Baugruppe konvertierenDamit Sie Digital Mock-Up Viewing durchführen können, müssen um SAP-System Transformationsmatrizen gepflegt sein. Diese Transformationsmatrizen können entweder von der CAD-Kopplung (z.B. von dem CATIA-System) oder bei der Konvertierung von Baugruppen erzeugt werden.
Customizing
Im Customizing sind folgende Einstellungen erforderlich:
Im Customizing der
Konvertierung
bestimmen Sie den Umfang eines Konvertierungsszenarios.Legen Sie in diesem Fall fest, daß die vollständige Stücklistenstruktur konvertiert werden soll.
Die Einstellung erfolgt unter Logistik
Allgemein
→
Konvertierung
→ Konvertierung
festlegen
→
Konvertierungsspezifikation
(Detailbild). Geben Sie als Checkout-Tiefe den Wert
Vollständige
Stücklistenstruktur
ein.
Im Customizing der
Dokumentenverwaltung
muß die Dokumentzuordnung sowohl für den Stücklistenkopf als auch für die Stücklistenpositionen vorgesehen sein.
Siehe auch: Customizing für DMU-Viewing einstellen
CAD-Kopplung
Die CAD-Kopplung muß folgende Voraussetzungen erfüllen:
Die CAD-Anbindung muß für Materialstücklisten realisiert sein. In diesen Materialstücklisten werden die Baugruppen abgelegt, die Sie konvertieren und anschließend ggf. visualisieren möchten.
Über die CAD-Kopplung müssen im SAP-System folgende Dokumente in der Stückliste abgelegt werden:
Am Stücklistenkopf muß das Dokument für die Baugruppe abgelegt werden (Assembly file).
An den Stücklistenpositionen müssen die Bauteile-Dateien abgelegt werden (Part files).
Die CAD-Kopplung muß folgenden Funktionsbaustein zur Konvertierung von Baugruppen aufrufen: CONV_API_CONVERT_BOM_ASSEMBLY (Entwicklungsklasse CONV, Funktionsgruppe CONV_API).
Im CAD-System erstellt der Konstrukteur für jedes Baugruppenteil eine CAD-Zeichnung.
Anschließend benutzt er die CAD-Kopplung, um in der Materialstückliste des SAP-Systems die Baugruppe anzulegen.
Für jede CAD-Datei legt das System einen Dokumentinfosatz an und verknüpft diesen Dokumentinfosatz mit dem Stücklistenkopf bzw. der Stücklistenposition.
Das Konvertierungsprogramm wird gestartet.Es gibt folgende Möglichkeiten:
Manueller Start (analog zur Konvertierung von Einzeldateien)
Automatischer Start (über die CAD-Kopplung)
Das System führt folgende Schritte aus:
Es konvertiert die CAD-Dateien in das Format des Viewers (Direct Model).
Es ordnet die konvertierten Dateien den Dokumenten im SAP-System zu.
Es ermittelt aus den CAD-Dateien die Transformationsmatrizen für die gesamte Baugruppe.
Mit diesen Transformationsmatrizen werden die geometrischen Positionen der Bauteile im Raum definiert.
Es ordnet die Transformationsmatrizen den Stücklistenpositionen zu.
Beispiel
In einem Rad verwenden Sie 19 Speichen.
In der Stückliste des Rads ordnet das System der Position "Speiche" die Zeichnung der Speiche sowie 19 Transformationsmatrizen zu. Jede Transformationsmatrix definiert die geometrische Position einer bestimmten Speiche.
Sie können sich die 3D-Modelle in der Engineering Workbench anzeigen lassen.