Transport
Sie verwenden diese Funktion, um Stammdaten und/oder Customizing-Daten aus dem Customizing-System in ein anderes System (z.B. ein Produktivsystem) zu transportieren.
Hinweis
Das Transportwesen der Konsolidierung weist mehrere Besonderheiten auf, die in dieser Form in anderen SAP-Anwendungen nicht existieren. Lesen Sie zusätzlich zu den hier gebotenen Informationen auch das Kapitel Transport: Weitere Informationen.
Mit dieser Funktion legen Sie Customizing-Aufträge an, die Sie mit dem Transport Organizer freigeben.
Achtung
Beim Transport von Stammdaten bzw. Customizing-Daten der Konsolidierung sollten Sie im Transport Organizer keine Objekte löschen oder ändern. Anderenfalls kann es nach dem Import ins Zielsystem zu Inkonsistenzen kommen.
Für die Zusammenstellung von Transportaufträgen sind keine weiteren Voraussetzungen erforderlich.
Um den Transport der Objekte durchführen zu können, muss die Systemadministration einen gültigen Transportpfad definiert haben.
Sie können entscheiden, ob Sie zu einem bestimmten Objekt (z.B. Konsolidierungskreis) eine von Ihnen definierte Auswahl von Objekten (z.B. alle vorhandenen Konsolidierungskreise, oder Konsolidierungskreise CG1000 bis CG2000 und CG9000) transportieren wollen, oder ob Sie gezielt einzelne Objekte für den Transport auswählen wollen.
Neben Objekten, die zum Datenmodell der Konsolidierung gehören, können Sie auch alle anderen Objekte des Customizing transportieren (z.B. Methoden, Maßnahmen, Maßnahmengruppen).
Je nachdem, welche Art von Objekt Sie transportieren, kann es sinnvoll sein, dem Transport weitere Objekte hinzuzufügen, die mit den führenden Transportobjekten (d.h., mit den Objekten, die Sie explizit in den Transport aufnehmen) in Beziehung stehen. Geben Sie ggf. an, welche zusätzlichen Objekte zu transportieren sind:
Werte transportieren
Hiermit legen Sie fest, dass die in der Selektion angegebenen Objekte (z.B. Konsolidierungskreise) transportiert werden sollen. Sie müssen dieses Kennzeichen nicht setzen. Dadurch können Sie bei entsprechender Einstellung z.B. erreichen, dass Sie zwar die Konsolidierungskreise selbst nicht transportieren, wohl aber die Hierarchien der Konsolidierungskreise aus den in der Selektion zugleich ausgewählten Sichten.
Hierarchie transportieren
Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, transportieren Sie die dem führenden Transportobjekt (z.B. Konsolidierungskreis) zugeordneten Hierarchien. Bei Hierarchien gilt die Besonderheit, dass diese zugleich der Sicht zugeordnet sind.
Sie können eine Hierarchieversion für den Transport auswählen. Dies muss eine spezielle Version vom Typ H0
(Hierarchiestruktur
) sein. Die spezielle Version muss im Customizing für spezielle Versionen konfiguriert und zu einer Versionskombination
zugeordnet sein. Für die Merkmale, für die Sie nur bestimmte Versionen transportieren wollen, müssen Hierarchien aktiviert sein und sie müssen versionsabhängig sein. Weitere Informationen finden Sie unter Customizing
der Versionen.
Top-Knoten transportieren
Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, transportieren Sie zusätzlich zu den Hierarchieknoten, denen Instanzen des führenden Transportobjekts zugeordnet sind, auch den Einstiegsknoten der gesamten Hierarchie.
Textknoten transportieren
Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, transportieren Sie auch die zu Gliederungszwecken in einer Hierarchie enthaltenen Textknoten. Solche Knoten dienen dazu, die Übersichtlichkeit einer Hierarchie zu verbessern. Ihnen können keine bebuchbaren Objekte zugeordnet werden.
Sie können für den Transport zwischen verschiedenen Strategien (sog. Updatemodus
) wählen, die sich auf die in den Transport einzubeziehenden Objekte und auf die Art und Weise auswirken, wie das System die zu importierenden Werte im Zielsystem behandelt:
Updatemodus |
Auswahl von Werten, die transportiert werden (Vorgehen des Systems) |
Behandlung bereits vorhandener Werte im Zielsystem |
|---|---|---|
Selektierte Werte löschen |
Wenn Sie zwischen dem Erstellen und dem Export des Transportauftrags noch weitere Objekte innerhalb der Selektion anlegen, so werden auch diese Objekte transportiert. |
Alle Objekte, die innerhalb der beim Transport angegebenen Selektion liegen, werden zunächst gelöscht. Anschließend werden die aus dem Quellsystem exportierten Objekte ins Zielsystem geschrieben. |
Transportierte Werte löschen |
Es werden nur solche Objekte transportiert, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Transportauftrags im Quellsystem innerhalb der Selektion vorhanden sind. |
Objekte, die exportiert wurden und im Zielsystem vorhanden sind, werden im Zielsystem zunächst gelöscht. Anschließend werden die aus dem Quellsystem exportierten Objekte ins Zielsystem geschrieben. |
Überschreiben |
Es werden nur solche Objekte transportiert, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Transportauftrags im Quellsystem innerhalb der Selektion vorhanden sind. |
Im Zielsystem werden keine Objekte gelöscht. Im Transport enthaltene Objekte überschreiben die entsprechenden Objekte im Zielsystem. Ist ein transportiertes Objekt im Zielsystem nicht vorhanden, wird es neu angelegt. |
Beim Import von Transporten führt das System eine Synchronisierung von Stammdaten und Hierarchien im BW-System mit den lokalen Daten durch. Im Customizing für Replikation in das BW-System
müssen Sie einstellen, welche Felder repliziert werden.
Um dieses Customizing zu ändern, benötigen Sie eine Berechtigung für das Berechtigungsobjekt R_UGMD_CHA
für den Feldnamen UGMD_TR_SYNCH_BI
und Aktivität 02
(Ändern
).
Markieren Sie in der Navigationshierarchie der Workbench ein Objekt (z.B. Konsolidierungseinheit
), und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Transportieren
.
Im Anforderungsbild für den Transport gehen Sie folgendermaßen vor:
Geben Sie die Selektionsbedingung für die zu transportierenden Objekte an
Geben Sie ggf. an, welche zusätzlichen Objekte zu transportieren sind (z.B. Hierarchien).
Geben Sie an, nach welcher Strategie die selektierten Objekte in das Zielsystem importiert werden sollen.
Um einen Customizing-Auftrag zu erstellen, wählen Sie
(Ausführen
)
Wählen Sie im Dialogfenster Customizing-Auftrag
einen geeigneten Transportauftrag aus, oder legen Sie einen neuen Auftrag an. Bestätigen Sie Ihre Eingaben.
Die Objekte werden dem von Ihnen angegebenen Transportauftrag hinzugefügt.
Hinweis
Sie können in der Sicht Werkzeuge einstellen, ob das System Sie bei jedem Aufruf der Transportfunktion zur Angabe eines Transportauftrags auffordern soll oder ob ein innerhalb der Sitzung bereits angegebener Auftrag automatisch weiterverwendet werden soll. Empfehlungen zur Verwendung dieser Einstellung finden Sie unter Transport: Weitere Hinweise.
Um die Objekte tatsächlich zu transportieren, müssen Sie den Transportauftrag im Transport Organizer freigeben.
Nachdem Sie den Transportauftrag freigegeben haben, stehen die Objekte des Auftrags für den Import in das Zielsystem zur Verfügung.
Markieren Sie in der Workbench (unten links) im Detailbild der Customizing-Objekte das gewünschte Objekt bzw. die Hierarchie, und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Transportieren
.
Fahren Sie fort wie für den Transport mehrerer Objekte ab Punkt 3 beschrieben.
Hinweis
Beim Transport von Einzelwerten werden die transportierten Werte vor dem Import im Zielsystem zunächst gelöscht und anschließend neu importiert.
Um Werte in den Produktivmandanten des Zielsystems importieren zu können, müssen Sie zunächst im Zielsystem eine RFC-Verbindung anlegen. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:
Melden Sie sich am Zielsystem an (an einem beliebigen Mandanten). Rufen Sie die Pflege von RFC-Destinationen auf (Transaktion SM59
).
Wählen Sie Anlegen
.
Sie gelangen auf das Bild RFC-Destination
.
Geben Sie die erforderlichen Daten ein. Das sind u.a.:
Feld/Registerkarte |
Eingabe |
|
Logischer Systemname des Zielsystems in Großbuchstaben (z.B. PRDCLNT324) |
|
3, d.h. R/3-Verbindung |
|
Kurze Beschreibung zur RFC-Destination |
|
Geben Sie den bei der Anmeldung zu verwendenden Benutzer an, und als Anmeldemandanten denjenigen Mandanten des Zielsystems, in den importiert werden soll. |
Wählen Sie Sichern
.
Um festzustellen, ob die Netzwerkverbindung zwischen den beiden Systemen ordnungsgemäß funktioniert, wählen Sie Verbindung testen
.
Um die Berechtigung des Kommunikationsbenutzers zu testen, wählen Sie .
Hinweis
Hierbei werden nur der Kommunikationsbenutzer, das Kennwort und eine grundlegende Berechtigung getestet. Es wird nicht überprüft, ob alle für die Zentrale Benutzerverwaltung erforderlichen Berechtigungen vorhanden sind.
Nachdem Sie die RFC-Destination angelegt und gestestet haben, machen Sie dem System die RFC-Destination explizit als diejenige bekannt, die für Transportnachbearbeitungen innerhalb des jeweiligen Zielmandanten vorgesehen ist. Starten Sie hierfür die Transaktion FINB_TR_DEST und legen Sie einen neuen Tabelleneintrag mit den erforderlichen Angaben an.
Weitere Informationen finden Sie unter Kommunikationsbenutzer und RFC-Destinationen
Voraussetzung: Sie haben im Zielsystem die Datenbasis und das Konsolidierungsgebietangelegt, oder Sie haben beides bereits transportiert. Weitere Informationen zur empfohlenen Reihenfolge beim Transportieren finden Sie unter Initialer Transport.
Um die zuvor exportierten Objekte in den Produktivmandanten des Zielsystems zu importieren, erteilen Sie Ihrem Systemadministrator einen entsprechenden Auftrag.
Das System erzeugt beim Buchen automatisch Belegnummern, die sich aus den Nummernkreisen ergeben, die den Belegarten zugeordnet sind. Das bedeutet, dass die Nummernkreise der Belegarten im Zielsystem denen im Quellsystem entsprechen müssen. Allerdings werden die Nummernkreise der Belegarten von der Transportfunktion der Konsolidierung nicht erfasst.
Um die Nummernkreise im Zielsystem mit denen im Quellsystem abzugleichen, haben Sie folgende Möglichkeiten:
Sie richten im Zielsystem die Nummernkreise der Belegarten manuell so ein, wie es der Vorgabe im Quellsystem entspricht. Diese Zuordnung nehmen Sie in der Belegartenpflege auf der Registerkarte Eigenschaften
im Gruppenfeld Nummernkreis
vor.
Sie führen einen separaten Transport des Nummernkreisobjekts UC_DOCNR durch.
Um das Nummernkreisobjekt UC_DOCNR zu transportieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
Wählen Sie im SAP-Menü .
Sie gelangen auf das Bild Nummernkreisobjektpflege
.
Geben Sie als Objektname UC_DOCNR ein.
Wählen Sie .
Sie gelangen auf das Bild Nummernkreis Konsolidierungsbeleg
.
Wählen Sie .
Das System zeigt ein Dialogfenster an, das Informationen über die Konsequenzen des Transports enthält.
Bestätigen Sie das Dialogfenster.
Das System fordert Sie zur Eingabe eines Transportauftrags auf.
Machen Sie die gewünschten Angaben und bestätigen Sie.
Das System fügt das Nummernkreisobjekt dem Transportauftrag hinzu.
Achtung
Führen Sie im Zielsystem erst dann Buchungen durch, nachdem Sie alle benötigten Objekte fehlerfrei in das Zielsystem transportiert haben. Da das System beim Buchen automatisch Belegnummern im vorgegebenen Nummernkreis erzeugt, kann es sonst bei einem späteren Nachtransport der Nummernkreise zu inkonsistenten Nummernständen der Belege kommen, oder es werden sogar vorhandene Belege überschrieben.
Stellen Sie deshalb im Zielsystem nach einem Transport der Nummernkreise sicher, dass der Nummernstand (zuzüglich der im Puffer befindlichen Nummern) größer ist als die aktuell höchste vergebene Belegnummer im zugeordneten Intervall.