Transport: Weitere Informationen

Das Transportwesen der Konsolidierung weist mehrere Besonderheiten auf, die in dieser Form in anderen SAP-Anwendungen nicht existieren. Um in der Konsolidierung erfolgreich Transporte durchführen zu können, müssen Sie sich dieser besonderen Bedingungen bewusst sein und entsprechende Maßnahmen treffen. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie hierbei beachten müssen.

Besonderheiten beim Transport in der Konsolidierung

Die Datenmodellierung, die Sie in der Konsolidierungs-Workbench vornehmen, löst beim Sichern die interne Generierung von Tabellen und anderen Elementen des Data Dictionary aus. Dabei werden Objekte erzeugt, deren technische Namen das System zur Laufzeit festlegt. Hierdurch kann der Fall eintreten, dass für ein- und dasselbe betriebswirtschaftliche Objekt in verschiedenen Systemen verschiedene technische Namen verwendet werden. Das Transportwesen im SAP-System ist jedoch für den Transport von Customizing-Einstellungen auf Namensgleichheit der Objekte in Quell- und Zielsystem angewiesen und kann derartige Namensabweichungen bei betriebswirtschaftlich identischen Objekten nicht korrekt behandeln.

Einige Tabellen der Konsolidierung enthalten zudem Daten, die nur in einem bestimmten Mandanten gültig sind. Beim Transport in einen anderen Mandanten im Zielsystem sind Anpassungen erforderlich, die ebenfalls durch das Transportwesen nicht abgedeckt werden können.

Allgemeiner Lösungsansatz

Um angesichts dieser Sonderbedingungen dennoch Objekte transportieren zu können, verfolgt die Konsolidierung folgenden Ansatz: Wenn Sie die Transportfunktion der Konsolidierungs-Workbench einsetzen, erzeugt das System einen Customizing-Transportauftrag, der – zusätzlich zu den Objekten und Einstellungen, die transportiert werden sollen – spezielle Steuertabellen mit Metainformationen enthält. Die Gesamtheit dieser Tabellen dient als spezielles Container-Objekt, in das die zu transportierenden betriebswirtschaftlich relevanten Objekte (Konsolidierungseinheiten, Versionen, Maßnahmen, Methoden usw.) automatisch eingebettet sind. Dieser Container ist aus Sicht des Transportwesens ein „normales“ Transportobjekt, das Sie problemlos ins Zielsystem importieren können. Dort werden die im Container enthaltenen betriebswirtschaftlichen Objekte rekonstruiert und an die Konsolidierung übergeben.

Das beschriebene Transportverfahren der Konsolidierung hat zur Folge, dass Sie die von Ihnen zum Transport ausgesuchten Objekte mit den Mitteln des Transportwesens nicht überprüfen können: Sie finden in der Objektliste lediglich wenige Einträge für übergreifende Objekte, die aber keinen direkten Rückschluss auf die darin enthaltenen Konsolidierungsobjekte zulassen. Um eine detaillierte Liste der zu transportierenden Objekte zu erhalten, verwenden Sie eine spezielle Funktion der Workbench. Weitere Informationen finden Sie unter Transportauftrag bearbeiten .

Transporteinstellungen

Sie können in der Konsolidierungs-Workbench festlegen, wie das System Ihre Transporte auf Transportaufträge des Transport Organizer abbildet. Wählen Sie hierfür Anfang des Navigationspfads Bearbeiten Navigationsschritt Einstellungen Navigationsschritt Workbench Navigationsschritt Allgemeine Einstellungen Ende des Navigationspfads . Sie haben folgende Möglichkeiten:

  • Transportauftrag nur einmal abfragen : Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, wird das System Sie lediglich beim ersten Aufruf der Transportfunktion innerhalb einer Workbench-Sitzung dazu auffordern, den zu verwendenden Transportauftrag anzugeben. Weitere Transporte innerhalb derselben Workbench-Sitzung ordnet das System dann automatisch diesem Auftrag zu.

    Empfehlung Empfehlung

    Wir empfehlen Ihnen, dieses Kennzeichen nicht zu setzen. Dadurch können Sie für alle zu transportierenden Objekte typspezifische Transportaufträge definieren (z.B. einen Auftrag für Konsolidierungseinheiten, einen weiteren für Methoden usw.), die eine möglichst geringe innere Komplexität aufweisen und ein überschaubares Datenvolumen besitzen. Hierdurch steigt einerseits die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Import ins Zielsystem, und andererseits können Sie im Falle eines Misserfolgs zielgenau einen Nachtransport nur für diejenigen Objekte durchführen, bei denen der Import misslungen ist.

    Ende der Empfehlung.
  • Aktuellen Transportauftrag nicht mehr verwenden : Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, weisen Sie das System an, beim nächsten Aufruf der Transportfunktion innerhalb der Workbench den zu verwendenden Transportauftrag erneut abzufragen. Sie können dann entscheiden, ob Sie den zum Zeitpunkt der Abfrage aktuellen Auftrag weiterverwenden oder einen neuen Auftrag anlegen wollen. Nachdem Sie Ihre Entscheidung getroffen haben, richtet sich das weitere Systemverhalten nach dem Status des Kennzeichens Transportauftrag nur einmal abfragen . Das Kennzeichen Aktuellen Transportauftrag nicht mehr verwenden hingegen wird nach der ersten Abfrage des Transportauftrags automatisch wieder zurückgesetzt.

Transportkontrolle

Die Workbench enthält in der Werkzeug-Sicht zwei Funktionen, die Sie zur Kontrolle und Bearbeitung Ihrer Transporte verwenden können. Sie können diese Funktionen unmittelbar nach der Verwendung der Transportfunktion der Workbench einsetzen – d.h., es ist nicht erforderlich, dass Sie zuvor die Transportaufgabe oder den Auftrag selbst im Transport Organizer freigeben:

  • Anlisten : Hiermit können Sie eine hierarchisch strukturierte Liste erzeugen, in der alle im Transportauftrag enthaltenen Objekte aufgeführt werden. Diese Liste versorgt Sie unter anderem mit den Informationen, die bei einem „normalen“ Transportauftrag in der Liste der Transportobjekte enthalten sind, aber wegen den in der Konsolidierung geltenden Sonderbedingungen dort nicht angezeigt werden können.
  • Bearbeiten : Hier erhalten Sie eine mit Hilfe der im Transportcontainer enthaltenen Metainformationen detailliert aufgeschlüsselte Sicht auf die im Transportauftrag enthaltenen Einträge, gegliedert nach den technischen Transportobjekten.

Siehe auch:

Transportauftrag bearbeiten

Initialer Transport