. Sie haben im Customizing unter Goodwill global bzw. in der Kapitalkonsolidierungsmethode die Laufzeit und die Buchungspositionen für den positiven bzw. negativen Goodwill festgelegt.

Funktionsumfang

Das System unterstützt folgende Goodwillbehandlungsarten:

  • planmäßige Abschreibung

  • außerplanmäßige Abschreibung (bei Durchführung eines Impairmenttest)

  • direkte Abschreibung

  • direkte Verrechnung

  • ratierliche Verrechnung

Die Abschreibung des Goodwill ist ergebniswirksam; die Verrechnung ist ergebnisneutral.

Bei der außerplanmäßigen Abschreibung erzeugt die Kapitalkonsolidierung nur dann einen Beleg, wenn Sie zuvor in den Goodwilleinträgen der Beteiligungseinheit außerplanmäßige Wertberichtigungen (in den Feldern für außerplanmäßige Abschreibung oder Zuschreibung) erfasst haben. Die dort anzugebenden Werte bestimmen Sie individuell für jeden Goodwilleintrag im Rahmen eines Impairmenttest.

Bei Abschreibung und ratierlicher Verrechnung können Sie zwei Zusatzfunktionen nutzen:

Aktivitäten

Die Goodwillbehandlung ist eine Eigenschaft des Goodwilleintrags selbst und wird in einem separaten Feld im Goodwilldatenstrom abgelegt. Die Goodwillbehandlung wird für jeden Goodwilleintrag in der Entstehungsperiode festgelegt:

  • Für vom System in einem Zugang automatisch erzeugte Goodwilleinträge wird die Goodwillbehandlung zunächst aus derjenigen Kapitalkonsolidierungsmethode übernommen, die der im aktuellen Konsolidierungskreis zugehenden Beteiligungseinheit zugeordnet ist. Wenn Sie die Goodwillbehandlung im Customizing der Kapitalkonsolidierungsvorgänge (direkte bzw. indirekte Zugänge) gewählt haben, so hat diese Einstellung Vorrang vor der Goodwillbehandlung in der Methode. Darüber hinaus können Sie die Goodwillbehandlung in der Entstehungsperiode für einzelne Goodwilleinträge individuell anpassen (siehe dazu den Abschnitt Manuelle Änderung automatisch erzeugter Goodwills ) .

    Bei manuellen Goodwilleinträgen müssen Sie die Goodwillbehandlung in der manuellen Erfassung bzw. beim flexiblen Upload angeben.

  • In Vorgängen, die nach der Goodwillentstehung ausgeführt werden, wird der Goodwill immer gemäß seiner spezifischen Goodwillbehandlung fortgeführt. Insbesondere ändert ein Methodenwechsel nicht die Goodwillbehandlung früherer Goodwilleinträge.

Beispiel

Ein Buchungsbeispiel für die planmäßige Abschreibung des Goodwill finden Sie im Abschnitt Beispiel: Goodwillabschreibung .

Ein Buchungsbeispiel für die direkte Abschreibung des Goodwill finden Sie im Abschnitt Beispiel: Direkte Abschreibung des Goodwill .

Buchungsbeispiele für Goodwillverrechnung finden Sie in den Abschnitten