Dokumentation zur KomponenteKonvertierung (SAP GUI)

 

Hinweis Hinweis

Dieser Abschnitt der Dokumentation ist nur für die Dokumentenverwaltung (DV) im SAP GUI relevant. Informationen zur Konvertierung für die Dokumentenverwaltung auf der PLM-Web-UI finden Sie unter Konvertierung (PLM-Web-UI).

Ende des Hinweises

Eine Optimierung der Produktgestaltung und des Entwicklungsprozesses erreichen Sie durch Methoden des Digital Mock-up (DMU) bzw. des Virtual Product Development Management (VPDM). Alle am Designprozess beteiligten Mitarbeiter erhalten durch diese Methoden einen geregelten gemeinsamen Zugriff auf die Produktgeometrie und -topologie und können das Produkt bereits im Entwicklungsprozess digital darstellen.

Damit Sie Ihre Produkte im PLM-Arbeitsumfeld Product Lifecycle Management (PLM) visualisieren können, stellt SAP im Standardsystem einen Viewer der Firma Engineering Animation, Inc. (EAI) als Bestandteil des SAP Graphical User Interface (SAP GUI) zur Verfügung.

Dieser integrierte Viewer sowie andere Visualisierungsprogramme können Produktinformationen nur in bestimmten Dateiformaten anzeigen. Daher ist die Konvertierung der Quelldatei in ein anderes, visualisierbares Format Voraussetzung für die grafische Darstellung des Produktes.

Beispiel Beispiel

Sie erzeugen im CATIA-System eine Konstruktionszeichnung (*.model), die in der Produktstruktur visualisiert werden soll. Der Viewer kann das CATIA-Format nicht direkt visualisieren. Daher ist eine Konvertierung erforderlich, beispielsweise in ein zweidimensionale Rasterformat (z.B. *.jpg) oder ein 3D-Format, das der Viewer unterstützt (z.B. *.jt).

Im folgenden Release können Sie durch den Einsatz der Konvertierungsschnittelle Funktionen des Digital Mock-Up Viewings ausführen.

Ende des Beispiels.

Integration

Sie benötigen einen Konvertierungsserver, auf dem die eigentliche Konvertierung stattfindet. Auf diesem Server installieren Sie den Konverter und Kommunikationsprogramme.

Das SAP-System kommuniziert über die RFC-Verbindung mit dem Konvertierungsserver. Dazu müssen Sie RFC-Destinationen pflegen. Mit dem Customizing der Konvertierung legen Sie fest, welche Originaldateien zu welchen Bearbeitungsständen konvertiert werden.

Die folgende Grafik veranschaulicht die Integration.

Die Integration erfolgt durch folgende Schritte:

  • Installation des Konverters

    Für den Konvertierungsprozess ist die Installation von einem oder mehreren Konvertern erforderlich. Die Auswahl der Konverter richtet sich nach den Konvertierungsmöglichkeiten und den gewünschten Visualisierungsformaten.

  • Definition einer RFC-Destination

    RFC (Remote Function Call) ist ein SAP-Schnittstellenprotokoll, das die Kommunikation zwischen dem Konverter und dem SAP-System ermöglicht. Hinweise für die Definition der RFC-Destination finden Sie unter Programme zur Kommunikation.

  • Customizing der Konvertierung

    Im SAP-Standardsystem steuert die Konvertierungsschnittstelle die Konvertierung von Originaldateien eines Dokumentinfosatzes. Beispielsweise können Sie im SAP-System festlegen, zu welchem Bearbeitungsstand die Konvertierung automatisch gestartet werden soll. Eine Konvertierungsspezifikation fasst detaillierte Anweisungen für die Konvertierung zusammen. Sie wird im Customizing der Konvertierung erstellt. Die Datenübermittlung zum Konverter übernehmen SAP-Hilfsprogramme.

Funktionsumfang

Die Konvertierungsschnittstelle ermöglicht die Konvertierung von Originaldateien eines Dokumentinfosatzes und Baugruppen.

Die nachfolgende Übersicht beinhaltet die wesentlichen Phasen des Konvertierungsprozesses.

Konvertierungsphase

Prozessablauf

Start

Sie haben zwei Möglichkeiten, die Konvertierung zu starten:

Dokument:

Dokument konvertieren (automatischer Start)

Dokument konvertieren (manueller Start)

Baugruppe:

Baugruppe konvertieren

Vorbereitung der Konvertierung

Beginn der Hintergrundverarbeitung

Der Konvertierungsprozess wird als Hintergrundverarbeitung gestartet. Dadurch kann der Sachbearbeiter, der die Konvertierung startet, weiterarbeiten. Er muss nicht auf das Ende der Konvertierung warten. Außerdem können Sie die Konvertierungen ausschließlich nachts durchführen (siehe: Customizing der Konvertierung).

Ermittlung eines freien Konvertierungsservers

Das System prüft, welcher Konvertierungsserver für die Konvertierung zur Verfügung steht und ermittelt die Destinationen, unter denen die SAP-Hilfsprogramme mit dem Konvertierungsprogramm kommunizieren.

Das System erzeugt auf diesem Konvertierungsserver ein temporäres Arbeitsverzeichnis, in das folgende Originaldateien abgelegt werden:

Originaldateien, die konvertiert werden sollen

konvertierte Originaldateien, die in das SAP-System übertragen werden sollen

Meldungen im Anwendungs-Log

Da der Konvertierungsprozess kein Dialogprozess ist, werden auch keine Dialogmeldungen über den Verlauf der Konvertierung angezeigt. Meldungsprotokolle im Anwendungs-Log informieren Sie über den Konvertierungsverlauf (Meldungen anzeigen).

Den Umfang der auszugebenden Meldungen bestimmen Sie im Customizing der Konvertierung. Sie entscheiden auch, in welchem Zeitrahmen diese Protokolle manuell oder automatisch gelöscht werden.

Konvertierung auf dem Konvertierungsserver

Die Konvertierung der Originaldateien erfolgt mit einem Konverter, den Sie nach Ihren unternehmensspezifischen Anforderungen installiert haben.

Im Customizing der Konvertierung können Sie eine Zeitschranke für den Konverter festlegen und dem Konverter ggf. besondere Parameterwerte vorgeben. Die Auswahl und Syntax dieser Parameter sind vom Konverter abhängig.

Import der konvertierten Originaldateien in Ablagesysteme

Nach der Konvertierung werden die konvertierten Originaldateien im temporären Arbeitsverzeichnis gespeichert. Diese konvertierten Originaldateien werden durch ein SAP-Hilfsprogramm in Ablagesysteme des SAP-Systems importiert. Der Transport erfolgt in die Ablagekategorie, die in der Konvertierungsspezifikation vorgegeben ist.

In welcher Bearbeitungssituation diese konvertierten Originaldateien auf dem temporären Arbeitsverzeichnis gelöscht werden sollen, entscheiden Sie ebenfalls in der Konverterspezifikation. Beispielsweise können Sie festlegen, dass immer nur die Dateien gelöscht werden, die erfolgreich konvertiert wurden; die fehlerhaften Konvertierungsdateien sollen jedoch erhalten bleiben.

Ergebnis

Als sichtbares Ergebnis erweitert das System im zugehörigen Dokumentinfosatz die Liste der Originaldateien. Automatisch werden zu den Originaldateien im Quellformat die konvertierten Originaldateien hinzugefügt. Von der Registerkarte Originaldateien können alle Dateiformate angezeigt werden.

Empfehlung Empfehlung

Wenn der integrierte Viewer des SAP-Standardsystems das konvertierte Format unterstützt, können Sie die konvertierte Originaldatei mit dem Viewer visualisieren.

Ende der Empfehlung.